• 10.04.2014, 14:00:34
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ÖH Med Wien solidarisiert sich mit Ärztinnen des AKH Wien

Die unmenschlichen Arbeitszeiten von Ärzten und Ärztinnen in Österreich müssen ein Ende haben und endlich der europäischen Norm angepasst werden.

Utl.: Die unmenschlichen Arbeitszeiten von Ärzten und Ärztinnen in
Österreich müssen ein Ende haben und endlich der europäischen
Norm angepasst werden. =

Wien (OTS) - Die ÖH Med Wien erklärt sich mit der heutigen
Betriebsversammlung an der Medizinischen Universität Wien solidarisch
und unterstützt die einstimmig verabschiedete Resolution
vollinhaltlich. Die in den letzten Tagen und Wochen wieder
aufgekommene Debatte über wöchentliche Höchstarbeitszeiten ist ein
Symptom der fantasielos geführten Gesundheitspolitik in Österreich.
Jährlich verlassen hunderte gut ausgebildete Jungärzte und
Jungärztinnen das Land. In Deutschland, der Schweiz oder den
Skandinavischen Ländern gibt es eine bessere Ausbildung und
Höchstarbeitszeiten von 48h/Woche bei oftmals höherer Bezahlung. In
Österreich müssen JungärztInnen häufig zusätzlich zur
Grundarbeitszeit viele Nacht- und Wochenenddienste absolvieren um ein
angemessenes Monatsgehalt zu erreichen.

"Die KrankenanstaltenträgerInnen müssen endlich ein klares
Bekenntnis zu menschlichen Arbeitszeiten für Ärzte und Ärztinnen
formulieren." so die Vorsitzende der ÖH Med Wien, Sarah Schober.
"Österreich hat die meisten MedizinabsolventInnen pro Jahr in der
gesamten OSCE, aber sehr viele flüchten vor den schlechten
Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ins Ausland." fügt der zweite
stellvertretende ÖH Med Wien-Vorsitzende Lukas Wedrich hinzu. Die
immer wieder angeführte Argumentation, dass lange Arbeitszeiten zu
qualitativ hochwertiger Ausbildung führen, ist absurd. "Niemand würde
in ein Verkehrsflugzeug steigen, dessen Besatzung seit mehr als zwölf
Stunden im Einsatz ist. Aber von Ärzten und ÄrztInnen wird von der
Politik verlangt, nach mehr als 20 Stunden durchgehender Arbeit eine
Operation durchzuführen." hält der erste stellvertretende ÖH Med
Wien-Vorsitzende Falk Preißing fest.

Jetzt ist ein breites Bekenntnis der KrankenanstaltenträgerInnen
sowie der politisch Verantwortlichen gefordert, um
PatientInnenversorgung, Wissenschaft und universitäre Ausbildung
gleichzeitig zu fördern und zu ermöglichen. Die Ausbildung der
Medizinstudierenden leidet unter der großen Belastung der lehrenden
Ärzte und Ärztinnen. Vorallem in Hinblick auf das Klinisch-praktische
Jahr müssen hier massiv Kapazitäten geschaffen werden.

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