• 29.04.2014, 10:18:58
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Verkehrsexperten legten Konzept für Querungen auf der Mariahilfer Straße vor

Vier Querungen für den Lieferverkehr, zwei für den Individualverkehr

Utl.: Vier Querungen für den Lieferverkehr, zwei für den
Individualverkehr =

Wien (OTS) - Ein unabhängiges Team aus VerkehrsexpertInnen hat der
Stadt Wien heute ihr Konzept für Querungen und Verkehrsberuhigung
rund um die Mariahilfer Straße vorgelegt. Das Team - bestehend aus
Werner Rosinak (Büro Rosinak und Partner), Romain Molitor (Büro
komobile) und Harald Frey (TU Wien), das in Folge der
BürgerInnenbefragung zur Mariahilfer Straße mit der Ausarbeitung
einer Verkehrslösung beauftragt worden war, schlägt auf der Basis
umfangreicher Analysen und zahlreicher Gespräche mit Wirtschaft,
Bezirken und Bürgerinitiativen nun vor, vier Querungen für den
Lieferverkehr vorzusehen, sowie zwei für den Individualverkehr. Dazu
kommen Zufahrtsrouten in die Bezirke Mariahilf und Neubau über die
Begegnungszonen auf der Mariahilfer Straße. Ebenso sieht das Konzept
Maßnahmen zur Verhinderung von Durchzugsverkehr durch die Wohngebiete
vor, um dem Wunsch nach Verkehrsberuhigung Rechnung zu tragen.

Die Vorgaben für das Expertenteam lauteten:

- Querungen ja - Durchzugsverkehr Nein
- Ungestörtes Flanieren in der Fußgängerzone
- Intervalle des 13A sollen nicht gestört werden
- Garagen und Wohnorte sollen erreichbar sein
- Lieferverkehr ohne große Umwege

Diese Vorgaben sieht die Stadt Wien im jetzt vorliegenden Konzept
erfüllt. "Deshalb", so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, "werde
ich entsprechend den Vorschlägen die nötigen Schritte einleiten, um
eine rasche Umsetzung zu ermöglichen."

Utl.: Das Expertenkonzept im Detail

Für den Individualverkehr sind folgende Querungen vorgesehen:

1. Stumpergasse/Kaiserstraße
2. Schottenfeldgasse/Webgasse

Für den Lieferverkehr sind weitere Querungsmöglichkeiten vorgesehen:

- Capistrangasse/Mariahilfer Straße - Abfahrt über
Stiftgasse/Kirchengasse
- Berechtigte Fahrzeuge Neubaugasse - Mariahilfer Straße

Weitere Zufahrtsmöglichkeiten in die Bezirke über die Mariahilfer
Straße:

1.Mariahilfer Straße/Webgasse
2.Mariahilfer Straße/Zieglergasse
3.Mariahilfer Straße/Andreasgasse
4.Mariahilfer Straße/Kirchengasse
5.Mariahilfer Straße/Stiftgasse
6.Mariahilfer Straße/Karl-Schweighofer-Gasse
7.Mariahilfer Straße/Königsklostergasse

Utl.: Begründung für die vorgesehenen Verkehrsmaßnahmen

Die Aufgabe des Expertenteams war es ein Gesamtkonzept vorzulegen,
das auf der einen Seite verkehrsplanerisch begründet ist und
gleichzeitig die Interessen der Betroffenen soweit wie möglich
berücksichtigt.

1. Bereich Begegnungszone zwischen Kaiserstraße und Andreasgasse

Die Experten sehen in diesem Bereich den Bedarf für zwei Querungen
jeweils eine vom 6. Bezirk in den 7. Bezirk beziehungsweise vom 7.
Bezirk in den 6. Bezirk. Es hat hier vorher schon viel querenden
Verkehr gegeben. Mit den Querungen Stumpergasse/Kaiserstraße und
Schottenfeldgasse/Webgasse wird diesem Bedarf entsprochen. Damit wird
die Erreichbarkeit für AnwohnerInnen und für den Lieferverkehr
entscheidend verbessert. Gleichzeitig müssen aber um Durchzugsverkehr
durch die Wohngebiete zu verhindern, zusätzliche Maßnahmen sowohl im
6. als auch im 7. Bezirk ergriffen werden:

6. Bezirk: Einbahnumdrehung Stumpergasse zwischen Schmalzhofgasse und
Liniengasse. Zur Entlastung der Hugo-Wolf-Gasse/Loquaiplatzes sollen
die Einbahnrichtungen in der Hugo-Wolf-Gasse und in der
Otto-Bauer-Gasse umgedreht werden.

7. Bezirk: Einbahnumdrehung in der Schottenfeldgasse zwischen
Lindengasse/Stollgasse und Seidengasse. Dadurch wird auch die
Stollgasse entlastet.

2. Bereich FußgängerInnenzone

Im Bereich der Fußgängerzone sollen grundsätzlich keine Querungen für
den allgemeinen Verkehr möglich sein, sondern nur für den
Lieferverkehr. Im Bereich der Neubaugasse kann der Lieferverkehr vom
7. Bezirk auf die Mariahilfer Straße bzw. über Amerlingstraße und
Schadeckgasse abfahren.

3. Begegnungszone Getreidemarkt/Kirchengasse

Die Experten haben in der unteren Begegnungszone mehrere
Querungsvarianten untersucht. Alle haben gravierende Nachteile:
- Bei der Capistrangasse wird die Buslinine 13A behindert
- Eine Querung bei der Königsklostergasse ist aus Sicherheitsgründen
nicht vertretbar
- Eine Querung Karl-Schweighofer-Gasse/Theobaldgasse ist nicht
möglich, da die Einbahnführung Karl-Schweighofergasse nicht umgedreht
werden kann.

Daher wird im unteren Bereich eine Querung für den Individualverkehr
nicht empfohlen.

Der Lieferverkehr kann allerdings von der der Capistrangasse kommend
in die Mariahilfer Straße einfahren und über Stiftgasse oder
Kirchengasse in den 7. Bezirk abfahren/zuliefern. Zusätzlich ist in
diesem Bereich eine Zufahrt über die Begegnungszone Mariahilfer
Straße möglich.

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