Seeber: Verbrauch von Plastiksackerl bis 2017 halbieren

EU-Parlament stimmt für mehr Umwelt- und Gesundheitsschutz

Straßburg, 16. April 2014 (OTS) Das EU-Parlament hat heute ein verbindliches Ziel zur Senkung des Verbrauchs von Plastiksackerl beschlossen. "In den nächsten drei Jahren müssen die EU-Mitgliedsländer den Verbrauch an Plastiksackerln halbieren, können sich aber aussuchen, wie sie das machen sollen. Das ist ein wichtiger Schritt für unsere Umwelt, Gesundheit, unser Landschaftsbild und zur Ressourcenschonung", so Richard Seeber, Umweltsprecher der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament.****

Im Jahr 2010 wurden in der EU schätzungsweise 98,6 Milliarden Plastiksackerl verwendet. Das sind etwa 198 Plastiksackerl pro EU-Bürger. Zum größten Teil sind das Tragetaschen aus leichtem Kunststoff, die seltener wiederverwendet werden als Kunststofftaschen aus stärkerem Material. Österreich verbraucht dabei weit unter dem EU-Durchschnitt 51 Plastiksackerl pro Person pro Jahr. "Deshalb begrüße ich den Ansatz der EU-Kommission sehr, dass die EU-Länder selbst darüber entscheiden, wie sie den Verbrauch der Plastiksackerl reduzieren. Jedes Land hat seine eigenen Gegebenheiten und soll selbst entscheiden, ob Steuern, Abgaben oder Verbote am besten greifen", so Seeber.

Laut Seeber müsse man vor allem beim Verbraucherverhalten ansetzen, um die geplante Verringerung des Plastiksackerl-Verbrauchs zu erreichen. Etwa 89 Prozent der Plastiksackerl werden nur einmal verwendet. "Die Leute müssen den Reflex entwickeln, zum Einkaufen ein Plastisackerl wiederzuverwenden oder eine Stofftasche mitzunehmen. Dadurch würden wir die EU-Vorgabe problemlos erreichen", so Seeber abschließend.

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