• 11.04.2014, 12:52:02
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Kadenbach/Stadler/Scheiblauer: Europa muss in Jugendbeschäftigung investieren

SPÖ NÖ fordert Beschäftigungsgarantie für Jugendliche nach der Ausbildung

Utl.: SPÖ NÖ fordert Beschäftigungsgarantie für Jugendliche nach der
Ausbildung =

St. Pölten (OTS) - Für die Sozialdemokratie hat es Priorität,
Investitionen in die Jugendbeschäftigung zu tätigen - gerade in
Krisenzeiten sei es wichtig, ausreichend Mittel aufzubringen, so
Kadenbach: "Die EU hat bereits sechs Milliarden Euro zur Bekämpfung
der Jugendarbeitslosigkeit eingesetzt, das ist aber nur ein Tropfen
auf dem heißen Stein. Denn alleine für den Euro-Raum wären mindestens
21 Milliarden Euro notwendig, um die europaweite Jugendgarantie
umzusetzen." Die Durchführung der Jugendgarantie könne durch ein
"Name-and-Shame"-Prinzip wirksam überprüft werden - dabei sollen
erfolgreiche und nicht erfolgreiche Staaten statistisch ausgewiesen
werden. Kadenbach weist darauf hin, dass vor allem MigrantInnen ein
um 70 Prozent und gehandicapte Menschen ein um 40 Prozent höheres
Risiko haben, arbeitslos zu werden.

SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler wies darauf
hin, dass Österreich und Deutschland im Bezug auf
Jugendarbeitslosigkeit die Krise bislang vergleichsweise gut
gemeistert hätten - zurückzuführen ist das auch auf das duale
Ausbildungssystem der Berufsbildung. "Dennoch darf nicht vergessen
werden, dass es in Europa sechs Millionen arbeitslose Jugendliche
gibt, aber auch in Österreich rund 49.000 Jugendliche ohne
Beschäftigung sind und die Zahl der in Schulung befindlichen
Jugendlichen zuletzt wieder stark angestiegen ist", so Stadler.
"Deshalb fordern wir SozialdemokratInnen als nächsten Schritt zur
Ausbildungspflicht, deren Umsetzung für 2016/17 geplant ist, auch
eine Beschäftigungsgarantie. Einerseits müssen wir den Jugendlichen
eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben geben, andererseits kann
man so dem oft angesprochenen Fachkräftemangel entgegenwirken und den
Jugendlichen mit einer Berufsausbildung auch jene Berufspraxis zuteil
werden lassen, die der Wirtschaftsstandort Österreich so dringend
benötigt - nicht zuletzt auch im Hinblick auf die demografische
Entwicklung." Finanziert werden soll diese Beschäftigungsgarantie aus
Erträgen der Finanztransaktionssteuer und durch die Bekämpfung von
Steuerbetrug.

Für Albert Scheiblauer, Kandidat zum Europäischen Parlament und
Vorsitzender der Jungen Generation NÖ, ist es wichtig, jungen
Menschen eine berufliche Perspektive zu geben: "Denn wenn die
Zukunftsaussichten fehlen, dann besteht die Gefahr, dass Jugendliche
sich extremen, politischen Gruppierungen zuwenden." Scheiblauer
spricht auch die Generation Praktikum an - wonach Menschen oft
mehrere Jahre in prekären Arbeitsverhältnissen verbringen würden und
ein selbständiges Leben dann nicht möglich ist: "Daher bekräftigen
wir die sozialdemokratische Forderung nach einem Mindestlohn von
1.500 Euro brutto für alle Vollzeitbeschäftigten. Denn wir brauchen
kein Europa, das Steuergeschenke für Konzerne verteilt, sondern sich
für die Chancen junger Menschen und damit für die Zukunft der
Europäischen Union einsetzt!"

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