Die Universität für angewandte Kunst Wien trauert um Maria Lassnig

Wien (OTS) - Maria Lassnig, die zu den bedeutendsten und erfolgreichsten österreichischen Künstlerinnen der Gegenwart zählte, leitete von 1980 bis 1989 die Meisterklasse für experimentelles Gestalten an der Angewandten. Im Zentrum stand die Malerei, ab 1982 kam der Animationsfilm als weitere künstlerische Ausrichtung hinzu. Sie hat als herausragende Künstlerpersönlichkeit ihre Schülerinnen und Schüler mitgeformt, geprägt, gefördert und ihnen dennoch genug Freiraum für die eigene Entfaltung und künstlerische Weiterentwicklung gewährt.

Geboren 1919 in Kappel am Krappfeld in Kärnten, lebte und arbeitete Maria Lassnig von 1961-68 in Paris, anschließend in New York. 1980 erhielt sie einen Ruf an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wo sie als erste Frau im deutschsprachigen Raum eine Malerei-Professur (bis 1997) innehatte. Maria Lassnig wurde für ihr künstlerisches Lebenswerk mehrfach geehrt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Österreichischen Staatspreis (1988), dem Oskar Kokoschka-Preis (1998) und dem Max Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt a. M. (2004). 2002 erhielt sie den Ehrenring der Universität für angewandte Kunst Wien.

2008 würdigte die Universität für angewandte Kunst Wien ihre ehemalige Professorin und deren Studentinnen und Studenten im Rahmen der Ausstellung Mit eigenen Augen im Ausstellungszentrum Heiligenkreuzer Hof.

Als Vorbild für künstlerische Konsequenz ist Maria Lassnig ihren Weg unbeirrt von Moden und Kunstmarktmechanismen gegangen. Am 6. Mai 2014 ist sie 94-jährig in Wien verstorben.

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