- 24.04.2014, 12:00:17
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Internetkriminalität in Österreich - die unterschätzte Gefahr! - BILD/VIDEO

Wien (OTS) - Hacking, Phishing, Identitätsdiebstahl oder leergeräumte
Konten: Die Internetkriminalität in Österreich steigt. Betroffen sind
nicht nur Privatpersonen, die im Internet Opfer von Betrügern werden,
sondern verstärkt auch Unternehmen, Behörden und Regierungen. Bei
einer gemeinsamen Pressekonferenz warnen Experten des VVO (Verband
der Versicherungsunternehmen Österreichs), KFV (Kuratorium für
Verkehrssicherheit) und des .BK (Bundeskriminalamt) vor neuen
Gefahren: Während die Methoden der Cyberkriminellen immer
raffinierter werden, gehen Nutzer noch immer viel zu sorglos mit den
zunehmenden Bedrohungen um.
Während die Zahlen der Straftaten im Netz steigen, wird
Cyber-Sicherheit mehr und mehr zu einer zentralen Herausforderung für
Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Von der zunehmenden Kriminalität
im Netz sind mittlerweile potenziell alle betroffen - Einzelpersonen
gleichermaßen wie Behörden, Regierungen und Unternehmen. "In den
letzten beiden Jahren machte bereits jede vierte Firma im deutschen
Sprachraum mit Cyberkriminalität Bekanntschaft - von
Datenmanipulation und Identitätsdiebstahl bis zu Sabotage und
Betriebsspionage. Für die nächsten Jahre wird eine weitere Zunahme
erwartet", erläutert Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der
Allianz Gruppe in Österreich und Vizepräsident des Verbandes der
Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO).
Rund 400.000 Euro Schäden richten e-Crimes in Unternehmen im
Durchschnitt an, in Einzelfällen können die Schadenssummen auch in
die Millionenhöhe gehen. "Die Gefahr aus dem Netz wird vielerorts
noch stark unterschätzt. Prävention ist das Gebot der Stunde!", so
Littich.
KFV-Erhebung: Risiken im Internet werden unterschätzt!
Um Risiken überhaupt richtig einschätzen zu können ist es wichtig,
die Gefahren im Internet auch zu erkennen. Doch, wie hoch ist der
Wissensstand der Österreicher, wenn es um die Gefahren im Internet
geht? Von welchen Delikten ist die Bevölkerung betroffen und werden
geeignete Schutzmaßnahmen getroffen?
Wie eine aktuell durchgeführte Erhebung des KFV zeigt, haben
bereits rund 71 Prozent der befragten Internetnutzer persönliche
Erfahrungen mit Internetkriminalität in verschiedenen Ausprägungen
gemacht. In jeder dritten Familie war der/die Betroffene ein Kind. 58
Prozent der Befragten waren selbst schon Opfer von Computer-Viren
oder anderen Schadprogrammen. 22 Prozent der Befragten gab an selber
schon einmal Opfer von Internetbetrug (Online-Shopping, Trickbetrug
u.v.m.) geworden zu sein.
"Hoher Wissensstand aber Gefahr wird nicht ernst genommen!"
Trotz eines relativ hohen Wissensstandes (Bekanntheitsgrad der
Gefahren z.B.: Computerviren 88 Prozent, Identitätsdiebstahl 63
Prozent, Phishing 52 Prozent), gehen die befragten Österreicher von
keiner sehr großen Bedrohung durch Cyberkriminalität aus: Mehr als 62
Prozent der Befragten stufen die Gefahr, selbst einmal Opfer von
Internetkriminalität zu werden als "gering" oder "sehr gering" ein.
Dementsprechend leichtfertig ist auch der Umgang mit Schutzmaßnahmen
und sensiblen Daten: Rund 59 Prozent der Befragten stellt regelmäßig
Urlaubsfotos ins Netz. Nur 33 Prozent der User haben eine Firewall
installiert und rund 31 Prozent der Befragten schützen ihren Computer
mit einem Passwort. Passwörter werden gerne auf Zetteln oder Post-Ist
(7 Prozent) oder im Computer abgespeichert bzw. griffbereit in der
direkten Umgebung des Computers (17 Prozent) aufbewahrt.
Geringes Gefahrenbewusstsein - leichtfertiger Umgang mit Daten
"Kaum jemand würde im Alltag einem Unbekannten private Fotos, die
Telefonnummer oder die Wohnadresse verraten. Im Internet wird das
aber oft gemacht. Aber einmal veröffentlicht, können Fotos durch
Täter für Mobbing, Erpressung oder sexuellen Missbrauch genutzt
werden. Auch ein sicheres Passwort für alle Computeranwendungen und
E-Mail Accounts ist wichtig. Je länger ein Passwort ist, desto
schwieriger ist es zu knacken. Es sollte mindestens acht Zeichen lang
sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und
Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen", erklärt Mag.
Leopold Löschl vom Cybercrime-Competence-Center des
Bundeskriminalamtes. Eigeninitiative und einfache
Präventionsmaßnahmen können das Risiko, Opfer von
Internetkriminalität zu werden, deutlich verringern. "Der
prozentuelle Anstieg von Cybercrime-Anzeigen ist 2013 massiv
zurückgegangen. So war von 2011 auf 2012 noch eine Steigerung von
über 100 Prozent zu verzeichnen, im Vorjahr war diese nur mehr
einstellig, nämlich 8,6 Prozent", so der Experte.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5292
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