Müttersterblichkeit: Alle zwei Minuten stirbt weltweit eine Frau während oder nach einer Schwangerschaft

Wien (OTS) - Für viele gibt es am Muttertag keinen Grund zu feiern:
Jährlich sterben rund 290.000 Frauen während oder nach einer Schwangerschaft. Die Reduzierung der Müttersterblichkeit ist eines der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen: Ziel ist es, diese bis 2015 um drei Viertel weltweit zu verringern. Auch wenn die Müttersterblichkeit in den vergangenen 20 Jahren um rund 45 Prozent reduziert wurde: Noch immer sterben weltweit jede Stunde 33 Frauen während oder nach der Schwangerschaft und Geburt. Die meisten davon in Entwicklungsländern.

"33 Todesfälle pro Stunde sind 33 zu viel", sagt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. "Denn mit relativ einfachen Mitteln kann viel bewirkt werden: Kampagnen haben sich als sinnvoll erwiesen, die Frauen und Männer darüber informieren, dass Geburten planbar sind. Frauen und Mädchen haben das Recht, über ihren Körper Bescheid zu wissen und über den Zeitpunkt einer Schwangerschaft aktiv und mit ihrem Partner gemeinsam zu entscheiden."

CARE erreicht weltweit pro Jahr rund 50 Millionen Frauen und Männer in mehr als 40 Ländern, um mit Informationen und medizinischen Leistungen die Müttergesundheit zu verbessern. Mit einfachen Maßnahmen kann hier viel bewirkt werden: Dazu zählen etwa Informationen zur Familienplanung, basismedizinische Versorgung und nachgeburtliche Versorgung.

Vor allem in Subsahara Afrika, Südasien und Ozeanien sind die Raten der Müttersterblichkeit hoch - die Gründe dafür sind vielfältig: Mangelernährung, schlechte Gesundheitsversorgung, Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt. Während das Risiko für ein 15jähriges Mädchen in Subsahara Afrika, während einer Schwangerschaft und Geburt zu sterben, bei eins zu 40 liegt, liegt es in Europa für ein gleichaltriges Mädchen bei eins zu 3.300.
"Man darf aber nicht vergessen, dass nicht nur die internationale Gebergemeinschaft in die Pflicht zu nehmen ist", so Wagner-Hager. "Auch die jeweiligen Staaten sind dazu angehalten, in ihren Budgets Mittel für Frauengesundheit und die Entwicklung von Mädchen und Frauen einzuplanen. Dazu kommt: In den Ländern, wo Frauenrechte geachtet werden und Frauen wirtschaftliche eine Rolle spielen, ist auch die Müttergesundheit eine bessere."

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