- 29.04.2014, 13:48:05
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Kirche und NGOs "erschüttert" über Budgetpläne bei EZA
Budgetvoranschlag für 2015 sieht deutliche Kürzungen bei direkter Projekthilfe in der Entwicklungszusammenarbeit vor
Utl.: Budgetvoranschlag für 2015 sieht deutliche Kürzungen bei
direkter Projekthilfe in der Entwicklungszusammenarbeit vor =
Wien, 29.04.14 (KAP) Eine "Bankrotterklärung" der Regierung im
Bereich Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe sehen
katholische Kirche und NGOs in den am Dienstag von Finanzminister
Michael Spindelegger präsentierten Budgetplänen. Darin ist für das
Jahr 2015 eine Kürzung der staatlichen Mittel für direkte
Projekthilfe in Armutsgebieten um mehr als ein Fünftel vorgesehen.
Man sei "erschüttert" über die Kürzungen hieß es in einer ersten
Reaktion der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für
internationale Entwicklung und Mission (KOO). "Erst zum Osterfest
hat Papst Franziskus zur Hilfe für Opfer von Gewalt, Krankheit und
Armut aufgerufen. Diese Menschen dürfen wir nicht im Stich lassen",
appellierte der Linzer Bischof Ludwig Schwarz in seiner Funktion als
KOO-Vorsitzender an die Verantwortung der Bundesregierung. "Durch
Entwicklungszusammenarbeit kann mit vergleichsweise kleinen Beträgen
Überleben und Zukunftschancen für viele Menschen gesichert werden.
Haben wir ein Recht, ihnen das wegzunehmen?", wandte sich Bischof
Schwarz an die Regierung.
Konkret ist im Budgetvoranschlag für das Jahr 2015 eine weitere
massive Kürzung des Budgets der staatlichen Entwicklungshilfeagentur
ADA (Austrian Development Agency) festgeschrieben.
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