- 14.05.2014, 14:14:14
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Rot-weiß-rot mit einem "Hauch Hollywood" - Dornhelms "Tatort"-Debüt
Dreharbeiten zu ORF-Krimi "Nullsummenspiel" (AT) mit Krassnitzer, Neuhauser und Köstlinger
Utl.: Dreharbeiten zu ORF-Krimi "Nullsummenspiel" (AT) mit
Krassnitzer, Neuhauser und Köstlinger =
Wien (OTS) - Ein Mörderpublikum, ein Preisregen - und nun ein "Hauch
Hollywood". Denn erstmals übernimmt niemand Geringerer als
Oscar-Nominee Robert Dornhelm die Regie bei einem Austro-"Tatort".
Bei den aktuellen Dreharbeiten zu "Nullsummenspiel" (AT) wird ein
Arbeitsunfall für Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser zu einem
komplexen Kriminalfall, dessen Spuren bis in eine Anstalt für geistig
abnorme Rechtsbrecher führen. Einen ersten Blick hinter die Kulissen
gaben u. a. die Darstellerinnen und Darsteller Harald Krassnitzer,
Adele Neuhauser, Hubert Kramar, Michael Masula, Maria Köstlinger,
Gerald Votava und Barbara Karlich sowie Regisseur Robert Dornhelm
gestern, am Dienstag, dem 13. Mai, bei einem Setbesuch in Wien.
In weiteren Rollen sind u. a. Anian Zollner, Johanna Mertinz, Eugen
Knecht, Stefan Puntigam und Emily Cox zu sehen. Das Drehbuch stammt
von Verena Kurth ("Schnell ermittelt"). Die Dreharbeiten in Wien und
Niederösterreich dauern noch bis Ende Mai. Zu sehen ist "Tatort -
Nullsummenspiel" (AT) voraussichtlich 2015 in ORF 2. "Tatort -
Nullsummenspiel" (AT) ist eine Produktion des ORF, hergestellt von
e&a Film.
Harald Krassnitzer: "Ein Hauch Hollywood"
Was für Harald Krassnitzer das Spannende an dem Drehbuch zu diesem
Krimi war? "In erster Linie versuche ich herauszufinden, ob es mich
fasziniert, ob es mich berührt, ob es eine Geschichte ist, die mich
interessiert und ob ich dann am Ende denke 'Wow, das ist spannend.'
'Nullsummenspiel' ist anders als das, was wir bisher oft gemacht
haben: eher eine sehr emotionale Geschichte, die manchmal an eine Art
Psychothriller erinnert - das war das, was mich dieses Mal sehr
fasziniert hat." Der aktuelle Fall führt das rot-weiß-rote
Ermittlerduo diesmal bis in eine Anstalt für geistig abnorme
Rechtsbrecher: "Das zeigt Abgründe, die für uns nicht immer
nachvollziehbar sind, das ist etwas, das uns fasziniert und das wir
gleichzeitig ergründen wollen. Gerade bei geistig abnormen
Rechtsbrechern verschieben sich oft Realitäten. Das hat dann auch
etwas mit Grenzgängertum zu tun und den Fragen, wo es beginnt, dass
jemand schuldig ist, dass jemand gefährlich ist oder dass jemand nur
etwas vorspielt. All diese Grauzonen - das ist schon ein sehr
spannendes Thema." "Tatort - Nullsummenspiel" (AT) ist Krassnitzers
erste Zusammenarbeit mit Robert Dornhelm: "Wir fühlen uns natürlich
sehr geehrt, mit Robert Dornhelm arbeiten zu dürfen, und waren auch
alle sehr aufgeregt, weil da doch auch ein Hauch Hollywood
hineinkommt. Wir sind aber alle sehr positiv überrascht von der
direkten, klaren, sehr ruhigen Art der Arbeit, die uns bis jetzt
großen Spaß gemacht hat."
Adele Neuhauser: "Es ist sehr harmonisch und entspannt"
"Es geht um einen Arbeitsunfall, bei man aber den Verdacht hegt, dass
es kein reiner Arbeitsunfall sein kann - und daraus entwickelt sich
dann eine ziemlich dramatische Mordgeschichte, die in
Wirtschaftskreisen und mit der Gier und Leidenschaft der Menschen
spielt. Es ist ein etwas verzwickter Fall für uns", so Adele
Neuhauser über den aktuellen Krimi. "'Tatort'-Drehbücher erwarte ich
immer mit großer Neugierde, bin immer sehr gespannt und sehr
aufgeregt. Wenn man das Buch in die Hände kriegt und es einen selbst
einmal packt, dann ist die Chance groß, dass es auch das Publikum
packt. Wenn man es ein zweites Mal liest, kommt hinzu, wie sich die
Figur und wir uns als Gespann entwickeln. Das ist für mich ein ganz
wichtiger Faktor." Über die Dreharbeiten mit Robert Dornhelm: "Für
mich ist es die erste Zusammenarbeit mit Dornhelm, aber es ist sehr
angenehm und fühlt sich so an, als hätten wir schon öfter miteinander
gearbeitet. Es ist sehr harmonisch und entspannt."
Robert Dornhelm: "Das ist mein erster 'Tatort', nicht nur als
Regisseur"
"Das ist mein erster 'Tatort', nicht nur als Regisseur - ich habe bis
jetzt auch noch nicht viele 'Tatorte' gesehen. Ich habe mir bewusst
erst einen 'Tatort' angeschaut, als ich den Auftrag bekommen habe,
einen zu machen. Da bin ich ziemlich jungfräulich unterwegs. Ich weiß
auch gar nicht genau, was die Erwartungshaltung des Publikums ist -
ich mache einfach einen 'Tatort'-Krimi. Wichtig ist mir, dass ich
Freude an der Arbeit habe, dass man improvisieren kann, dass man
alles mit einer Leichtigkeit macht und dass man, wenn man filmisch
erzählt, auch über Leben und Tod sinnieren kann", so Dornhelm. "Ich
habe erst einen Krimi gemacht, aber dieses Genre sonst nie bedient -
insofern ist es an der Zeit, dass ich auch das wieder mache. Das, was
mir Spaß macht, ist, das Genre immer wieder zu ändern: Einmal war es
ein Bergsteigerfilm, dann war es ein Musikfilm, und jetzt ist es ein
Krimi - dass man sich nicht wiederholt und sich in der Welt umschaut,
welche Geschichten man erzählen kann, die das Leben so mit sich
bringt. Das ist das Schöne an meinem Beruf, und deswegen liebe ich
ihn auch so." Dornhelm, der in Wien aufgewachsen ist und Familie und
Freunde in Wien hat: "Die Heimkehr ist immer schön, nicht nur das
gute Wasser, die gute Luft, das gute Essen erfreuen mich - ich komme
an einen Ort zurück, den ich sehr wohl als Zuhause empfinde." Über
die Dreharbeiten in Wien: "Ich denke oft an den Film 'Der dritte
Mann', nur dass mittlerweile alles aufgebaut ist. Die Ruinen sind
weg, aber von der Geschichte her ist es ähnlich - wie verhält man
sich, wenn man in die Versuchung kommt, etwas zu tun, wo Menschen zu
Schaden kommen. Eine Geschichte über das Gewissen, 'moral dilemma',
so wie beim 'Dritten Mann' auch. Da gibt es durchaus Parallelen, und
beide Male spielt auch die Stadt eine Rolle, auch wenn sie sich
natürlich sehr verändert hat." Und weiter über die Zusammenarbeit mit
Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser: "Wir verstehen uns sehr, sehr
gut und haben Freude an der Arbeit - das war eine sehr angenehme
Überraschung. Wir haben Spaß, lachen viel, es wird improvisiert, und
es ist, wie es sein soll, eine perfekte Zusammenarbeit."
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