- 09.05.2014, 11:15:39
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Meeting Points 7:Zehntausend Täuschungen und hunderttausend Tricks
21er Haus (OTS) - Ein Projekt von Young Arab Theatre Fund
Präsentiert von den Wiener Festwochen in Kooperation mit dem
Belvedere im 21er Haus
Kuratorinnen: What, How & for Whom/WHW: Ivet Curlin, Ana Devic,
Natasa Ilic, Sabina Sabolovic; in Zusammenarbeit mit Luisa Ziaja,
Kuratorin im Belvedere/21er Haus
Die Ausstellung ist Teil von Meeting Points 7, einem Festival für
zeitgenössische Kunst aus dem arabischen Raum im internationalen
Kontext. Neben Stationen in Zagreb, Antwerpen, Kairo, Hongkong,
Beirut und Moskau wird sie in Wien als Kooperation der Wiener
Festwochen mit dem Belvedere im 21er Haus gezeigt.
Der Titel des Projekts, Zehntausend Täuschungen und hunderttausend
Tricks, ist ein Zitat aus Die Verdammten dieser Erde (1961), einem
Buch des revolutionären Philosophen Frantz Fanon über die algerische
Revolution, dessen Titel sich aus der Anfangszeile der
Internationale, des Lieds der Arbeiterbewegung, ableitet. Über die
Zeit hin angelegt, taucht Zehntausend Täuschungen und hunderttausend
Tricks an verschiedenen Schauplätzen auf und richtet die Themen auf
diese Orte und ihre spezifischen geopolitischen und historischen
Verhältnisse aus. Die Schau unternimmt auch Streifzüge in mehrere
verwandte Themenfelder und setzt sich mit der heutigen Rolle der
Mittelklasse in Revolten in verschiedenen geografischen Regionen, mit
Formen des Neokolonialismus, der Konterrevolution und der Kooptierung
sowie mit unterschiedlichen Strategien, sich gegen Unterdrückung zur
Wehr zu setzen, auseinander.
Die Ausstellung konfrontiert neue Arbeiten mit historischen
Positionen und umfasst eine Reihe von Werken aus der Sammlung des
21er Haus/Belvedere, die in Zusammenarbeit mit Luisa Ziaja,
Kuratorin im 21er Haus, ausgewählt wurden. Auf Grundlage des
initiierten Dialogs mit dem spezifischen Ort verlagert die
Ausstellung in einem zweiten Schritt ihre Blickrichtung, um eine
Reihe verwandter Themen zu beleuchten, deren Bandbreite von
systematischer Intoleranz und dem Aufleben nationalistischer
Ressentiments über die Antieinwanderungsgesetze in ganz Europa bis
zur Neueinschätzung des Erbes der Moderne und der Rolle von Museen
bei der Neugestaltung des Bezugs zwischen Engagement,
Selbstreferenzialität und Ästhetik reicht.
Die Künstler der Ausstellung:
Lawrence Abu Hamdan, Martin Arnold, Marwa Arsanios, Sven Augustijnen,
Kianoush Ayari, Hicham Benohoud, Gerard Byrne, Filipa César, Céline
Condorelli, DAAR, Ramesch Daha, Carola Dertnig, Goran Devic, Roy Dib,
Eva Egermann, Simone Fattal, Simohammed Fettaka, Karpo Godina, Nilbar
Gürec, Sharon Hayes, Adelita Husni-Bey, Iman Issa, Sanja Ivekovic,
Maryam Jafri, Rajkamal Kahlon, Johanna Kandl, Anton Kannemeyer,
Gülsün Karamustafa, Runo Lagomarsino, Victoria Lomasko, Maha Maamoun,
Jumana Manna, Azzedine Meddour, Edgar Morin & Jean Rouch, Christian
Philipp Müller, Tom Nicholson, Daniela Ortiz, Lisl Ponger, Darinka
Pop-Mitic, Marta Popivoda, Arnulf Rainer/Dieter Roth, Curt Stenvert,
Katarina Sevic & Tehnica Schweiz (Gergely László & Péter Rakosi),
Cecilia Vicuna
Zehntausend Täuschungen und hunderttausend Tricks wurde im September
2013 in der Galeria Nova in Zagreb eröffnet. Seine Fortsetzung fand
Meeting Points 7 im Oktober 2013 am M HKA in Antwerpen, im Februar
2014 am Contemporary Image Collective (CIC) in Kairo, im März 2014 in
Zusammenarbeit mit Para Site in Hongkong und im April 2014 im Beirut
Art Center in Beirut. Am 7. Juli eröffnet die Ausstellung in
Zusammenarbeit mit der V-A-C Foundation am Institut für Afrikastudien
in Moskau.
Kuratiert wird Meeting Points 7 von What, How & for Whom/WHW, einem
1999 gegründeten Kuratorinnenkollektiv mit Sitz in Zagreb und Berlin.
WHW organisiert Produktions-, Ausstellungs- und Publikationsprojekte
und leitet die Galeria Nova in Zagreb. Zurzeit arbeitet WHW an einem
langfristigen Kooperationsprojekt mit dem Titel Beginning as well as
we can (How do we talk about fascism?) und kuratiert die Ausstellung
Really Useful Knowledge, die im Oktober im Museo Nacional Centro de
Arte Reina Sofía in Madrid eröffnet wird.
Gefördert wird das Projekt von der Ford Foundation, von flämischen
Stellen, von der Allianz Kulturstiftung, vom Australia Council for
the Arts, von FfAI und von OCA.
Pressebilder sowie ein PDF des Booklets stehen unter
www.21erhaus.at/presse kostenlos für Pressezwecke zum Download zur
Verfügung (Passwort: pr2014).
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