- 22.04.2014, 12:59:24
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FP-Kappel fordert sofortige Abschaffung der kalten Progression
2,65 Milliarden Euro besser bei Arbeitnehmern als fürs Budget
Utl.: 2,65 Milliarden Euro besser bei Arbeitnehmern als fürs Budget =
Wien (OTS/fpd) - Die Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte
Wirtschaftsforschung (GAW) hat ermittelt, dass im Vorjahr 2,24
Milliarden Euro an Steuereinnahmen aus der kalten Progression ins
Budget flossen. Für heuer rechnet die GAW mit 2,65 Milliarden Euro,
die den heimischen Arbeitnehmern aufgrund der fehlenden Abgeltung der
kalten Progression entzogen werden. "Wir fordern die sofortige
Abschaffung der kalten Progression. Die 2,65 Milliarden Euro müssen
als echte Lohnerhöhung bei den Arbeitnehmern bleiben und nicht ans
Finanzministerium gehen, so wie das derzeit der Fall ist", sagt die
freiheitliche Gemeinderätin Barbara Kappel.
In einigen Ländern Europas, wie etwa in Dänemark, Schweden, Belgien
oder Großbritannien werden die Effekte der kalten Progression bereits
automatisch korrigiert. "In Österreich ist jedoch das Finanzamt
Profiteur der kalten Progression und das muss sich jetzt ändern",
sagt Kappel. Denn während Mieten, Gebühren und Abgaben sowie
Versicherungsprämien mit der Inflationsrate steigen, ändern sich die
Einkommensgrenzen im Steuersystem nicht. Laut einer WIFO-Studie
stagnieren in Österreich die Reallöhne seit 24 Jahren. "Das Leben
wird jährlich teurer, die Menschen verdienen aber nicht mehr und das
nun schon seit einem knappen Vierteljahrhundert", kritisiert Kappel.
"Zur Abgeltung der kalten Progression verlangen wir eine gesetzliche
Regelung die vorsieht, dass die Steuerstufen bei der Lohn- und
Einkommensteuer automatisch an die jährliche Teuerungsrate angepasst
werden", sagt Kappel, "nur so kann die reale Kaufkraft auf
Arbeitnehmerseite erhalten bleiben. Denn 24 Jahre ohne
Reallohnsteigerung sind genug". (Schluss)
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