- 18.05.2014, 15:08:57
- /
- OTS0058 OTW0058
Kapellari: Seligsprechung Durcovicis ist "Zeichen vitaler Kirche"
Grazer Bischof in "Kathpress"-Gespräch: "Habe eine überaus lebendige Ortskirche erlebt"
Utl.: Grazer Bischof in "Kathpress"-Gespräch: "Habe eine überaus
lebendige Ortskirche erlebt" =
Bukarest-Graz, 18.05.14 (KAP) Die Seligsprechung des aus Österreich
stammenden Märtyrerbischofs Anton Durcovici (1888-1951) am Samstag
im rumänischen Iasi ist "Zeichen einer überaus vitalen Kirche vor
Ort": Das unterstrich der Grazer Diözesanbischof und Vertreter der
Österreichischen Bischofskonferenz bei der Seligsprechung, Bischof
Egon Kapellari, am Sonntag im Gespräch mit "Kathpress". Er habe eine
"überaus lebendige Ortskirche" erlebt, die zu Zehntausenden im
Stadion von Iasi ihren neuen Seligen gefeiert habe. Durcovici sei
außerdem der erste Halbösterreicher, der als Opfer des Kommunismus
zu den Ehren der Altäre erhoben worden sei, erinnerte Kapellari.
Die Seligsprechung könne zugleich als ein Aufbruchssignal für die
Katholiken in Rumänien verstanden werden, ein "uneitles
Selbstbewusstsein" zu entwickeln und entschieden für den Glauben in
der Öffentlichkeit einzustehen, so Kapellari weiter. Berührt zeigte
sich der Grazer Bischof auch vom Lebenszeugnis des 1888 unter dem
Namen Anton Durkowitsch im niederösterreichischen Bad
Deutsch-Altenburg geborenen Seligen: Die "bestialischen" Umstände
seines Todes 1951 in einem Securitate-Gefängnis und der Umstand der
heute so lebendigen katholischen Kirche in Rumänien zeigten die
Wahrheit des dem Kirchenvater Tertullian zugeschriebenen Zitats,
dass das Blut der Märtyrer "der Same der Kirche" sei.
Das Seligsprechungsverfahren wurde 1987 in Wien eingeleitet und
konnte erst nach der Wende 1989 in Bukarest weitergeführt werden.
Die Anerkennung des Martyriums durch Papst Franziskus erfolgte
offiziell voriges Jahr. Durcovici ist bereits der dritte rumänische
Märtyrerbischof aus der kommunistischen Zeit, der seliggesprochen
wurde. Szilard Bogdanffy (1911-53) wurde 2010 und Janos Scheffler
(1887-1952) 2011 seliggesprochen. 2013 wurde der Märtyrer-Priester
Vladimir Ghika (1873-1954) zur Ehre der Altäre erhoben. 87 Prozent
der rund 21 Millionen Rumänen bekennen sich zur rumänisch-orthodoxen
Kirche, 8 Prozent sind römisch-katholisch.
Mehr auf www.kathpress.at (ende) hkl/
nnnn
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT