- 12.04.2014, 15:19:53
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ÖSTERREICH: Spindelegger beharrt auf 800-Millionen-Euro-Sparpaket für Ministerien
Finanzminister bleibt hart: "Kein Spielraum, solange uns die Schulden auffressen"
Utl.: Finanzminister bleibt hart: "Kein Spielraum, solange uns die
Schulden auffressen" =
Wien (OTS) - In einem Interview in der Tageszeitung ÖSTERREICH
(Sonntagsausgabe) zeigt sich ÖVP-Finanzminister Michael Spindelegger
bezüglich seiner strengen Sparauflagen für die Ministerien hart: "Ich
achte sehr auf Disziplin. Wir können uns keine Spielereien erlauben,
solange uns die Schulden auffressen."
Darauf angesprochen, dass Verteidigungs- und Bildungsministerium
unter seinem Spardruck stöhnen würden, kontert der VP-Vizekanzler:
"Das blaue Hypo-Debakel stellt uns vor eine Mammutaufgabe. Wir müssen
unsere Finanzen in den Griff kriegen, damit wir die Hände wieder frei
haben. Das ist ein Marathon und da darf einem auch die Luft nicht
ausgehen. Jedes Ressort stöhnt unter den Sparvorgaben, die Kunst ist
es, zwischen Sparen Reformen und Investitionen zu manövrieren und
gezielt dort anzusetzen, wo veraltete Strukturen liegen. Ich sehe,
dass die einzelnen Ressorts sich anstrengen und geliefert haben,
obwohl das kein Spaziergang ist."
Konkret auf die Einsparungen im Bildungsressort befragt, antwortet
der Finanzminister ÖSTERREICH: "Die Frage ist nicht ob wir sparen
müssen, sondern wie. Das Geld muss bei den Kindern ankommen. Es macht
wenig Sinn mit der Gießkanne aufzutreten und mal da und dort an
Schräubchen zu drehen. Da braucht es Disziplin und die fordere ich
auch von allen ein."
Der VP-Chef meint: "Diese Regierung zieht an einem Strang. Derzeit
ist auch kein Spielraum für Sologänge da. Ich will nicht, dass die
Hypo uns die Luft zum Atmen nimmt".
Bezüglich des Sparbedarfs für die Minister - 500 Millionen Euro
2014 und 300 Millionen 2015 - bleibt Spindelegger vor seiner
Budgetrede hart: "Mehr Schulden heißt weniger Freiheit. Ich lasse es
nicht zu, dass die Schulden, die sich über Jahre angehäuft haben,
auch noch unseren Kindern und Kindeskindern im Weg liegen. Es liegt
in unserer Verantwortung zu handeln. Wenn wir jetzt schlafen, wird es
ein jähes Erwachen."
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