Rot-weiß-rot mit einem "Hauch Hollywood" - Dornhelms "Tatort"-Debüt

Dreharbeiten zu ORF-Krimi "Nullsummenspiel" (AT) mit Krassnitzer, Neuhauser und Köstlinger

Wien (OTS) - Ein Mörderpublikum, ein Preisregen - und nun ein "Hauch Hollywood". Denn erstmals übernimmt niemand Geringerer als Oscar-Nominee Robert Dornhelm die Regie bei einem Austro-"Tatort". Bei den aktuellen Dreharbeiten zu "Nullsummenspiel" (AT) wird ein Arbeitsunfall für Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser zu einem komplexen Kriminalfall, dessen Spuren bis in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher führen. Einen ersten Blick hinter die Kulissen gaben u. a. die Darstellerinnen und Darsteller Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser, Hubert Kramar, Michael Masula, Maria Köstlinger, Gerald Votava und Barbara Karlich sowie Regisseur Robert Dornhelm gestern, am Dienstag, dem 13. Mai, bei einem Setbesuch in Wien.

In weiteren Rollen sind u. a. Anian Zollner, Johanna Mertinz, Eugen Knecht, Stefan Puntigam und Emily Cox zu sehen. Das Drehbuch stammt von Verena Kurth ("Schnell ermittelt"). Die Dreharbeiten in Wien und Niederösterreich dauern noch bis Ende Mai. Zu sehen ist "Tatort -Nullsummenspiel" (AT) voraussichtlich 2015 in ORF 2. "Tatort -Nullsummenspiel" (AT) ist eine Produktion des ORF, hergestellt von e&a Film.

Harald Krassnitzer: "Ein Hauch Hollywood"

Was für Harald Krassnitzer das Spannende an dem Drehbuch zu diesem Krimi war? "In erster Linie versuche ich herauszufinden, ob es mich fasziniert, ob es mich berührt, ob es eine Geschichte ist, die mich interessiert und ob ich dann am Ende denke 'Wow, das ist spannend.' 'Nullsummenspiel' ist anders als das, was wir bisher oft gemacht haben: eher eine sehr emotionale Geschichte, die manchmal an eine Art Psychothriller erinnert - das war das, was mich dieses Mal sehr fasziniert hat." Der aktuelle Fall führt das rot-weiß-rote Ermittlerduo diesmal bis in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher: "Das zeigt Abgründe, die für uns nicht immer nachvollziehbar sind, das ist etwas, das uns fasziniert und das wir gleichzeitig ergründen wollen. Gerade bei geistig abnormen Rechtsbrechern verschieben sich oft Realitäten. Das hat dann auch etwas mit Grenzgängertum zu tun und den Fragen, wo es beginnt, dass jemand schuldig ist, dass jemand gefährlich ist oder dass jemand nur etwas vorspielt. All diese Grauzonen - das ist schon ein sehr spannendes Thema." "Tatort - Nullsummenspiel" (AT) ist Krassnitzers erste Zusammenarbeit mit Robert Dornhelm: "Wir fühlen uns natürlich sehr geehrt, mit Robert Dornhelm arbeiten zu dürfen, und waren auch alle sehr aufgeregt, weil da doch auch ein Hauch Hollywood hineinkommt. Wir sind aber alle sehr positiv überrascht von der direkten, klaren, sehr ruhigen Art der Arbeit, die uns bis jetzt großen Spaß gemacht hat."

Adele Neuhauser: "Es ist sehr harmonisch und entspannt"

"Es geht um einen Arbeitsunfall, bei man aber den Verdacht hegt, dass es kein reiner Arbeitsunfall sein kann - und daraus entwickelt sich dann eine ziemlich dramatische Mordgeschichte, die in Wirtschaftskreisen und mit der Gier und Leidenschaft der Menschen spielt. Es ist ein etwas verzwickter Fall für uns", so Adele Neuhauser über den aktuellen Krimi. "'Tatort'-Drehbücher erwarte ich immer mit großer Neugierde, bin immer sehr gespannt und sehr aufgeregt. Wenn man das Buch in die Hände kriegt und es einen selbst einmal packt, dann ist die Chance groß, dass es auch das Publikum packt. Wenn man es ein zweites Mal liest, kommt hinzu, wie sich die Figur und wir uns als Gespann entwickeln. Das ist für mich ein ganz wichtiger Faktor." Über die Dreharbeiten mit Robert Dornhelm: "Für mich ist es die erste Zusammenarbeit mit Dornhelm, aber es ist sehr angenehm und fühlt sich so an, als hätten wir schon öfter miteinander gearbeitet. Es ist sehr harmonisch und entspannt."

Robert Dornhelm: "Das ist mein erster 'Tatort', nicht nur als Regisseur"

"Das ist mein erster 'Tatort', nicht nur als Regisseur - ich habe bis jetzt auch noch nicht viele 'Tatorte' gesehen. Ich habe mir bewusst erst einen 'Tatort' angeschaut, als ich den Auftrag bekommen habe, einen zu machen. Da bin ich ziemlich jungfräulich unterwegs. Ich weiß auch gar nicht genau, was die Erwartungshaltung des Publikums ist -ich mache einfach einen 'Tatort'-Krimi. Wichtig ist mir, dass ich Freude an der Arbeit habe, dass man improvisieren kann, dass man alles mit einer Leichtigkeit macht und dass man, wenn man filmisch erzählt, auch über Leben und Tod sinnieren kann", so Dornhelm. "Ich habe erst einen Krimi gemacht, aber dieses Genre sonst nie bedient -insofern ist es an der Zeit, dass ich auch das wieder mache. Das, was mir Spaß macht, ist, das Genre immer wieder zu ändern: Einmal war es ein Bergsteigerfilm, dann war es ein Musikfilm, und jetzt ist es ein Krimi - dass man sich nicht wiederholt und sich in der Welt umschaut, welche Geschichten man erzählen kann, die das Leben so mit sich bringt. Das ist das Schöne an meinem Beruf, und deswegen liebe ich ihn auch so." Dornhelm, der in Wien aufgewachsen ist und Familie und Freunde in Wien hat: "Die Heimkehr ist immer schön, nicht nur das gute Wasser, die gute Luft, das gute Essen erfreuen mich - ich komme an einen Ort zurück, den ich sehr wohl als Zuhause empfinde." Über die Dreharbeiten in Wien: "Ich denke oft an den Film 'Der dritte Mann', nur dass mittlerweile alles aufgebaut ist. Die Ruinen sind weg, aber von der Geschichte her ist es ähnlich - wie verhält man sich, wenn man in die Versuchung kommt, etwas zu tun, wo Menschen zu Schaden kommen. Eine Geschichte über das Gewissen, 'moral dilemma', so wie beim 'Dritten Mann' auch. Da gibt es durchaus Parallelen, und beide Male spielt auch die Stadt eine Rolle, auch wenn sie sich natürlich sehr verändert hat." Und weiter über die Zusammenarbeit mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser: "Wir verstehen uns sehr, sehr gut und haben Freude an der Arbeit - das war eine sehr angenehme Überraschung. Wir haben Spaß, lachen viel, es wird improvisiert, und es ist, wie es sein soll, eine perfekte Zusammenarbeit."

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