ÖIAG schließt Syndikatsvertrag mit América Móvil

Unternehmenszentrale in Österreich langfristig abgesichert - ÖIAG sichert sich Garantie für Sperrminorität - Partnerschaft setzt Weichen für Wachstumskurs in CEE

Wien (OTS) - Im Rahmen der durch die ÖIAG und América Móvil gehaltenen Beteiligungen an der Telekom Austria, unterzeichneten heute CEO Rudolf Kemler und CFO Carlos García Moreno einen Syndikatsvertrag, der die Telekom Austria Gruppe in Österreich nachhaltig absichert. Im Rahmen des Vertrags sichert die ÖIAG auch ihre Position als stabiler österreichischer Kernaktionär mit zumindest 25% plus einer Aktie nachhaltig ab. Telekom Austria bleibt damit weiterhin eines der wichtigsten heimischen Leitunternehmen, dass erfolgreich und unabhängig in Europa wachsen kann. Der Unterzeichnung gingen intensive Verhandlungen zwischen ÖIAG und América Móvil voraus.

ÖIAG-Vorstand Rudolf Kemler dazu: "Heute ist ein guter Tag -sowohl für die Telekom Austria als auch für den Wirtschaftsstandort Österreich. Im Rahmen intensiver Verhandlungen ist es nicht nur gelungen, eine langfristige Garantie für die Sperrminorität der ÖIAG an der Telekom Austria schriftlich zu verankern, sondern zusätzlich auch ein umfangreiches "Österreich Paket" mit wichtigen Schutzbestimmungen für den Standort zu einem ganz wesentlichen Vertragsbestandteil zu machen. ÖIAG und América Móvil sind heute eine langfristige Partnerschaft eingegangen, die einen massiven zukünftigen Wachstumskurs der Telekom Austria Group in der CEE-Region ermöglichen wird. Die gesamten Märkte in Zentral- und Osteuropa wurde exklusiv für zukünftiges Wachstum der Telekom Austria gesichert."

Carlos Garcia Moreno, CFO von América Móvil, erklärte dazu seinerseits: "América Móvil ist zuversichtlich, dass wir mit der ÖIAG einen neuen Partner für eine langfristige und fruchtbringende Geschäftsbeziehung gefunden haben, die der Telekom Austria die Umsetzung ihres Wachstumspotenzials ermöglicht. Als strategisch gut positioniertes Unternehmen kann die Telekom Austria nunmehr finanziell gestärkt sowie mit größerem Radius agieren und gleichzeitig die Vorteile der Technologiekonvergenz bei der Entwicklung von Infrastruktur und Dienstleistungen besser für sich nutzen. Ein wichtiger Schritt in diesem Prozess ist, dass beide Partner das Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung und der Reduzierung der Verschuldung unterstützen."

Sieg für den Standort - das "Österreich Paket"

Konkret wurden im Rahmen des "Österreich Paket" folgende sieben Punkte zwischen ÖIAG und América Móvil für den Standort abgesichert:

1) ÖIAG und damit die Republik Österreich bleibt langfristiger Kernaktionär an der Telekom Austria Group mit einem Anteil von zumindest 25% plus einer Aktie 2) Langfristige Absicherung der Unternehmenszentrale, Forschung & Entwicklung sowie aller wesentlichen Geschäfts- und Business-Funktionen der Telekom Austria in Österreich 3) Erhalt der erfolgreich eingeführten Marken Telekom Austria und A1 für alle Kunden und Kundinnen der Telekom Austria 4) Aufrechterhaltung einer state of the art Infrastruktur 5) Absicherung der Notierung der Telekom Austria Aktie an der Wiener Börse (Prime Market) und damit wichtiger Impulsgeber für den österreichischen Kapitalmarkt 6) Sicherstellung des Versorgungsauftrages der Telekom Austria für die österreichische Bevölkerung 7) Berücksichtigung der spezifischen Anliegen und Interessen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Österreich

ÖIAG nominiert Aufsichtsratsvorsitz und CEO

Zusätzlich zu diesen für den Standort relevanten Punkten ist es der ÖIAG im Rahmen der Verhandlungen gelungen, den Aufsichtsratsvorsitz und den CEO der Telekom Austria Group während der gesamten Vertragslaufzeit in österreichischer Hand zu halten. Diese Funktionen werden in Zukunft durch die ÖIAG nominiert.

Rudolf Kemler weiter: "Dieser Syndikatsvertrag sichert der Telekom Austria eine stabile Aktionärsstruktur und stellt gleichzeitig die Weichen für einen massiven zukünftigen Wachstumskurs. Ziel ist es, die Telekom Austria zu einem bedeutenden Player im europäischen Telekom-Markt zu entwickeln und dabei gleichzeitig die Interessen des Standortes aktiv zu berücksichtigen. Der heute abgeschlossene Vertrag war einer der ersten wichtigen Schritte in diesem Prozess. Die Aufrechterhaltung und der Ausbau des State-of-the-Art Netzwerkes der Telekom Austria und damit modernste Breitbandinfrastruktur für Österreich ist ebenfalls Vertragsbestandteil und wurde für die gesamte Laufzeit abgesichert."

Beste Alternative für Wachstum und Standortsicherheit

Abschließend betonte Rudolf Kemler: "Der Syndikatsvertrag ist die sinnvollste Lösung für Unternehmen und Standort. Die notwendigen Zukunftsinvestitionen der Telekom Austria können nicht vom Staat, und somit mit Steuergeldern getätigt werden. Die Aufgaben des Staates bestehen vielmehr darin, wichtige Leitunternehmen und damit Arbeitsplätze in Österreich zu halten und so die Stärkung des heimischen Standortes sicherzustellen. Mit América Móvil haben wir einen Partner, der sich zum Standort bekennt und gleichzeitig bereit ist, in die Zukunft der Telekom Austria zu investieren".

Im Zuge der Syndikatsbildung ist in Abstimmung mit der Übernahmekommission ein Übernahmeangebot an die Aktionäre der Telekom Austria Group geplant. Details dazu werden zeitgerecht bekannt gegeben.

Der Syndikatsvertrag zwischen ÖIAG und América Móvil hat eine Laufzeit von 10 Jahren, mit einer Verlängerungsoption um zusätzliche 5 Jahre. Über weitere Vertragsdetails wurde von beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

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