- 01.05.2014, 08:34:27
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FCG-Schnedl: Wir brauchen mehr unbefristete Vollzeitarbeitsplätze
Unbefristete Vollzeitarbeitsplätze statt prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind das Rezept aus der Krise
Utl.: Unbefristete Vollzeitarbeitsplätze statt prekäre
Beschäftigungsverhältnisse sind das Rezept aus der Krise =
Wien (OTS/FCG) - "Leiharbeit und prekäre Beschäftigungsformen dürfen
nicht zu Regelbeschäftigungsformen werden. Vor allem
Produktionsbetriebe nützen diese Möglichkeiten immer stärker, um den
Personalstand flexibel halten zu können. Diese Flexibilität geht zu
Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", benennt
Bundesvorsitzende der Christgewerkschafterinnen und
Christgewerkschafter, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, anlässlich
des Tages der Arbeit ein immer größer werdendes Problem.
"Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen mehr unbefristete
Vollzeitarbeitsplätze damit sie auf eine langfristige berufliche
Perspektive bauen können. Das ist zum Nutzen aller. Einerseits können
dadurch langfristige Ausgaben geplant werden, was der Wirtschaft
zugute kommt, andererseits werden durch qualitative Arbeitsplätze
Wohlstand gesichert und die sozialen Sicherungssysteme entlastet", so
Schnedl weiter.
"Es muss endlich damit Schluss sein, dass immer mehr Konzerne und
Produktionsbetriebe prekäre Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse
schaffen, um noch mehr Profit zu erwirtschaften. Das hat mit
Wirtschaft nichts mehr zu tun. Das ist zum Selbstzweck verkommene
verantwortungslose Bereicherung zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer", kritisiert Schnedl die Vorgangsweise mancher großer
Konzerne und Produktionsbetriebe. "Diejenigen, die soziale
Verantwortung ernst nehmen, kommen dadurch unter Druck und
unbefristete Beschäftigungsverhältnisse werden immer weniger."
"Wir brauchen eine Trendwende. Leiharbeit und prekäre Beschäftigung
müssen zur Ausnahme und klar beschränkt werden. Zum Beispiel sollten
maximal 10 Prozent Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer als
Obergrenze in einem Betrieb zugelassen werden und diesbezüglich muss
eine stärkere Mitbestimmung der Arbeitnehmervertreterinnen und
-vertreter greifen", schlägt Schnedl abschließend Maßnahmen zur
Reduzierung von Leiharbeit vor.
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