FSG NÖ feiert großen Wahlevent im VAZ St. Pölten

1.500 UnterstützerInnen der FSG NÖ feiern AKNÖ-Präsident Markus Wieser und sein Team

Wien (OTS/FSG) - MACHT EUCH STARK war auf der Bühne zu lesen. Viele fröhlich gestimmte FunktionärInnen der FSG NÖ tragen die beliebten T-Shirts mit dem Slogan "MENSCHEN SIND KEINE MASCHINEN". Die Stimmung ist schon vor dem Beginn der Veranstaltung ausgelassen. Aus allen politischen Bezirken Niederösterreichs kamen 1.500 UnterstützerInnen der FSG NÖ nach St. Pölten, um den Beginn des Endspurts für die von 6. bis 19. Mai 2014 stattfindenden AKNÖ-Wahlen zu feiern. Engagierte Frauen und Männer aus allen niederösterreichischen Bezirken, junge und erfahrene, aus allen Berufsgruppen, bilden gemeinsam die Liste 1:
AKNÖ-Präsident Markus Wieser - Macht Euch stark - Sozialdemokratische GewerkschafterInnen (FSG).

Eine Vielzahl an Ehrengästen war ebenso zugegen, wie spannende Talkgäste, Künstler sowie viele top motivierte FunktionärInnen der FSG NÖ.

In seinen Begrüßungsworten betonte FSG-NÖ-Landesvorsitzender Bundesrat René Pfister die Wichtigkeit der FSG NÖ innerhalb der sozialdemokratischen Familie und lobte den hohen Einsatz, den man speziell in Niederösterreich seit einem Jahr leistet. "Vier große Wahlentscheidungen binnen eines Jahres bewältigen wir, und ich bin stolz darauf, dass die FSG NÖ immer so geschlossen und tatkräftig die Herausforderungen angeht und mit viel Freude und Leidenschaft umsetzt."

Die anschließende Talkrunde, bestehend aus Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler, EU-Abgeordneter Karin Kadenbach und FSG-NÖ-Urgestein Rudi Nürnberger, fand unter der Leitung von Nina Hartmann deutliche Worte zu den bevorstehenden AKNÖ-Wahlen.

FSG-Bundesvorsitzender Wolfgang Katzian lobte den engagierten Wahlkampf der FSG NÖ und hob hervor, dass die AKNÖ-Wahl keine parteipolitische Wahl ist, sondern eine Wahl um die beste Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen.

AKNÖ-Präsident und FSG-NÖ-Spitzenkandidat Markus Wieser spannte in seiner knapp 30minütigen Rede einen weiten Bogen über alle für die ArbeitnehmerInnen wichtigen Themen, die auch in dieser Wahlauseinandersetzung eine Rolle spielen:

Beschäftigte werden um Millionen geprellt

"Wir nennen die Dinge nicht nur beim Namen, wir haben auch Lösungen parat", sagt Wieser. Gerechte Einkommen und ein leistbares Leben für alle sind die Kernforderungen der Sozialdemokratie: Wir fordern als sozialdemokratische GewerkschafterInnen ein Mindestentgelt von 1.500 Euro und wirksame Maßnahmen gegen das systematische Vorenthalten von Lohn und Gehalt, denn durch falsche Einstufungen oder unbezahlte Überstunden werden die Beschäftigten jedes Jahr um hunderte Millionen Euro geprellt.

Für mehr Netto vom Bruttolohn

Damit den ArbeitnehmerInnen netto mehr vom Bruttolohn bleibt, braucht es außerdem niedrigere Steuern auf Arbeit. "Wer ein Privatvermögen von mehr als einer Million Euro hat, soll einen angemessenen Beitrag leisten. Damit lässt sich eine niedrigere Lohnsteuer finanzieren, die die Kaufkraft der Beschäftigten spürbar stärkt", betont Wieser. "Natürlich schmeckt es manchen nicht, dass sie von ihrem Reichtum und ihren Vorrechten etwas abtreten sollen", spielt Wieser auf die massiven Abwehrhaltungen von IV und Wirtschaftsbund in Tateinheit mit NÖAAB an. Konkret gilt es, den Eingangssteuersatz von 36,5 Prozent auf 25 Prozent zu senken, und es braucht eine Lösung zur Abschaffung der kalten Progression.

Respekt für ArbeiterInnen und Angestellte

Im Arbeitsleben setzt die FSG NÖ auf die berufliche und persönliche Anerkennung. Mehr als eine Million ÖsterreicherInnen leiden unter psychisch belastenden Arbeitsbedingungen, rund ein Drittel der Beschäftigten klagt über einen schlechten Führungsstil der Vorgesetzten. "Wir Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen fordern mehr Respekt vor der Leistung der arbeitenden Menschen. Dazu gehört eine korrekte Bezahlung, aber auch gesunde und familienfreundliche Arbeitsplätze, sowie eine sechste Urlaubswoche für alle nach 25 Jahren. Nicht nur darum hat die FSG NÖ den Slogan geprägt "MENSCHEN SIND KEINE MASCHINEN".

Pendler in Niederösterreich

Niederösterreich ist ein Bundesland der PendlerInnen, daher ist es wichtig, dass diese eine Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Interessen bekommen. Mit der Reform der Pendlerpauschale und dem Murks bei der Umsetzung des Pendlerrechners ist es nun entscheidend, endlich Verbesserungen durchzusetzen. Wieser dazu: "Es braucht einen Absatzbetrag und keinen Freibetrag, denn es kann nicht sein, dass eine Alleinerzieherin mit 1.200 Einkommen nur 290 Euro zurückbekommt und ihr Chef mit 6.000 Euro bekommt vom Finanzminister 1.000 Euro ausbezahlt, obwohl beide dieselben Kosten zu tragen haben. Ist das fair?"

Gleichberechtigung von Frauen

"168 Jahre würde es dauern, bis Frauen dasselbe verdienen wie Männer, wenn die Lohnschere sich weiterhin so langsam schließt, wie im letzten Jahr", rechnet Wieser vor. Für die FSG NÖ ist das ein nicht mehr zu akzeptierender Umstand. Wir brauchen keine Lippenbekenntnisse mehr, sondern konkrete Maßnahmen, um diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. Das Herstellen von Lohntransparenz ist eine Möglichkeit, die andere die Einführung des kollektivvertraglichen Mindestlohns von 1.500 Euro im Monat, der vor allem in sogenannten "Frauenberufen" einiges bewirken würde. Und auch wenn Kindererziehung keine ausschließliche Aufgabe der Frauen ist, so würde ein flächendeckender Ausbau von ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtungen viel bewirken.

"Manchen in unserem Bundesland steht die AKNÖ als starke ArbeitnehmerInnenvertretung im Weg. Das liegt vor allem an unserer erfolgreichen Arbeit: Wir arbeiten für die Menschen in diesem Land, wir zeigen auf, was man besser machen könnte, wir machen auf Ungerechtigkeiten aufmerksam und wir stehen unseren MitgliederInnen zur Seite, wenn diese Rat und Tat benötigen. Darum können wir mit Stolz auf eine Zustimmungsrate von 80 bis 90 Prozent zur Arbeit der AKNÖ verweisen." Bei der AK-Wahl gehe es um eine Richtungsentscheidung, um die Verteidigung der Bastion der Gewerkschaft, das umso mehr als doch manche versuchen Bauernbund und Wirtschaftsbund direkten Einfluss in der AKNÖ zu geben. "Gerechtigkeit, Respekt, Sicherheit und faire Chancen sind Werte, für die es sich lohnt, zu kämpfen", betont Wieser.

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