- 06.05.2014, 11:55:31
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BZÖ präsentierte 3-Punkte Programm für europaweiten Tierschutz
Verbot von Lebendtiertransporten, Nein zu Tötungsstationen, Europaweites Tierschutzgesetz auf höchstem Niveau
Utl.: Verbot von Lebendtiertransporten, Nein zu Tötungsstationen,
Europaweites Tierschutzgesetz auf höchstem Niveau =
Graz (OTS) - Seit vielen Jahren setzt sich das BZÖ für die Schaffung
eines bundeseinheitlichen Tierschutzgesetzes ein. Im Fokus stehen
dabei verpflichtende und strengere Tierschutzstandards. Diese werden
nun auch auf europäischer Ebene gefordert. Bei der heutigen
Pressekonferenz des BZÖ in Graz stellten Bündnisobmann Gerald Grosz
und EU-Wahl-Spitzenkandidatin Mag. Angelika Werthmann ihr 3-Punkte
Programm zum Wohle der Tiere vor.
"Für manche Staaten innerhalb der Europäischen Union ist
Tierschutz immer noch ein Fremdwort", erklärte BZÖ-Chef Gerald Grosz
bei der heutigen BZÖ-Pressekonferenz in Graz zum Thema Tierschutz.
Grosz formulierte damit bereits zu Beginn seine Bedenken, dass es
bestimmt ein schwieriger Schritt sein werde, EU-weit ein
einheitliches Gesetz zum Wohle der Tiere zu schaffen. "In rumänischen
Tötungsstationen werden Hunde immer noch unter widrigsten Bedingungen
gehalten und grausam exekutiert." Hier habe die EU trotz ihres
unermesslichen Regulierungszwanges noch keine Sanktionen setzen
können. Man müsse den Tötungsstationen europaweit einen Riegel
vorschieben. Dazu soll die Europäische Union für mehr
Bewusstseinsbildung sorgen. Brüssel soll sich dazu auch klarer gegen
den illegalen Welpenhandel aussprechen.
Als zweiten Punkt sieht das BZÖ es als unerlässlich, auch die
Tierindustrie in die Pflicht zu nehmen. Ziel muss sein, das Leid der
Tiere so gut weit als möglich zu minimieren. Werthmann spricht
hierbei vom Musterland Schweiz, die Lebendtiertransporten die rote
Karte zeigt. In der Europäischen Union züchte man Hühner in
Deutschland, transportiert sie zum Schlachten nach Italien, um sie
anschließend wieder in Bayern zu verkaufen, so Werthmann."Die Tiere
sollen an dem Ort geschlachtet werden, wo sie auch aufgezüchtet
wurden." Damit fordert die EU-Wahlspitzenkandidatin Mag. Angelika
Werthmann neben
einem sofortigen Stopp von Subventionen für Lebendtiertransporten
auch die Förderung regionaler Schlachtbetriebe. Es liege vor allem
auch in der Verantwortung der Landwirtschaft, für eine artgerechte
und biologisch adäquate Tierhaltung zu sorgen, so Werthmann.
Zum Thema artgerechter Tierhaltung spricht sich das BZÖ auch klar
gegen die Einfuhr gefährdeter Tierarten in die EU aus. Um dieses Ziel
zu erreichen, soll eine Vereinheitlichung der Strafen für
Tierschmuggler auf europäischer Ebene angestrebt werden. Gezielte
Grenzkontrollen auch innerhalb der EU sollen den Schmuggel
gefährdeter Tierarten und Wildtiere unterbinden. BZÖ-Obmann Gerald
Grosz stellt abschließend fest, dass die Art, wie wir mit Tieren
umgehen, ein Spiegel unserer Gesellschaft ist. Deshalb sei es umso
wichtiger, eine Vereinheitlichung des Tierschutzes auf europäischer
Ebene zu forcieren.
BZÖ-Programm für einen europaweiten Tierschutz im Detail:
Über viele Jahre hat sich das BZÖ für die Schaffung eines
bundeseinheitlichen Tierschutzgesetzes eingesetzt. Nun ist unser
Ziel, die unterschiedlichen Tierschutzstandards der Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union auf höchsten Standard zu vereinheitlichen bzw.
strenge Tierschutzstandards für Mitgliedsstaaten der EU festzulegen,
die den Tierschutz nach wie vor nicht in ihren nationalen Gesetzen
verankert haben. Daher fordern wir: Ein europaweit strenges und
einheitliches Tierschutzgesetz und Einsetzung eines europäischen
Tierschutzrates!
1. Schmerz und Leid von Tieren muss abgewendet werden. Für manche
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist Tierschutz ein Fremdwort
(z.B. Rumänien etc.). Daher fordern wir:
- Nein zum illegalen Welpenhandel!
- Sofortiges europaweites Verbot von Tötungsstationen, wie sie
derzeit in Süd- und Osteuropa existieren.
-Bewusstseinsbildung über die Notwendigkeit von Tierheimen in den
Mitgliedsstaaten der EU!
2. Die Schweiz ist unser Vorbild - sie hat ihre geltenden
Verbotsbestimmungen für den Transit von Schlachttieren erweitert.
Daher fordern wir:
- Keine Lebendtiertransporte in der Europäischen Union!
- Keine EU-Förderungen für den Transport von Schlachttieren!
- Strenge Tiertransport-Kontrollen an den nationalen Grenzen
innerhalb der Europäischen Union!
- Förderung von regionalen Schlachtbetrieben!
- Ausbau der Förderung für artgerechte und biologisch gerechte
Tierhaltung in der Landwirtschaft!
3. Artgerechte Tierhaltung und der Schutz von Wildtieren muss ein
Ziel der EU werden. Daher fordern wir:
- Keine Einfuhr von Produkten gefährdeter Tierarten in die
Europäische Union!
- Vereinheitlichung der Strafen für Tierschmuggler auf europäischer
Ebene!
- Gezielte Kontrollen an allen nationalen Grenzübergängen innerhalb
der EU gegen den Schmuggel von Produkten gefährdeter
Tierarten/Wildtiere!
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