Mailath zum Tod von Maria Lassnig: "Eine der wirkungsmächtigsten Künstlerinnen weltweit"

Wien (OTS) - "Maria Lassnig war eine der wichtigsten Vertreterinnen der europäischen Avantgarde", reagierte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny auf den Tod der außergewöhnlichen Künstlerin, Biennale- und documenta-Teilnehmerin. "Sie war eine große, unangepasste und gefühlvolle Künstlerin, die ohne Glamour zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen weltweit wurde. Lassnig hat sich trotz vieler Widerstände als Frau in einem weitgehend männlich dominierten Kunstbetrieb behauptet. Sie stellte als eine der ersten Künstlerinnen den weiblichen Körper ins Zentrum ihres Werks. Mit ihren 'Körperbewusstseinsbildern' und ihrer frühen Position zum Weiblichen in der Kunst setzte sie neue Maßstäbe und wurde so zum Vorbild für nachfolgende Generationen. Ihren wachen Blick, ihren künstlerischen Fokus auf körperliche Empfindungen, ihre Kreativität und ihren ungebrochenen Schaffensdrang bewahrte sie sich bis ins hohe Alter. Sie bleibt der Kunstwelt unvergesslich. In Wien erinnern ein starkes Porträt Helmut Zilks im Wiener Rathaus und einige bedeutende Werke in der stadteigenen Kunstsammlung an sie. Maria Lassnigs Leben und Karriere verkörpern geradezu symbolhaft eine Künstlerinnenlaufbahn des 20. Jahrhunderts - als solche ist sie aus dem Kanon der großen österreichischen KünstlerInnen nicht wegzudenken", schloss Mailath.

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