- 10.04.2014, 15:18:57
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Kraft: Thema Arbeitsmarkt brennt unter den Nägeln
Weitere Maßnahmenbündel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit notwendig
Utl.: Weitere Maßnahmenbündel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
notwendig =
St. Pölten (OTS/SPI) - "Die Arbeitsmarktzahlen sind leider kein Grund
zum Jubeln, das Thema Arbeitsmarkt brennt uns allen unter den Nägeln.
Mit Ende März waren in Niederösterreich 3.400 Menschen mehr ohne
Arbeit als im Vorjahr, besonders drastisch ist der Anstieg bei Frauen
und älteren ArbeitnehmerInnen. Daher ist das Thema Arbeitsmarkt nicht
nur aktuell, sondern überhaupt eines der wesentlichsten politischen
wie gesellschaftlichen und auch wirtschaftlichen Anliegen", betonte
SPNÖ-ArbeitnehmerInnensprecher LAbg. Günter Kraft anlässlich der
heutigen Aktuellen Stunde zum Thema Arbeitsmarkt im
Niederösterreichischen Landtag. Kraft betonte weiter, dass die Zahlen
vor allem auch die enorme Notwendigkeit der überbetrieblichen
Ausbildungseinrichtungen zeigen würden: "Derzeit sind um 28 Prozent
mehr junge Leute auf der Suche nach einem Job oder einer Lehre als
vor der Krise und gleichzeitig sind 1.795 Jugendliche in
überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen untergekommen. Die
Schlussfolgerung lautet daher klar, dass diese wichtigen
Einrichtungen auch in Zukunft ausgebaut werden müssen!"
"Das Wirtschaftswachstum wird auch in der nächsten Zeit nicht
maßgeblich steigen und wir können keine große Dynamik auf dem
Arbeitsmarkt erwarten. Daher wird es auch an der Politik liegen, dem
etwas entgegenzusetzen. Dabei ist einerseits an
Infrastrukturmaßnahmen zu denken und andererseits an gezielte
Förderprogramme und entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen",
so Kraft, der vor allem auf die Fehlentwicklungen des Arbeitsmarktes
in den letzten Jahren einging, welche die Situation für viele
ArbeitnehmerInnen belastend machten. Besonders kritisch, so Kraft,
seien die in der letzten Zeit immer häufiger werdenden
"All-in-Verträge": "Viel zu oft sind diese Verträge reine
Mogelpackungen, denn Mehr- und Überstunden fallen dabei unter den
Tisch. Unter dem Ausufern von Überstunden und der permanenten
Erreichbarkeit leidet aber nicht zuletzt auch die Lebensqualität. Was
für hochbezahlte Manager durchaus berechtigt ist, braucht für
ArbeiterInnen und Angestellte klare Grenzen." "Wir Sozialdemokraten
wollen menschliche Arbeitsbedingungen, wir wollen geregelte
Beschäftigungsverhältnisse und wir wollen keine 'Generation
Praktika'. Es gilt, eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, eine davon
ist die möglichst rasche Umsetzung eines Mindestlohns von 1.500 Euro,
damit bei ständig steigenden Lebenshaltungskosten ein Einkommen
gewährleistet ist, von dem man auch leben kann. Außerdem muss den
Menschen mehr Netto vom Brutto überbleiben", betonte LAbg. Günter
Kraft in seinem Debattenbeitrag.
(Schluss) kr
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