• 25.04.2014, 11:02:20
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BMVIT erstellt Forschungsroadmap "Power-to-Gas" zur Verwertung von Überschussstrom aus Windkraft und Photovoltaik

Wien (OTS/BMVIT) - Die Nutzung erneuerbarer Energien wie Wasser,
Sonne, Wind und Erdwärme bringt zahlreiche Vorteile: nahezu
emissionsfreie Strom- und Wärmegewinnung mit regional verfügbaren,
kostenlosen Ressourcen, die sowohl zu hoher Luftqualität und zu
effizientem Klimaschutz als auch zu vermehrten Einkommens- und
Arbeitsmöglichkeiten im Inland beitragen. Das schwankende Angebot
mancher erneuerbarer Energien stellt aber auch eine Herausforderung
für die Stromnetze dar. "In meinem Ressort wird derzeit an einer
Forschungs-, Technologie- und Innovationsroadmap zum Themenbereich
"Power-to-Gas" zur Speicherung von Überschussenergien aus Windkraft
und Photovoltaik im österreichischen Gasnetz gearbeitet", betont
Bundesministerin Doris Bures. ****

Da durch die zunehmende Nutzung von Wind und Sonne zur
Stromgewinnung wetterbedingt auch Überschüsse bei der Stromproduktion
entstehen, für die derzeit zu wenig Speichermöglichkeiten zur
Verfügung stehen, hat der KLlEN (Klima- und Energiefonds) ein
Forschungsprojekt im Bereich "Power-to-Gas"
(http://oesterreich.orf.at/stories/2643435/) genehmigt.

Speicherung überschüssiger Energie im Gasnetz

Unter "Power to Gas" werden Technologien und Systeme verstanden, bei
denen mit Hilfe elektrischer Energie gasförmige Energieträger erzeugt
werden. Dabei soll mit Überschussstrom aus Wasser in Elektrolysen
Wasserstoff erzeugt werden und aus Wasserstoff und CO2 das Gas Methan
(synthetisches Erdgas) gewonnen werden. Die gasförmigen Energieträger
Wasserstoff (H2) und Methan (CH4) können in das bestehende Gasnetz
eingeleitet werden und auch in Gasspeichern gespeichert werden. Somit
kann bei entsprechend positiven Forschungsergebnissen das bestehende
Gasnetz genutzt und überschüssige Energie im Gasnetz gespeichert
werden.

Innovationsministerin Doris Bures: "In Forschung und Entwicklung zu
investieren, heißt in die Zukunft zu investieren. Österreich ist in
der Energieforschung bereits heute in vielen Bereichen international
führend, heimische Technologien werden weltweit nachgefragt. Unser
Förderschwerpunkt "Energieforschung" befasst sich mit
Fragestellungen, die für die Integration von emissionsarmen
erneuerbaren Energien relevant sind, um die vielfältigen
Herausforderungen bestmöglich zu meistern und zur Stärkung des
Wirtschaftsstandortes Österreichs und zu mehr Arbeitsplätzen
beizutragen."

Bures begrüßt das Forschungsprojekt "Underground Sun Storage", das
unter Leitung der RAG (Rohöhl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft)
gemeinsam mit Montanuniversität Leoben, BOKU Wien, Energieinstitut an
der JK Universität Linz, VERBUND und Axiom Angewandte Prozesstechnik
GmbH die unterirdische Speicherung von (mit Überschussstrom aus
Sonnen- und Windkraft gewinnbarem) Wasserstoff bzw. Methan in einem
ehemaligen Gaslager beforscht.

Die FTI-Roadmap "Power-to-Gas"

Die FTI-Roadmap befasst sich mit den zentralen Herausforderungen,
Problemstellungen, Chancen und Potentialen in der Weiterentwicklung
der Power-to-Gas-Technologien und entwickelt eine Vision für die
Technologien und das Power-to-Gas-System für Österreich bis 2030 aus
technologischer Sicht und aus der Perspektive des gesamten
Energiesystems. Die FTI-Roadmap "Power-to-Gas" wird vor dem Sommer
fertig gestellt und erfasst den Status quo und die
Einsatzmöglichkeiten von Power-to-Gas auch im Mobilitätsbereich, als
Ergänzung zur Elektromobilität und zu Biotreibstoffen.
(Schluss)

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