• 10.04.2014, 15:17:05
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Hundstorfer: Inklusion ist Menschenrecht und Auftrag

Beschäftigung von Menschen mit Behinderung stärken

Die Tagung des Europarats und des österreichischen
Sozialministeriums wurde von Bundespräsident Heinz Fischer, dem
Menschenrechtskommissar des Europarats Nils Muiznieks und
Sozialminister Rudolf Hundstorfer eröffnet.

Utl.: Beschäftigung von Menschen mit Behinderung stärken =

Wien (OTS/BMASK) - "Vielfalt ist ein positiver Wert in einer
Gesellschaft. Es sind dabei drei grundsätzliche Voraussetzungen für
die Erreichung einer wirklichen Inklusion notwendig: Ein effektiver
Schutz vor Diskriminierung, die Schaffung von Barrierefreiheit und
eine verbesserte Partizipation von Menschen mit Behinderung",
erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Rahmen der Eröffnung
des zweitägigen Fachsymposiums "Menschenrechte und Behinderung", das
das Sozialministerium derzeit in der Wiener Hofburg im Rahmen des
österreichischen Vorsitzes im Europarat veranstaltet. Ziel der Tagung
ist es, die politischen Perspektiven sowie die rechtlichen
Instrumente des Europarates und der Vereinten Nationen darzustellen
und aufzuzeigen, welche Bedeutung die Menschenrechte für Menschen
mit Behinderungen haben. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
soll dabei insbesondere in der Arbeitswelt und im politischen Leben
diskutiert werden. ****

Die von Hundstorfer genannten Voraussetzungen finden sich in der
UN-Behindertenrechtskonvention und im Aktionsplan des Europarates
wieder. Die Dokumente enthalten wichtige Impulse für die
Behindertenpolitik. Sie rücken den Menschenrechtsaspekt in den
Mittelpunkt.

"In Österreich wird dieser Wandel hin zu einer gleichberechtigten
Teilhabe von Menschen mit Behinderung durch die Entwicklung des
Nationalen Aktionsplanes Behinderung forciert. Dieser Aktionsplan ist
auch vom Behindertenrechtskomitee der Vereinten Nationen sehr positiv
aufgenommen worden. Das österreichische Regierungsprogramm 2013 -
2018 bekennt sich zudem ausdrücklich zur Umsetzung des Nationalen
Aktionsplans Behinderung und der UN Behindertenrechtskonvention",
führte Hundstorfer aus.

"Wir haben aber auch die Kritik von Seiten der Zivilgesellschaft
und die Empfehlungen der UNO gehört und eine Reihe von Maßnahmen
gesetzt. Wir nehmen diese Kritik sehr ernst und arbeiten an der
Umsetzung der Empfehlungen", erklärte der Sozialminister weiter.

Besonderer Einsatz für mehr Beschäftigung junger Menschen mit
Behinderung

"Als Sozialminister ist mir die Teilhabe in der Beschäftigung ein
besonderes Anliegen. Die österreichischen Erfahrungen zeigen, dass es
insbesondere für Jugendliche mit Behinderung besonders schwierig ist,
einen Arbeitsplatz zu erlangen.
Wir fördern deshalb eine Reihe von Projekten im Zuge der Ausbildung:
Das Instrument Jugendcoaching soll dabei ausgrenzungsgefährdete
Jugendliche bereits im letzten Schuljahr ansprechen. Mit einem
strukturierten Betreuungsprozess wird der Übergang zwischen Schule
und beruflicher Ausbildung individuell begleitet.
Mit dem Arbeitsmarktservice wurde weiters das Projekt AusbildungsFit
gestartet. Hier handelt es sich um ein Angebot für benachteiligte
Jugendliche im Anschluss an die Schulpflicht. Es geht um den Erwerb
von Basisqualifikationen, um Nachreifungs- und
Qualifizierungsmomente, die für eine berufliche Ausbildung
unerlässlich sind", so der Sozialminister.

Tagung mit 150 hochrangigen Expertinnen aus ganz Europa

An der Fachtagung "Menschenrechte und Behinderung" in der Wiener
Hofburg, die heute Nachmittag von Bundespräsident Heinz Fischer und
dem Menschenrechtskommissar des Europarats Nils Muiznieks eröffnet
wurde, nehmen noch bis morgen rund 150 Vertreterinnen und Vertreter
der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates, von internationalen
Organisationen, der Wissenschaft, sowie Abgeordnete, Juristinnen und
Juristen, Ombudspersonen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft
teil. Unter den prominenten DiskutantInnen und RednerInnen finden
sich u.a. Elisabeth Steiner, Richterin am Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte, Facundo Chavez Penillas, Berater für das UN
Hochkommissariat für Menschenrechte, sowie die Behinderten-bzw.
SozialsprecherInnen der österreichischen Parlamentsparteien.
(schluss)

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