Meeting Points 7:Zehntausend Täuschungen und hunderttausend Tricks

21er Haus (OTS) - Ein Projekt von Young Arab Theatre Fund Präsentiert von den Wiener Festwochen in Kooperation mit dem Belvedere im 21er Haus
Kuratorinnen: What, How & for Whom/WHW: Ivet Curlin, Ana Devic, Natasa Ilic, Sabina Sabolovic; in Zusammenarbeit mit Luisa Ziaja, Kuratorin im Belvedere/21er Haus

Die Ausstellung ist Teil von Meeting Points 7, einem Festival für zeitgenössische Kunst aus dem arabischen Raum im internationalen Kontext. Neben Stationen in Zagreb, Antwerpen, Kairo, Hongkong, Beirut und Moskau wird sie in Wien als Kooperation der Wiener Festwochen mit dem Belvedere im 21er Haus gezeigt.
Der Titel des Projekts, Zehntausend Täuschungen und hunderttausend Tricks, ist ein Zitat aus Die Verdammten dieser Erde (1961), einem Buch des revolutionären Philosophen Frantz Fanon über die algerische Revolution, dessen Titel sich aus der Anfangszeile der Internationale, des Lieds der Arbeiterbewegung, ableitet. Über die Zeit hin angelegt, taucht Zehntausend Täuschungen und hunderttausend Tricks an verschiedenen Schauplätzen auf und richtet die Themen auf diese Orte und ihre spezifischen geopolitischen und historischen Verhältnisse aus. Die Schau unternimmt auch Streifzüge in mehrere verwandte Themenfelder und setzt sich mit der heutigen Rolle der Mittelklasse in Revolten in verschiedenen geografischen Regionen, mit Formen des Neokolonialismus, der Konterrevolution und der Kooptierung sowie mit unterschiedlichen Strategien, sich gegen Unterdrückung zur Wehr zu setzen, auseinander.
Die Ausstellung konfrontiert neue Arbeiten mit historischen Positionen und umfasst eine Reihe von Werken aus der Sammlung des 21er Haus/Belvedere, die in Zusammenarbeit mit Luisa Ziaja, Kuratorin im 21er Haus, ausgewählt wurden. Auf Grundlage des initiierten Dialogs mit dem spezifischen Ort verlagert die Ausstellung in einem zweiten Schritt ihre Blickrichtung, um eine Reihe verwandter Themen zu beleuchten, deren Bandbreite von systematischer Intoleranz und dem Aufleben nationalistischer Ressentiments über die Antieinwanderungsgesetze in ganz Europa bis zur Neueinschätzung des Erbes der Moderne und der Rolle von Museen bei der Neugestaltung des Bezugs zwischen Engagement, Selbstreferenzialität und Ästhetik reicht.

Die Künstler der Ausstellung:

Lawrence Abu Hamdan, Martin Arnold, Marwa Arsanios, Sven Augustijnen, Kianoush Ayari, Hicham Benohoud, Gerard Byrne, Filipa César, Céline Condorelli, DAAR, Ramesch Daha, Carola Dertnig, Goran Devic, Roy Dib, Eva Egermann, Simone Fattal, Simohammed Fettaka, Karpo Godina, Nilbar Gürec, Sharon Hayes, Adelita Husni-Bey, Iman Issa, Sanja Ivekovic, Maryam Jafri, Rajkamal Kahlon, Johanna Kandl, Anton Kannemeyer, Gülsün Karamustafa, Runo Lagomarsino, Victoria Lomasko, Maha Maamoun, Jumana Manna, Azzedine Meddour, Edgar Morin & Jean Rouch, Christian Philipp Müller, Tom Nicholson, Daniela Ortiz, Lisl Ponger, Darinka Pop-Mitic, Marta Popivoda, Arnulf Rainer/Dieter Roth, Curt Stenvert, Katarina Sevic & Tehnica Schweiz (Gergely László & Péter Rakosi), Cecilia Vicuna

Zehntausend Täuschungen und hunderttausend Tricks wurde im September 2013 in der Galeria Nova in Zagreb eröffnet. Seine Fortsetzung fand Meeting Points 7 im Oktober 2013 am M HKA in Antwerpen, im Februar 2014 am Contemporary Image Collective (CIC) in Kairo, im März 2014 in Zusammenarbeit mit Para Site in Hongkong und im April 2014 im Beirut Art Center in Beirut. Am 7. Juli eröffnet die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der V-A-C Foundation am Institut für Afrikastudien in Moskau.
Kuratiert wird Meeting Points 7 von What, How & for Whom/WHW, einem 1999 gegründeten Kuratorinnenkollektiv mit Sitz in Zagreb und Berlin. WHW organisiert Produktions-, Ausstellungs- und Publikationsprojekte und leitet die Galeria Nova in Zagreb. Zurzeit arbeitet WHW an einem langfristigen Kooperationsprojekt mit dem Titel Beginning as well as we can (How do we talk about fascism?) und kuratiert die Ausstellung Really Useful Knowledge, die im Oktober im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid eröffnet wird.
Gefördert wird das Projekt von der Ford Foundation, von flämischen Stellen, von der Allianz Kulturstiftung, vom Australia Council for the Arts, von FfAI und von OCA.

Pressebilder sowie ein PDF des Booklets stehen unter www.21erhaus.at/presse kostenlos für Pressezwecke zum Download zur Verfügung (Passwort: pr2014).

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Österreichische Galerie Belvedere
Claudia Bauer
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