• 19.04.2014, 15:30:16
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Heinisch-Hosek in ÖSTERREICH: Sparziel wird nicht reduziert

Bildungsministerin über ihren Rückzieher: "Vielleicht hatte ich die Sachlage unterschätzt ..."

Utl.: Bildungsministerin über ihren Rückzieher: "Vielleicht hatte
ich die Sachlage unterschätzt ..." =

Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntagausgabe der Tageszeitung
ÖSTERREICH dämpft Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Hoffnungen auf eine Reduktion der Sparziele im Schulwesen.
Heinisch-Hosek: "Das wird nicht gehen. Das Sparvolumen von 57
Millionen bleibt gleich. Alle müssen einen Beitrag leisten. Man darf
nicht vergessen,dass ich im Unterschied zu meiner Vorgängerin 200
Millionen mehr im Budget habe. Ich habe auch schon mit unserer
Bildungssprecherin geredet und ihr erklärt, dass wir das Budget nicht
mehr aufschnüren können. Sie versteht das auch."

Auf die Frage, warum unbedingt bei der Bildung gespart werden
müsse, sagt Heinisch-Hosek: "Ja, wegen der Hypo. Die Alternative wäre
gewesen, ein ganzes Bundesland in die Insolvenz zu schicken."

Heinisch-Hosek spielt den Ball an die Landeshauptleute weiter. Die
Ministerin: "Die Einsparungen sind machbar. Ich warte jetzt auf die
Vorschläge der Landeshauptleute, wie sie es machen wollen. Nur Nein
sagen geht nicht. Ich fordere alle neun Landeshauptleute auf, mir zu
sagen, wie sie sich das vorstellen. Dazu wird es auch Gipfel geben.
Ich hatte Vorschläge gemacht, die die Kinder am wenigsten betroffen
hätten, aber ich bin offen für neue Ideen."

Ob es ein Fehler war, die Verordnungen ohne Rücksprache mit den
Landeschefs zu erlassen? Heinisch-Hosek: "Mir war es wichtig auf die
Welle des Protests zu reagieren. Die Grenze war erreicht und es war
eine sehr ernstzunehmende Kritik. Vielleicht hatte ich die Sachlage
unterschätzt ..."

Zu einem drohenden Lehrerstreik sagt Heinisch-Hosek: "Das steht
immer im Raum. Aber nur Nein sagen, und nur drohen, weil
Personalvertretungswahlen anstehen, wird nicht gehen. Ich treffe mich
kommende Woche auch mit den Lehrervertretern und erwarte auch hier
konstruktive Vorschläge. Gemeinsam können wir es schaffen."

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