- 14.04.2014, 12:07:11
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FP-Kappel fordert automatische Valorisierung der Tarifstufen
OECD-Studie belegt: Arbeit in Österreich am dritthöchsten belastet
Utl.: OECD-Studie belegt: Arbeit in Österreich am dritthöchsten
belastet =
Wien (OTS/fpd) - Während in Deutschland und der Schweiz die Steuer-
und Abgabenbelastung zwischen 2012 und 2013 sank, stieg sie in
Österreich um 0,4 Prozentpunkte an. Grund dafür ist die kalte
Progression. "So kann es nicht weitergehen", sagt die Wiens
FPÖ-Gemeinderätin LAbg. Dr. Barbara Kappel, "kalte Progression und
Inflation haben 2013 in Österreich zu einer realen Null-Lohnrunde
geführt." Deshalb fordert Kappel kurzfristig die automatische
Valorisierung der Tarifstufen bei der Lohn- und Einkommenssteuer, das
heißt die Abgeltung der kalten Progression und mittelfristig eine
Änderung der Steuertarife und Tarifstufen bei der Lohn- und
Einkommensteuer, damit österreichischen Arbeitnehmern netto wieder
mehr übrig bleibt.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD) hat aktuell eine Studie zum Thema "Besteuerung der Löhne und
Gehälter" veröffentlicht. Das Ergebnis ist niederschmetternd für
Österreich: Im Durchschnitt der 34 OECD-Staaten ist Arbeit in
Österreich mit 49,1 Prozent am dritthöchsten belastet. Nur in Belgien
und Deutschland sind Lohnsteuer und Sozialabgaben von Arbeitnehmern
und Arbeitgebern mit 55,8 und 49,3 Prozent höher als in Österreich.
Durchschnittlich 49,1 Prozent des Bruttolohns eines österreichischen
Arbeitnehmers gehen an das Finanzministerium, an die Sozial-,
Pensions- und Arbeitslosenversicherung. In der Schweiz sind dies laut
OECD-Studie nur 22 Prozent. "Ein Arbeitnehmer in der Schweiz zahlt
weniger als die Hälfte der Steuern und Abgaben eines österreichischen
Arbeitnehmers", so Kappel, "dem Schweizer bleiben vom Bruttolohn fast
80 Prozent netto übrig und eine starke Inlandsnachfrage bei
gleichzeitig hoher Sparquote beflügeln die Schweizer Wirtschaft.
Davon können wir in Österreich nur träumen." Auch das allgemeine
Lohnniveau ist in der Schweiz wesentlich höher als in Österreich.
Auch bei der Besteuerung von Familien schneidet Österreich im
OECD-Vergleich deutlich schlechter ab als die Schweiz oder
Deutschland. In beiden Ländern zahlen Familien heute weniger Steuern
als 2012, in Österreich deutlich mehr. "Das Modell der
Familienbesteuerung in Österreich muss dringend reformiert werden",
fordert Kappel, "wir haben hier bereits einen ersten konkreten
Vorschlag in Anlehnung an das französische Familiensteuermodell
gemacht." (Schluss) hn
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