- 06.05.2014, 11:29:02
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1700 Tonnen Müll werden jährlich auf der Autobahn "entsorgt"
98 Prozent der Verkehrsteilnehmer ärgern sich über während der Fahrt weggeworfenen Mist

Utl.: 98 Prozent der Verkehrsteilnehmer ärgern sich über während der
Fahrt weggeworfenen Mist =
Wien (OTS) - Zigarettenstummeln, Verpackungsmüll aller Art, sogar
Dosen und Flaschen landen tagtäglich links und rechts sowie direkt
auf der Autobahn, weil manche Verkehrsteilnehmer während der
Autofahrt den Müll einfach aus dem Autofenster werfen. Mit der
Kampagne "Mach keinen Mist" will die ASFINAG daher jetzt dem
Müllproblem auf der Autobahn zu Leibe rücken. "Es ist ja nicht nur
ein Ärgernis für andere Verkehrsteilnehmer und ein Kostenfaktor für
uns, sondern das kann auch zu einem Sicherheitsrisiko werden", sagte
ASFINAG-Geschäftsführer Josef Fiala beim Pressegespräch zum Auftakt
der Kampagne. Denn Müll, der auf der Fahrbahn liegt, kann zu
unkontrollierten Reaktionen, Ausweichmanövern und in Folge auch zu
Unfällen führen. Deshalb der ASFINAG-Appell: "Bitte fahren Sie auf
einen unserer Park- oder Rastplätze. Dort stellen wir ausreichend
Müllcontainer zur Verfügung, die auch regelmäßig von unseren
Mitarbeitern oder beauftragten Unternehmen entleert werden", sagt
Klaus Fink, Geschäftsführer der ASFINAG ASG für Tirol und Vorarlberg.
Den wissenschaftlichen Aspekt dabei erläuterte der bekannte
Physiker Werner Gruber auf seine besondere humorvolle Art: "Müll auf
der Autobahn ist natürlich ein Sicherheitsrisiko, aber auch die
Auswirkungen auf die Tierwelt werden unterschätzt. Zum Beispiel
mussten in nur einem Bezirk in Niederösterreich im Vorjahr zehn Kühe
operiert werden, weil sie Dosen mitgefressen haben."
Die "schmutzigen" Fakten:
Insgesamt sind es 1700 Tonnen, die jedes Jahr von mehr als 1000
ASFINAG-Mitarbeitern in Handarbeit aufgesammelt werden müssen. Beim
"Frühjahrsputz" von nur einer der insgesamt 43 Autobahnmeistereien
fallen dadurch bis zu 1500 Müllsäcke an. Aus dem Autofenster geworfen
oder neben der Fahrbahn abgeladen werden unter anderem Apfelreste,
Zigarettenstummeln, Verpackungen und Dosen, Flaschen, Eierkartons,
Sicherheitsgurte, Leuchtbänder, Musik-CDs, Pannendreiecke,
Unterwäsche, Werkzeug oder auch alte Autoreifen. Und sogar
Schrott-Pkw oder Motorräder wurden bereits entlang einer Autobahn
entsorgt.
Das sagen die Autofahrer:
500 regelmäßige Nutzer der Autobahnen und Schnellstraßen wurden im
Auftrag der ASFINAG vom Ifes-Institut anonym befragt, alle
Altersgruppen waren dabei repräsentativ vertreten. 16 Prozent gaben
an, schon einmal selbst Zigarettenstummeln während der Fahrt aus dem
Fenster geworfen zu haben, bei anderen beobachtet wurde dieses
Verhalten aber von 65 Prozent. Nur ein Prozent gab an, Verpackungen
oder Getränkedosen während der Fahrt hinausgeworfen zu haben, 28
Prozent hingegen haben das bei anderen aber sehr wohl bereits
gesehen. Hingegen stellt Müll auf der Fahrbahn für 98 Prozent ein
großes Ärgernis dar. Großzügiger ist der Österreicher nur bei
Zigarettenstummeln - fliegt so einer aus dem Autofenster ärgert das
aber immer noch 70 Prozent sehr oder "eher schon".
Und das tut die ASFINAG:
Mehr bewusstseinsbildende Maßnahmen, um gedankenlosen
Umweltverschmutzern ihr unerwünschtes Verhalten deutlicher vor Augen
zu führen, wünscht sich eine breite Mehrheit der Autofahrer. 85
Prozent der Befragten halten eine entsprechende Kampagne für "sehr
und eher wichtig". Deshalb informiert die ASFINAG in den kommenden
Wochen verstärkt auf 110 Plakaten in ganz Österreich, über Radiospots
und durch Inserate in Tageszeitungen sowie auch in Online-Medien,
dass Mist nicht auf die Autobahn gehört, sondern in die Tonne am
nächsten Park- oder Rastplatz. Auf 121 Parkplätzen und mittlerweile
bereits 42 neuen ASFINAG-Rastplätzen gibt es insgesamt 2475
Müllcontainer, die regelmäßig entleert werden, zu den
Hauptreisezeiten in erhöhten Intervallen.
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