• 30.04.2014, 09:01:13
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NEWS: Die haarsträubenden Protokolle der Unfallchirurgie in Graz

Neun Stunden ohne Operations-Mannschaft, erschöpfte Ärzte, zu wenig Platz für Schwerverletzte - und Berater behaupten trotzdem, es gibt zu viel Personal.

Utl.: Neun Stunden ohne Operations-Mannschaft, erschöpfte Ärzte, zu
wenig Platz für Schwerverletzte - und Berater behaupten
trotzdem, es gibt zu viel Personal. =

Wien (OTS) - Seit Monaten herrscht an der Klinik für Unfallchirurgie
des Landeskrankenhauses Graz (LKH) Ausnahmezustand. Nach fragwürdigen
Personalmaßnahmen und einer umstrittenen Evaluierung durch Berater
eskaliert die Lage nun jedoch völlig.

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe
über zahlreiche Problemfälle, die sich im Vorjahr an der Grazer
Unfallchirurgie innerhalb nur weniger Wochen zugetragen haben. Aus
Protokollen geht unter anderem hervor, weshalb die wichtigste
Schwerstverletzten-Versorgungsklinik der Steiermark an einem
Wochenende neun Stunden lang ohne Operations-Mannschaft dastand,
weshalb es zu wenig Platz für eine verletzte Sportlerin gab und
weshalb ein Schwerstverletzter unter nicht sterilen Bedingungen
verarztet werden musste.

Die Spitalsführung sieht bei sich keinen Fehler. Sie beruft sich
auf ein Beratungsunternehmen, das ausgerechnet hat, dass es sogar zu
viel Personal an der Unfallchirurgie gebe. Auch im Vorfeld sorgten
die Berater für Verwunderung. Sie stellten zur Debatte, ob man bei
bestimmten Diagnosen Operationen nicht verschieben könnte. Bei
einzelnen dieser Diagnosen könnte das jedoch - Experten zufolge -
bedrohliche Auswirkungen für die Patienten haben.

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