• 09.05.2014, 11:42:03
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Müttersterblichkeit: Alle zwei Minuten stirbt weltweit eine Frau während oder nach einer Schwangerschaft

Wien (OTS) - Für viele gibt es am Muttertag keinen Grund zu feiern:
Jährlich sterben rund 290.000 Frauen während oder nach einer
Schwangerschaft. Die Reduzierung der Müttersterblichkeit ist eines
der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen: Ziel ist
es, diese bis 2015 um drei Viertel weltweit zu verringern. Auch wenn
die Müttersterblichkeit in den vergangenen 20 Jahren um rund 45
Prozent reduziert wurde: Noch immer sterben weltweit jede Stunde 33
Frauen während oder nach der Schwangerschaft und Geburt. Die meisten
davon in Entwicklungsländern.

"33 Todesfälle pro Stunde sind 33 zu viel", sagt Andrea
Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. "Denn mit
relativ einfachen Mitteln kann viel bewirkt werden: Kampagnen haben
sich als sinnvoll erwiesen, die Frauen und Männer darüber
informieren, dass Geburten planbar sind. Frauen und Mädchen haben das
Recht, über ihren Körper Bescheid zu wissen und über den Zeitpunkt
einer Schwangerschaft aktiv und mit ihrem Partner gemeinsam zu
entscheiden."

CARE erreicht weltweit pro Jahr rund 50 Millionen Frauen und
Männer in mehr als 40 Ländern, um mit Informationen und medizinischen
Leistungen die Müttergesundheit zu verbessern. Mit einfachen
Maßnahmen kann hier viel bewirkt werden: Dazu zählen etwa
Informationen zur Familienplanung, basismedizinische Versorgung und
nachgeburtliche Versorgung.

Vor allem in Subsahara Afrika, Südasien und Ozeanien sind die
Raten der Müttersterblichkeit hoch - die Gründe dafür sind
vielfältig: Mangelernährung, schlechte Gesundheitsversorgung,
Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt. Während das
Risiko für ein 15jähriges Mädchen in Subsahara Afrika, während einer
Schwangerschaft und Geburt zu sterben, bei eins zu 40 liegt, liegt es
in Europa für ein gleichaltriges Mädchen bei eins zu 3.300.
"Man darf aber nicht vergessen, dass nicht nur die internationale
Gebergemeinschaft in die Pflicht zu nehmen ist", so Wagner-Hager.
"Auch die jeweiligen Staaten sind dazu angehalten, in ihren Budgets
Mittel für Frauengesundheit und die Entwicklung von Mädchen und
Frauen einzuplanen. Dazu kommt: In den Ländern, wo Frauenrechte
geachtet werden und Frauen wirtschaftliche eine Rolle spielen, ist
auch die Müttergesundheit eine bessere."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CAO

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