• 30.04.2014, 10:33:21
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"Aus Opfern werden aktive Bürgerinnen, die Gesellschaft verändern"

Kontinente-übergreifender Erfahrungsaustausch zum Umgang mit Missbrauch am 7. Mai 2014

Utl.: Kontinente-übergreifender Erfahrungsaustausch zum Umgang mit
Missbrauch am 7. Mai 2014 =

Wien (OTS) - "Mit ganzheitlicher Bildung gelingt es, die Situation
des Individuums zu verbessern, globale, gesellschaftliche
Handlungsräume zu öffnen und eine aktive, mündige Bürgerschaft zu
fördern. Die öffentlichkeitswirksamen Kampagnen (gegen
Kindesmissbrauch) und überraschend 'andere' Verhaltensweisen der von
(der Organisation) SEPAMOS betreuten Kinder und Jugendlichen
verändern Schritt für Schritt eine ganze Gesellschaft", schreibt
Maria Sofaly, Bildungsreferentin vom Welthaus Wien der Katholischen
Aktion (KA), in ihrem Resümee nach einem Lokalaugenschein in
Bolivien. Diese Einsichten sind Grund genug für die KA,
SEPAMOS-Mitarbeiterinnen nach Österreich einzuladen und ihre
Erfahrungen auch unserem Land zur Verfügung zu stellen.

Durch Diskussion mit Weltblick über Präventionsstrategien zu
Missbrauch und Gewalt ...

Unter diesem Titel "Missbrauch und Gewalt verhindern! In Familie -
Kirche - Internet", ladet daher das Welthaus Wien, die
entwicklungspolitische Plattform der Katholischen Aktion, gemeinsam
mit der Stabstelle für Missbrauchs -und Gewaltprävention, Kinder- und
Jugendschutz der Erzdiözese Wien, am Mittwoch, den 7. Mai um 18.30
Uhr in den Hildegard Burjan Saal am Stephansplatz 6 zu einem "Blick
über den Tellerrand hinaus nach Bolivien" ein.

In dieser Begegnung über Kontinente und Grenzen hinweg teilen die
bolivianische Sozialarbeiterin Rosario Espinal von SEPAMOS, die
Wiener Theologin Martina Greiner-Lebenbauer von der Stabstelle für
Missbrauchs -und Gewaltprävention und Katrin Lankmayer von der
Organisation ECPAT ihre Einsichten und Erfahrungen unter der
Moderation des Gemeindeberaters Thomas Ertl. Diese "Diskussion mit
Weltblick über Hintergründe und Auswege von Gewalt an drei
ausgewählten Orten" hat zum "Ziel, einem umfassenden Austausch und
Lösungsmöglichkeiten für gesellschaftliche Bereiche anzuregen", heißt
es in der Einladung. Ergänzend dazu wird der Geschlechterforscher
Paul Scheibelhofer einen Blick auf Männlichkeitsbilder werfen und
aufzeigen, "unter welchen Umständen Männlichkeit und Gewalt
zusammenwirken und welche Männlichkeitsbilder Gewalt fördern", heißt
es ergänzend dazu.

Förderung der Menschenrechte und integrale Bildung

"Unsere Gäste aus Bolivien, Rosmeri Condori und Rosario Espinal
kennen die Probleme. Mit ihrem Team der Organisation SEPAMOS arbeiten
sie in soziale Sektoren, in denen grundsätzliche Menschenrechte meist
nicht beachtet werden. Die Bewusstseinsbildung hinsichtlich
individueller und politischer Rechten und die Vermittlung von Werten
sind daher zentrale Aspekte ihrer Arbeit. Auch die Zusammenarbeit mit
Eltern, LehrerInnen, PolizistInnen und PolitikerInnen, sowie die
Unterstützung, Förderung und Stärkung von (Missbrauchs-)Opfer zählen
dazu", erzählt Maria Sofaly.

Durch das von der staatlichen ADA (Austrian Development Agency)
und der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar co-finanzierte
Projekt "Begegnung mit Gästen" wird es in Kooperation mit zahlreichen
anderen Organisationen in sechs verschiedenen österreichischen
Bundesländern zu einem länderübergreifenden Erfahrungsaustausch in
Schulen, Pfarren und sonstigen Institutionen kommen.

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