- 29.04.2014, 13:12:52
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Mehr Sprache, mehr Zukunftschancen
Land Vorarlberg forciert frühe Sprach- und Leseförderung
Utl.: Land Vorarlberg forciert frühe Sprach- und Leseförderung =
Bregenz (OTS/VLK) - Das Land Vorarlberg wird sein Engagement in
Sachen frühe Sprach- und Leseförderung weiter verstärken, weil dies
eine entscheidende Grundlage für Bildung und Zukunftschancen der
Kinder ist, betonten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrätin
Greti Schmid im Pressefoyer am Dienstag, 29. April 2014. Durch den
Ausbau der Initiative "Kinder lieben Lesen" sowie im Rahmen von
Elternbildungs- und Elternberatungsangeboten wird dieser Bereich
zusätzlich forciert.
Seit dem Start von "Kinder lieben Lesen" im Oktober 2011 wurden
zwei Drittel der Neugeborenen in Vorarlberg von ihren Eltern für die
Aktion angemeldet. Im Alter von sechs und 18 Monaten bekommen sie
Buchpakete zugeschickt, um die jungen Eltern zu motivieren, möglichst
früh damit zu beginnen, den Kindern vorzulesen und zu erzählen.
Heuer investiert das Land Vorarlberg 170.000 Euro in die
Initiative "Kinder lieben Lesen". Ziel ist es, künftig noch mehr
Kinder - insbesondere solche aus Familien mit nicht-deutscher
Muttersprache - für die Initiative zu gewinnen, sagte LH Wallner. So
wird der Anmeldefolder in einer mehrsprachigen Variante (sechs
Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Serbokroatisch, Türkisch,
Russisch) aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus wird ab Herbst 2014
ein drittes kostenloses Buchpaket verteilt, und zwar an alle
Dreijährigen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen und
Kindergärten betreut werden. Derzeit beträgt die Betreuungsquote der
Dreijährigen ca. 90 Prozent.
Auch über den Mutter-Kind-Pass werden alle werdenden Mütter
künftig auf das Thema frühe Sprachförderung angesprochen, indem die
Bestellkarte für die Broschüre "Die cleveren Seiten für Familien"
beigelegt wird.
Landesrätin Schmid unterstrich die besondere Bedeutung der ersten
Lebensphase für die spätere Entwicklung von Kindern. Neben den
Grundbedürfnissen Essen und Trinken sei es wichtig, sich mit dem Kind
zu beschäftigen und ihm Zuwendung zu widmen. "Alles was in dieser
Zeit versäumt wird, kann später Auswirkungen haben. Es entscheidet
sich sehr früh, ob ein Kind kontaktfähig ist und welche Gewalt- und
Suchtpotenziale es entwickelt. Und auch die Sprachentwicklung eines
Kindes beginnt bereits ab dem Moment der Geburt", so Schmid. Mit den
"Frühen Hilfen" und "Kinder lieben Lesen" habe Vorarlberg zwei
einzigartige Initiativen zur Unterstützung der Eltern.
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