- 07.05.2014, 15:06:19
- /
- OTS0213 OTW0213
Die Universität für angewandte Kunst Wien trauert um Maria Lassnig
Wien (OTS) - Maria Lassnig, die zu den bedeutendsten und
erfolgreichsten österreichischen Künstlerinnen der Gegenwart zählte,
leitete von 1980 bis 1989 die Meisterklasse für experimentelles
Gestalten an der Angewandten. Im Zentrum stand die Malerei, ab 1982
kam der Animationsfilm als weitere künstlerische Ausrichtung hinzu.
Sie hat als herausragende Künstlerpersönlichkeit ihre Schülerinnen
und Schüler mitgeformt, geprägt, gefördert und ihnen dennoch genug
Freiraum für die eigene Entfaltung und künstlerische
Weiterentwicklung gewährt.
Geboren 1919 in Kappel am Krappfeld in Kärnten, lebte und
arbeitete Maria Lassnig von 1961-68 in Paris, anschließend in New
York. 1980 erhielt sie einen Ruf an die Hochschule für angewandte
Kunst in Wien, wo sie als erste Frau im deutschsprachigen Raum eine
Malerei-Professur (bis 1997) innehatte. Maria Lassnig wurde für ihr
künstlerisches Lebenswerk mehrfach geehrt und ausgezeichnet, u.a. mit
dem Großen Österreichischen Staatspreis (1988), dem Oskar
Kokoschka-Preis (1998) und dem Max Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt
a. M. (2004). 2002 erhielt sie den Ehrenring der Universität für
angewandte Kunst Wien.
2008 würdigte die Universität für angewandte Kunst Wien ihre
ehemalige Professorin und deren Studentinnen und Studenten im Rahmen
der Ausstellung Mit eigenen Augen im Ausstellungszentrum
Heiligenkreuzer Hof.
Als Vorbild für künstlerische Konsequenz ist Maria Lassnig ihren
Weg unbeirrt von Moden und Kunstmarktmechanismen gegangen. Am 6. Mai
2014 ist sie 94-jährig in Wien verstorben.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | UAK






