Heinisch-Hosek in ÖSTERREICH: Sparziel wird nicht reduziert

Bildungsministerin über ihren Rückzieher: "Vielleicht hatte ich die Sachlage unterschätzt ..."

Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntagausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH dämpft Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek Hoffnungen auf eine Reduktion der Sparziele im Schulwesen. Heinisch-Hosek: "Das wird nicht gehen. Das Sparvolumen von 57 Millionen bleibt gleich. Alle müssen einen Beitrag leisten. Man darf nicht vergessen,dass ich im Unterschied zu meiner Vorgängerin 200 Millionen mehr im Budget habe. Ich habe auch schon mit unserer Bildungssprecherin geredet und ihr erklärt, dass wir das Budget nicht mehr aufschnüren können. Sie versteht das auch."

Auf die Frage, warum unbedingt bei der Bildung gespart werden müsse, sagt Heinisch-Hosek: "Ja, wegen der Hypo. Die Alternative wäre gewesen, ein ganzes Bundesland in die Insolvenz zu schicken."

Heinisch-Hosek spielt den Ball an die Landeshauptleute weiter. Die Ministerin: "Die Einsparungen sind machbar. Ich warte jetzt auf die Vorschläge der Landeshauptleute, wie sie es machen wollen. Nur Nein sagen geht nicht. Ich fordere alle neun Landeshauptleute auf, mir zu sagen, wie sie sich das vorstellen. Dazu wird es auch Gipfel geben. Ich hatte Vorschläge gemacht, die die Kinder am wenigsten betroffen hätten, aber ich bin offen für neue Ideen."

Ob es ein Fehler war, die Verordnungen ohne Rücksprache mit den Landeschefs zu erlassen? Heinisch-Hosek: "Mir war es wichtig auf die Welle des Protests zu reagieren. Die Grenze war erreicht und es war eine sehr ernstzunehmende Kritik. Vielleicht hatte ich die Sachlage unterschätzt ..."

Zu einem drohenden Lehrerstreik sagt Heinisch-Hosek: "Das steht immer im Raum. Aber nur Nein sagen, und nur drohen, weil Personalvertretungswahlen anstehen, wird nicht gehen. Ich treffe mich kommende Woche auch mit den Lehrervertretern und erwarte auch hier konstruktive Vorschläge. Gemeinsam können wir es schaffen."

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