- 30.04.2014, 09:44:05
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FSG-Wien-Meidlinger: Europa sozialer wählen
Wirtschaftsvertreter schädigen Standort Österreich
Utl.: Wirtschaftsvertreter schädigen Standort Österreich =
Wien (OTS/FSG) - "Wir können Europa sozialer wählen", stellt der
Vorsitzende der FSG-Wien, Christian Meidlinger, im Hinblick auf die
Wahlen zum Europäischen Parlament am 25. Mai in seinem Aufruf zum 1.
Mai fest. Gleichzeitig kritisiert der Wiener FSG-Vorsitzende jene
Wirtschaftsvertreter, die in den vergangenen Wochen eine mehr als
schädliche Standortdiskussion vom Zaune gebrochen haben. Kritik übte
er auch am designierten Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter
Ruck, der sich gleich mit dem Ladenhüter Sonntagsöffnung in Szene
gesetzt hat.++++
"Mit einer gestärkten Sozialdemokratie im EU-Parlament und einem
Kommissionspräsidenten Martin Schulz kann die EU die Wende hin zu
einer sozialen Union schaffen", ist Meidlinger überzeugt. Dabei müsse
es einen Neustart der europäischen Wirtschaft mit einer
Arbeitsplatzoffensive geben. Meidlinger: "Die bisherige Politik hat
die Finanzspekulanten weiter walten lassen, Arbeitsplätze vernichtet
und in weiten Teilen der Union vor allem der Jugend ihre Zukunft
geraubt. Damit muss Schluss sein und am 25. Mai ist die beste
Gelegenheit diesen Schlussstrich zu ziehen."
Einen Schlussstrich fordert der FSG-Wien-Vorsitzende auch bei der
mehr als jämmerlichen Debatte um den Wirtschaftsstandort Österreich.
Meidlinger: "Es sind immer die gleichen Wirtschaftskapitäne, die über
die angeblich so hohen Belastungen für die Betriebe klagen und eine
Drohung nach der anderen ausstoßen. Damit gefährden diese Manager und
Wirtschaftsvertreter erst den Standort." Nötig seien vielmehr, so der
FSG-Wien-Vorsitzende, ManagerInnen, die mit Weitblick gemeinsam mit
der Politik Investitionen in die Zukunft tätigen, um Arbeitsplätze zu
schaffen und zu sichern.
Meidlinger fordert eine Steuerreform, die für die ArbeitnehmerInnen
eine spürbare Entlastung bringte. "Es muss endlich mehr Netto vom
Brutto bleiben", so der FSG-Wien-Vorsitzende. Zusätzlich erneuerte er
die Forderung nach einer 6. Urlaubswoche für alle ArbeitnehmerInnen
nach 25 Arbeitsjahren, egal wie viel Arbeitgeber sie in dieser Zeit
hatten. Weiters sei es auch an der Zeit, dass 1.500 Euro Brutto pro
Monat für alles Beschäftigten Realität werden. Meidlinger: "Mehr Geld
in der Hand der ArbeitnehmerInnen bedeutet mehr Kaufkraft und kurbelt
die Wirtschaft an und trägt zur Standortsicherheit bei."
Seit 2000 wuchs Wien um 190.000 Menschen, das entspricht der
Bevölkerung der Stadt Linz. Bis 2035 werden weitere rund 250.000
Menschen prognostiziert - etwa so viele, wie Graz Einwohner hat. Über
90 Prozent sind laut Umfragen mit der Lebensqualität sehr zufrieden
oder zufrieden. Meidlinger: "Das ist eine gewaltige Herausforderung
mit enormen Chancen, die genützt werden müssen. Da sind gemeinsame
Anstrengungen notwendig." Davon dürfte der zukünftige Chef der Wiener
Wirtschaftskammer Ruck wenig halten. Er tischte gleich vor Beginn
seiner Amtszeit den Ladenhüter Sonntagsöffnung auf. Meidlinger: "Der
Sonntagsöffnung erteile ich eine klare Abfuhr."
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