- 13.05.2014, 12:14:59
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Jank: Stadt muss Verantwortung tragen und Gewinneinbußen ausgleichen
Schon jetzt bis zu 30 Prozent weniger Geschäft - Umbauphase bringt zusätzliche Belastung - Projekt "MaHi Neu" wird zum Existenzkampf für Betriebe
Utl.: Schon jetzt bis zu 30 Prozent weniger Geschäft - Umbauphase
bringt zusätzliche Belastung - Projekt "MaHi Neu" wird zum
Existenzkampf für Betriebe =
Wien (OTS) - Das neue verkehrsbehindernde Einbahnen-, Sackgassen- und
Fahrverbotskonzept rund um die Mariahilfer Straße hat viele
Unternehmer bereits bisher in arge Bedrängnis gebracht. Immer mehr
Betriebe klagen über drastische Kundenrückgänge - und damit weniger
Geschäft. Betroffen sind alle Branchen mit Umsatzrückgängen bis zu 30
Prozent; in den Seiten- und Nebenlagen ebenso wie direkt auf der
Mariahilfer Straße. Viele Unternehmer mussten bereits schließen oder
absiedeln bzw. bangen um ihre wirtschaftliche Existenz.
Unternehmer und deren Mitarbeiter zahlen die Zeche
Als wäre das noch nicht genug, drohen den Unternehmern nun
zusätzliche Belastungen. Denn die kommende Woche startende Umbauphase
der Inneren Mariahilfer Straße bringt weitere massive Erschwernisse
für die Geschäftsleute der beiden Bezirke: monatelang werden die
Bauabschnitte für Liefer- und Kundenverkehr gesperrt, Lade- und
Haltezonen fallen weg, geplante Querungen sind unterbrochen,
Baucontainer und Materiallagerplätze auf der Mariahilfer Straße und
in den Seitenlagen behindern die Erreichbarkeit der Geschäfte für
Lieferanten und Kunden, Konsumenten meiden wegen des Baulärms und des
Schmutzes die Gegend, wie Erfahrungen beweisen. "Nachdem sich die
Stadt Wien über die Anliegen der betroffenen Unternehmer
hinweggesetzt und sie mit ihren wirtschaftlichen Sorgen im Stich
gelassen hat, muss sie ihre Verantwortung wahrnehmen und die Betriebe
während der Umbauphase unterstützen. Ich fordere die Stadt auf, den
Betrieben jetzt unter die Arme zu greifen und verlange einen
vollständigen Ausgleich der weiteren Umsatzrückgänge", sagt Brigitte
Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. "Während die Stadt
entgegen der Warnungen von Experten, Geschäftsleuten und Anrainern
ihr Prestigeprojekt durchzieht und dutzende Millionen in teure
Werbekampagnen und unausgegorene Verkehrsmaßnahmen steckt, droht den
9000 Unternehmen und ihren 60.000 Mitarbeitern, die Rechnung dafür
bezahlen zu müssen."
Weitere Querungen und Ende des Einbahnen- und Sackgassenchaos
Weiters fordert Jank einmal mehr die Überarbeitung des derzeit
vorliegenden Verkehrsplans der Stadt, um die Erreichbarkeit der
beiden Bezirke auch in Zukunft sicherzustellen: also die Öffnung
weiterer Querungen - vor allem im mittleren und unteren Bereich der
Mariahilfer Straße - und durchgängige Straßenführungen anstelle von
neuen Einbahnen und Sackgassen. Zur Erinnerung: 86 Prozent der
Unternehmer sprachen sich in einer Umfrage der WK Wien für mehrere
Querungsmöglichkeiten aus. Und bei der Anrainerbefragung der Stadt
stimmten 56 Prozent der Verkehrsberuhigungsbefürworter für die
Öffnung der Querungen.
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