ÖVAG-Konzern setzt massiven Abbau konsequent fort

Abbauerfolg und die neue Rolle der ÖVAG führen zu deutlich negativem Ergebnis

Wien (OTS) - Auch in den ersten Monaten 2014 konnten weitere Maßnahmen gemäß Restrukturierungsplan der EU-Kommission umgesetzt werden, die die Bilanzsumme und das Risikovolumen des ÖVAG-Konzerns reduzieren. Das sind:
- Verkauf und vorzeitige Rückführungen von Krediten eines Immobilienportfolios im Ausmaß von rund EUR 400 Mio.
- Kaufvertrag für Investkredit International Bank plc im März unterzeichnet
- Kaufvertrag für Volksbank Malta Ltd im April 2014 unterzeichnet
- Abbau von Non-Performing Loans mit einem Volumen von EUR 490 Mio. bei der VB Romania

Zudem finden derzeit Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Käufern für Gesellschaften der VB Leasing International Gruppe statt. Für alle laufenden Verkaufsprozesse (Investkredit International Bank plc, Volksbank Malta Ltd, VB Leasing International) ist das Closing in 2014 angestrebt. Für den Verkauf der Volksbank Romania S.A. wurde im April 2014 die Mandatierung einer Investmentbank zur Unterstützung des Verkaufsprozesses vorgenommen. Gemäß der Restrukturierungsvereinbarung vom 26. April 2012 soll der Verkauf der Volksbank Romania S.A. bis zum 31. Dezember 2015 abgeschlossen sein.

Durch die Sanierungsmaßnahmen wurde die Bilanzsumme des ÖVAG-Konzerns weiter gesenkt. Diese beträgt zum 31. März 2014 EUR 20,1 Mrd. und hat sich im Vergleich zum 31.12.2013 (EUR 20,9 Mrd.) um EUR 0,8 Mrd. verringert. Mit diesem Wert liegt die ÖVAG weiterhin deutlich besser als im Restrukturierungsplan der EU-Kommission vorgesehen.

Das Periodenergebnis

Die ÖVAG ist eine Abbaubank, die so gut wie ihr gesamtes Eigengeschäft im In- und Ausland einstellen oder verkaufen muss. Als Zentralorganisation übernimmt sie weitreichende Steuerungs- und Lenkungsfunktionen und ist u.a. auch für das verbundweite Risiko- und Liquiditätsmanagement zuständig. Da sich die ÖVAG in ihrer Geschäftstätigkeit nur mehr auf die Bereitstellung und Vermittlung von Produkten und Dienstleistungen für die Volksbanken und deren Kunden beschränkt, übersteigen die Aufwendungen die Erträge deutlich. Das spiegelt sich naturgemäß auch im Ergebnis wider.

Das Periodenergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen beträgt daher EUR -57 Mio. Im Vergleich zum Q1 2013 (1-3/2013: EUR 3,7 Mio.) ist insbesondere ein Einmaleffekt zu berücksichtigen: Am 15. März 2013 wurde die von der Republik Österreich abgegebene Asset-Garantie (Ausfallsbürgschaft) im Höchstbetrag von EUR 100 Mio. erfasst. Gemeinsam mit der in der Asset Garantie inkludierten Besserungsvereinbarung schlug sich das im ersten Quartal 2013 mit EUR 69 Mio. im sonstigen betrieblichen Ergebnis nieder. Das sonstige betriebliche Ergebnis beträgt daher im Q1/2014 EUR -3 Mio. und liegt deutlich unter dem Vergleichswert aus dem ersten Quartal 2013 (1-3/2013: EUR 64 Mio.). Das Eigenkapital liegt trotz des Quartalsverlustes bei 1,2 Mrd. und damit unverändert im Vergleich zum Bilanzstichtag 31.12.2013.

Am 27. März 2014 nahm die Rating Agentur Moody's ein Downgrade des ÖVAG Emittenten Ratings von Baa3 auf Ba1 vor. Als Konsequenz verkauften einige institutionelle und private Anleger ÖVAG Anleihen. Diese Verkäufe bewegten sich insgesamt in der Höhe des von der Bank bereits im Herbst 2013 beschlossenen Rückkaufprogramms für einige Anleihen, womit die Rating Herabstufung von Moody's keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Liquiditätsausstattung des Konzerns hatte.

Die Sberbank of Russia hat im November 2013 eine Klage beim Internationalen Schiedsgerichtshof gegen die ÖVAG im Zusammenhang mit dem VBI Verkauf eingebracht. Im Verhandlungsweg konnte im April 2014 das Zurückziehen der Klage beim Internationalen Schiedsgerichtshof erreicht werden.

Geschäftsentwicklung

Der ÖVAG Konzern befindet sich in einem massiven Restrukturierungsprozess. Gemäß den Auflagen der EU-Kommission müssen Geschäftsfelder und Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft zählen, entsprechend ihrem Tilgungsprofil mittelfristig abgebaut oder verkauft werden. Nicht zuletzt aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und den daraus resultierenden Abschlägen für das Abbauportfolio wird das auch weiterhin zu Ergebnisbelastungen führen. Daher wird der Konzern voraussichtlich auch das Jahr 2014 deutlich negativ abschließen. (Schluss)

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