FSG-Wien-Meidlinger: Europa sozialer wählen

Wirtschaftsvertreter schädigen Standort Österreich

Wien (OTS/FSG) - "Wir können Europa sozialer wählen", stellt der Vorsitzende der FSG-Wien, Christian Meidlinger, im Hinblick auf die Wahlen zum Europäischen Parlament am 25. Mai in seinem Aufruf zum 1. Mai fest. Gleichzeitig kritisiert der Wiener FSG-Vorsitzende jene Wirtschaftsvertreter, die in den vergangenen Wochen eine mehr als schädliche Standortdiskussion vom Zaune gebrochen haben. Kritik übte er auch am designierten Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck, der sich gleich mit dem Ladenhüter Sonntagsöffnung in Szene gesetzt hat.++++
"Mit einer gestärkten Sozialdemokratie im EU-Parlament und einem Kommissionspräsidenten Martin Schulz kann die EU die Wende hin zu einer sozialen Union schaffen", ist Meidlinger überzeugt. Dabei müsse es einen Neustart der europäischen Wirtschaft mit einer Arbeitsplatzoffensive geben. Meidlinger: "Die bisherige Politik hat die Finanzspekulanten weiter walten lassen, Arbeitsplätze vernichtet und in weiten Teilen der Union vor allem der Jugend ihre Zukunft geraubt. Damit muss Schluss sein und am 25. Mai ist die beste Gelegenheit diesen Schlussstrich zu ziehen."
Einen Schlussstrich fordert der FSG-Wien-Vorsitzende auch bei der mehr als jämmerlichen Debatte um den Wirtschaftsstandort Österreich. Meidlinger: "Es sind immer die gleichen Wirtschaftskapitäne, die über die angeblich so hohen Belastungen für die Betriebe klagen und eine Drohung nach der anderen ausstoßen. Damit gefährden diese Manager und Wirtschaftsvertreter erst den Standort." Nötig seien vielmehr, so der FSG-Wien-Vorsitzende, ManagerInnen, die mit Weitblick gemeinsam mit der Politik Investitionen in die Zukunft tätigen, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.
Meidlinger fordert eine Steuerreform, die für die ArbeitnehmerInnen eine spürbare Entlastung bringte. "Es muss endlich mehr Netto vom Brutto bleiben", so der FSG-Wien-Vorsitzende. Zusätzlich erneuerte er die Forderung nach einer 6. Urlaubswoche für alle ArbeitnehmerInnen nach 25 Arbeitsjahren, egal wie viel Arbeitgeber sie in dieser Zeit hatten. Weiters sei es auch an der Zeit, dass 1.500 Euro Brutto pro Monat für alles Beschäftigten Realität werden. Meidlinger: "Mehr Geld in der Hand der ArbeitnehmerInnen bedeutet mehr Kaufkraft und kurbelt die Wirtschaft an und trägt zur Standortsicherheit bei."
Seit 2000 wuchs Wien um 190.000 Menschen, das entspricht der Bevölkerung der Stadt Linz. Bis 2035 werden weitere rund 250.000 Menschen prognostiziert - etwa so viele, wie Graz Einwohner hat. Über 90 Prozent sind laut Umfragen mit der Lebensqualität sehr zufrieden oder zufrieden. Meidlinger: "Das ist eine gewaltige Herausforderung mit enormen Chancen, die genützt werden müssen. Da sind gemeinsame Anstrengungen notwendig." Davon dürfte der zukünftige Chef der Wiener Wirtschaftskammer Ruck wenig halten. Er tischte gleich vor Beginn seiner Amtszeit den Ladenhüter Sonntagsöffnung auf. Meidlinger: "Der Sonntagsöffnung erteile ich eine klare Abfuhr."

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