FP-Jung: Ein Hacker als Gerichtssachverständiger?

Die seltsamen Bekenntnisse des Uwe Sailer eine Profilneurose?

Wien (OTS/fpd) - Hackerangriffe auf die Profile freiheitlicher Funktionäre und provozierende Kommentare auf Internetseiten, meist ohnehin leicht als bestellt durchschaubar, sind nichts Neues. Neu ist allerdings, dass sich einer der sich dieser miesen Methoden bedient, selbst outet, berichtet heute der Wiener FPÖ-Gemeinderat, LAbg. Mag. Wolfgang Jung.

Der einschlägig bekannte selbsternannte Großmeister der Datenforensik Uwe Sailer gab nämlich kürzlich - bezeichnender Weise übrigens auf der Seite des oberösterreichischen Grünfunktionärs und Linksaußen Manfred Walter - an seinen Freundeskreis Ratschläge für das richtige Hacken (O-Text: "Wir haben mal Versuche unternommen, Passworte zu hacken...", "Wenn ich hacke, hacke ich nie das Passwort, ich steige immer von hinten ein..."). Nachdem er damit bei seinen Fans geprahlt hatte, ergänzte er sicherheitshalber, dass seine anrüchigen Ruhmestaten inzwischen verjährt seien.

"Auch wenn der 'Hinteneinsteiger' seither wirklich von derartigen Straftaten Abstand genommen haben sollte - für ihn gilt ja wie immer die Unschuldsvermutung - so bleibt doch ein mehr als schaler Nachgeschmack. Dies insbesondere weil er (wie lange noch?) Polizist und damit Gesetzeshüter ist. Seinen Kollegen macht er damit keine Ehre! Disziplinäre Schritte des Dienstgebers wären eigentlich fällig", fordert Jung. "Unverständlich wäre es auch, wenn er weiter gerichtlich beeideter Sachverständiger bleiben könnte. Die Staatsanwaltschaft Linz hat im Übrigen mittlerweile die Sachverhaltsdarstellung zu seinem Verhalten hinsichtlich der 'Enttarnung' von Beamten des Verfassungsschutzes zuständigkeitshalber an Wien abgetreten", schließt Jung. (Schluss) hn

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