- 12.04.2014, 14:36:18
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Eier in verarbeiteten Lebensmitteln: Fachverband warnt vor nationalem Alleingang Österreichs
Koßdorff: Änderungen bei Lebensmittelkennzeichnung nur im europäischen Gleichklang
Utl.: Koßdorff: Änderungen bei Lebensmittelkennzeichnung nur im
europäischen Gleichklang =
Wien (OTS) - "Ich warne davor, dass in Österreich im nationalen
Alleingang eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft von Eiern
in Lebensmitteln gefordert wird! Nur im europäischen Gleichklang
können zusätzliche Kosten und Wettbewerbsnachteile für heimische
Betriebe vermieden werden. Denn unsere Lebensmittel sind in 180
Ländern der Welt geschätzte Österreich-Botschafter für Qualität,
Sicherheit und Genuss!", nahm Mag. Katharina Koßdorff,
Geschäftsführerin des Fachverbandes der österreichischen
Lebensmittelindustrie, Stellung zu heute erhobenen Forderungen.
Wenn in einigen EU-Mitgliedstaaten oder Drittstaaten wie der
Türkei und der Ukraine Legehennen in Käfigen gehalten werden und
somit ein Preisvorteil für diese Eier entsteht, ist die EU gefordert,
aktiv zu werden. "In der EU ist die Käfighaltung verboten. Wenn sich
hier nicht alle an die Spielregeln halten, müssen die Behörden vor
Ort endlich kontrollieren und strafen. Und nicht die
Lebensmittelwirtschaft zwingen, noch mehr Information auf das Etikett
zu packen. Etiketten für mangelnden Vollzug zu missbrauchen, dagegen
wehren wir uns", betont Koßdorff. Im Fall von EU-Mitgliedstaaten
besteht zudem die Möglichkeit, über Vertragsverletzungsverfahren
gegen mangelhafte Umsetzung des Käfigverbotes vorzugehen.
Eine zwingende Kennzeichnung der Haltungsform von Legehennen auf
Produkten, die Eier enthalten, läge ausschließlich in der Kompetenz
der EU. "Es hat sich doch schon in der Vergangenheit gezeigt, dass
vorauseilender Gehorsam und eine Vorreiterrolle Österreichs immer
wieder zu wirtschaftlichen Problemen, speziell für die
Geflügelwirtschaft, geführt haben. Ein neuerliches Vorpreschen
Österreichs wird vom Fachverband abgelehnt", bekräftigte Koßdorff.
"Die Lebensmittelwirtschaft steht unter enormem Kostendruck von
verschiedenen Seiten: Ernteeinbußen durch Wetterkapriolen und
gesteigerte Volatilität weltweit gehandelter Rohstoffe einerseits und
eine der europaweit höchsten Handelskonzentrationen andererseits
treiben Produktionskosten in die Höhe und lassen kaum
Preisanpassungen zu. In dieser angespannten Lage sind zusätzliche
Kosten durch einen Alleingang Österreichs aus meiner Sicht nicht
tragbar und gefährden Arbeitsplätze sowie den Wirtschaftsstandort
Österreich insgesamt," machte Koßdorff abschließend klar.
Stellenwert der Lebensmittelindustrie in Österreich
Die Lebensmittelindustrie zählt zu Österreichs wichtigsten
Wirtschaftszweigen und sichert im Interesse der Konsumentinnen und
Konsumenten tagtäglich die Versorgung mit sicheren, qualitativ
hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln und Getränken. Die rund
200 Unternehmen der österreichischen Lebensmittelindustrie mit ihren
27.000 Beschäftigten erwirtschafteten im Jahr 2013 ein
Produktionsvolumen in Höhe von rund 8 Mrd. Euro. Rund 60 % davon
werden in 180 Länder der Welt exportiert. Der Fachverband unterstützt
die Mitglieder der Branche durch umfassende Informationsangebote,
Beratungsleistungen und internationale Vernetzung dabei, weiterhin
den gewohnt hohen Grad an Lebensmittelsicherheit, Qualität und Genuss
unserer Lebensmittel anbieten zu können.
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