Lunacek: "Abstimmung gegen Wegwerf-Plastiksackerl schützt die Umwelt und spart Ressourcen"

Grüner Bericht für verbindliche Plastiksackerl-Reduktionsziele im Europaparlament angenommen

Straßburg (OTS) - "Das Plastiksackerl ist ein Symbol der Wegwerfgesellschaft und eine unnötige Ressourcenverschwendung, die riesige Umweltprobleme verursacht. Deshalb begrüße ich, dass sich die Mehrheit des Parlaments heute für ein verbindliches Reduktionsziel beim Verbrauch von Einwegsackerln ausgesprochen hat. Mit diesen Regeln können wir den Verbrauch von Einwegsackerln schnell deutlich verringern. Wo Plastik Sinn macht - bei der Verpackung von rohem Fleisch, Fisch oder Milchprodukten - bleibt es erhalten. Diesem Bericht, der unter Grüner Federführung entstanden ist, geht es vielmehr darum den unnötigen Gebrauch von Wegwerf-Plastiksackerln und die damit einhergehenden massiven negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit in den Griff zu bekommen. Das ist auch im Sinne der EU-Bürgerinnen und -Bürger: In einer Online-Umfrage der EU-Kommission im Vorjahr haben 70 Prozent das Aus für Einweg-Plastiksackerl befürwortet", kommentiert Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der Grünen im Europaparlament, die heutige Zustimmung zum Bericht "Verringerung der Verwendung von Kunststofftüten" der Grünen Berichterstatterin Margarete Auken.

In der EU werden jedes Jahr 100 Milliarden Plastiksackerln ausgegeben - Tendenz steigend. 89 Prozent davon werden nur ein Mal benutzt und landen dann im Müll oder in der Umwelt. Der Kommissionsvorschlag hat zum Ziel den Plastiksackerlverbrauch zu verringern, macht aber keine verbindlichen Vorgaben. Den Grünen gelang es diesen Vorschlag im Umweltausschuss deutlich zu verbessern. So legt er verbindliche Reduktionsziele für dünne Einwegbeutel von 50 Prozent in den nächsten drei und 80 Prozent in fünf Jahren fest.

Lunacek: "Länder wie Irland haben gezeigt, dass diese Ziele leicht erreichbar sind. Die Länder, die weiter gehen und Einwegsackerln ganz vom Markt nehmen wollen, können das ebenfalls tun. Damit setzen wir in Europa einen wichtigen Schritt in Richtung Verringerung von Plastikmüll. Dieser Weg muss aber weitergegangen werden: Plastikmüll verursacht riesige Umweltprobleme - vor allem in Flüssen, Meeren und Ozeanen. Jährlich enden 10 Millionen Tonnen Müll, zum Großteil Plastikmüll, in der Meeresumwelt. Eine aktuelle österreichische Studie rechnet vor, dass die Donau jeden Tag mehr als 4 Tonnen Plastikmüll ins Schwarze Meer schwemmt. Das müssen wir stoppen:
Plastikteile aller Größen verschandeln nicht nur die Landschaft, sie treiben für hunderte Jahre im Wasser, stören die empfindlichen Ökosysteme und töten Meerestiere sonder Zahl."

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