• 07.05.2014, 15:04:34
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Agnes und Karlheinz Essl bedauern Tod von Maria Lassnig

Klosterneuburg/Wien (OTS/Essl Museum) - "Wir bedauern den Tod von
Maria Lassnig zutiefst. Sie war die bedeutendste österreichische
Künstlerin unserer Zeit. Ihr beeindruckendes Schaffen, das bis in die
letzte Phase ihres Lebens anhielt, ist international beispiellos.
Spät aber dafür umso mehr wurde ihre einzigartige Position auf der
ganzen Welt anerkannt. Ihr Werk und ihre Lebensgeschichte werden
immer bleiben", so das Sammlerpaar Agnes und Karlheinz Essl.

Maria Lassnig machte nach einer kurzen und intensiven
Auseinandersetzung zu Beginn der 1950er Jahre mit der Kunst des
Informel die Darstellung des menschlichen Körpers zu ihrem zentralen
Thema. Den Begriff "Körperbewusstseinsmalerei" verwendete die
Künstlerin für Selbstbildnisse, Porträts und Stillleben, in denen sie
körperliche Empfindungen zum Ausdruck bringt. Ihre Bilder sind das
Ergebnis einer genauen Beobachtung und Erforschung des Körpers im
Raum. Bis knapp vor ihren Tod arbeitete die Künstlerin intensiv, nie
ist sie in ihrer Entwicklung stehen geblieben.

Derzeit zeigt das Essl Museum in den Ausstellungen "made in
austria" und "die andere sicht" insgesamt 18 Werke von Maria Lassnig,
11 Malereien und 7 Animationsfilme. Darunter ist auch die "Maria
Lassnig Kantate" aus dem Jahr 1992 zu sehen, ein Film, in dem die
Künstlerin die Stationen ihres Lebens besingt.

Wie kaum eine andere Künstlerin ist Maria Lassnig in all ihren
Schaffensphasen in der Sammlung Essl vertreten. Das früheste Werk
stammt aus 1951. Agnes und Karlheinz Essl sammeln seit den 1980er
Jahren Werke von Maria Lassnig.

"made in austria" ist noch bis 24. August, "die andere sicht" noch
bis 21. September 2014 im Essl Museum zu sehen.

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