• 29.04.2014, 10:33:51
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  • OTS0107 OTW0107

GLOBAL 2000: Neues Atomkraftwerk nur 30 km von Österreich entfernt - Vorbereitungsarbeiten beginnen heute

Neuer Block bzw. Verlängerung der 4 veralteten, bestehenden Blöcke um 10 bis 20 Jahre in Dukovany in Vorbereitung. Enorme Gefährdung durch sehr niedriges Sicherheitsniveau.

Utl.: Neuer Block bzw. Verlängerung der 4 veralteten, bestehenden
Blöcke um 10 bis 20 Jahre in Dukovany in Vorbereitung. Enorme
Gefährdung durch sehr niedriges Sicherheitsniveau. =

Wien/Prag/Dukovany (OTS) - am 29.4.2014: GLOBAL 2000 nimmt heute an
der Konferenz "Nuclear Energy Conference 2014" in Prag teil, eine
wichtige österreichische Intitiative zur Sicherheit der heimischen
Bevölkerung. "Ökonomische Gründe führten vor kurzem zum Aus für
Temelin, als bekannt wurde, dass die Regierung die geplanten Blöcke 3
und 4 nicht über eine fixe Einspeisegarantie stützen würde. In Folge
wurde das Auswahlverfahren für die Reaktoren eingestellt.
Gleichzeitig begannen jedoch heute die geologischen Untersuchungen
für den Neubau des fünften Blockes am Standort Dukovany, nur 30 km
von der österreichischen Grenze entfernt." Unter anderem soll gerade
ein Monitoring des Grundwassers am künftigen Standort des 5. Blocks
eingerichtet werden.

Sehr niedriges Sicherheitsniveau der vier veralteten Blöcke

In Dukovany sind bereits 4 Blöcke des VVER 400/213 in Betrieb und
stellen durch ihr sehr niedriges Sicherheitsniveau eine enorme
Gefährdung der Bevölkerung dar. Um diesen Standort zu halten, sollen
jedoch nicht nur diese veralteten Blöcke um 10 bzw. 20 Jahre im
Betrieb verlängert werden, sondern noch ein weiterer Block gebaut
werden, der in etwa 2025 in Betrieb geht und dann 60 Jahre laufen
könnte.

Von Tschechien weit unterschätzt: Seismische Gefährdung und Bedarf
für Kühlwasser

Patricia Lorenz, Atomsprecherin von GLOBAL 2000: "Zu den größten
Problemen dieses Standortes gehören eine von der tschechischen Seite
stets unterschätzte seismische Gefährdung und zu wenig Wasser für den
hohen Bedarf, vor allem an Kühlwasser. Diese Probleme gelten auch für
einen neuen Block. Wir werden uns gegen ein weiteres nukleares Risiko
an unserer Grenze wehren."

Umweltverträglichkeitsprüfung wird vorbereitet

Anscheinend wird bereits die Umweltverträglichkeitsprüfung
vorbereitet, die grenzüberschreitend und somit unter Beteiligung von
Österreich durchgeführt werden müsste. Die Finanzierung ist noch
intransparent, jedoch sprechen Gerüchte davon, dass ein
Staatsunternehmen gegründet werden soll, um die Kosten auf den
Steuerzahler abwälzen zu können.

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