Die Verwertungsgesellschaft sind wir

Der neue Internet-Auftritt der Literar-Mechana auf www.literar.at.

Wien (OTS) - Es gibt zahlreiche Missverständnisse um Verwertungsgesellschaften. Das größte Missverständnis ist, dass Verwertungsgesellschaften nicht im Auftrag von Künstlerinnen und Künstlern und zu deren Vorteil arbeiten, sondern zum Nutzen einer undurchschaubaren "Verwertungsindustrie".

Diese "Verwertungsindustrie" existiert tatsächlich - aber nicht in der angesprochenen Form. Sie besteht aus Rundfunkunternehmen, Geräteherstellern, Veranstaltern usw., und sie sind als Verwerter Vertragspartner der Verwertungsgesellschaften, die ihrerseits dafür sorgen, dass die Künstlerinnen und Künstler und ihre Verlage zu dem Geld kommen, das ihnen für die Verwertungen ihrer Werke zusteht.

Um diese Tatsachen nachvollziehbar und sichtbar zu machen, präsentiert sich die Literar-Mechana in ihrem öffentlichen Auftritt nicht mehr als "anonym" geführte Einrichtung, sondern durch ihre Mitglieder, die ihre Repräsentantinnen und Repräsentanten sind und deren Interessen im Vordergrund stehen. Unter dem Titel "die Verwertungsgesellschaft sind wir" stellen sich auf der neugestalteten Homepage die ersten 173 Schriftsteller/innen, Drehbuchautor/inn/en, Dramatiker/innen, Wissenschaftler/innen, Journalist/inn/en und Verleger/innen stellvertretend für "ihre" Verwertungsgesellschaft der Öffentlichkeit vor.

Mit dem geänderten Internet-Auftritt der Literar-Mechana geht eine Informationsoffensive einher. Die neu eingerichtete Homepage demonstriert noch deutlicher als zuvor, wofür die Literar-Mechana steht: für Transparenz und Offenheit, und für wen sie da ist: für die Autorinnen und Autoren und ihre Verlage.

So verschieden die einzelnen Mitglieder in der Öffentlichkeit als Autorinnen und Autoren in Erscheinung treten und arbeiten, so verschieden sind ihre Gründe, warum sie in der Literar-Mechana ihre Einrichtung sehen. Einige davon haben wir zusammengefasst.

Linda Stift: "Ohne die Literar-Mechana wäre ein Schriftstellerleben viel schwieriger, sie ist wie eine große Schwester, die sich ganz selbstverständlich um die unangenehmen Dinge kümmert, und manchmal bekommt man ein unerwartetes Geschenk von ihr."

Gerhard Ruiss: "Ich kann mir keinen besseren generellen rechtlichen und materiellen Schutz vorstellen, als den durch eine Verwertungsgesellschaft. Verwertungsgesellschaften sind durch den französischen Dramatiker Beaumarchais 1777 mit der "Société des auteurs dramatiques / Gesellschaft der Theaterautoren" ins Leben gerufen worden, sie sind von Anfang an Gesellschaften der Autorinnen und Autoren gewesen und sind es bis heute."

Elfriede Jelinek: "Für mich ist die Literar-Mechana eine Art Rettungsanker. Nicht unbedingt für mich, aber für Kollegen, die in Not geraten oder mittellos sind. Und da man nie weiß, was kommt, bin ich sehr beruhigt, daß es etwas wie den Sozialfonds gibt, der uns zuverlässig hilft, wenn wir Hilfe brauchen."

Doron Rabinovici: "Die Literar-Mechana schützt mich vor jenen, die in der Kunst nur Konsum und ihren Wert bloß im Profit sehen. Die Verwertungsgesellschaft widersetzt sich einer Praxis, die Literatur nicht als Artikulation eines Individuums wahrnehmen will, und vertritt meine Rechte als Urheber in Zeiten der elektronischen Reproduzierbarkeit."

Silke Hassler: "Auch wenn Literar-Mechana sehr mechanisch klingt, wird man hier sehr menschlich betreut."

Stefan Slupetzky: "Kunst hat nicht nur Recht, sie muss es sich auch nehmen. Dabei stehen ihr Verwertungsgesellschaften wie die Literar-Mechana engagiert zur Seite."

Sabine Gruber: "Weil ich nicht Spielball verbraucherideologischer und rein profitorientierter Interessen werden will, brauche ich zur Durchsetzung meiner ideellen und materiellen Interessen die Verwertungsgesellschaft. Sie allein hat zur Zeit die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen, im Zeitalter des Internets und der Digitalisierung für eine finanzielle Belohnung der Kreativen zu sorgen."

Peter Turrini: "Die Literar-Mechana hilft den Schreibenden immer wieder über die sogenannten finanziellen 'Runden', und dafür sei sie hochgelobt, wenn man weiß, wie triste die finanzielle Lage von vielen ist."

Anna Kim: "In meiner Schusseligkeit passiert es immer wieder, dass ich ein E-Mail von der Literar-Mechana erhalte, in dem ich dazu aufgefordert werde, für die erschienenen Artikel, die ich jedoch nicht gemeldet habe, Geld zu verlangen. Bei den vielen KollegInnen, die die Literar-Mechana vertritt, erscheint es mir wie ein Wunder, dass die MitarbeiterInnen dies so genau verfolgen! Aber vielleicht sollte man das auch treffender als echtes Engagement bezeichnen."

Barbara Neuwirth: "Als gesellschaftspolitisch engagierte Schriftstellerin ist es mir ein Anliegen, nicht nur profitierendes Mitglied der Literar-Mechana zu sein. Weil ich erlebe, wie engagiert hier gearbeitet wird - in wirtschaftlichen wie in sozialen Belangen, ist es mir Freude und Anliegen auch nach außen hin meine Verbundenheit zu zeigen z.B. als Botschafterin von "Kunst hat Recht."

Als Repräsentantinnen und Repräsentanten mit ihren genauen Berufsbezeichnungen sind auf der neuen Homepage der Literar-Mechana derzeit zu finden:

Christoph Wilhelm Aigner, Ruth Aspöck, Susanne Ayoub, Bettina Balàka, Gabriel Barylli, Thomas Baum, Xaver Bayer, Jürgen Benvenuti, Konstanze und Bernhard Borovansky, Patricia Brooks, Günter Brus, Georg Bydlinski, Manfred Chobot, Jacqueline Csuss, Franz Josef Czernin, Elfriede Czurda, Dimitré Dinev, Ditha Brickwell, Fritz Dittlbacher, Hans Eichhorn, Erwin Einzinger, Gustav Ernst, Lilian Faschinger, Antonio Fian, Benedikt Föger, Franzobel, Barbara Frischmuth, Christian Futscher, Petra Ganglbauer, Karl-Markus Gauß, Arno Geiger, Johannes Gelich, Helga Glantschnig, Nikolaus Glattauer, Thomas Glavinic, Walter Grond, Marianne Gruber, Reinhard Peter Gruber, Sabine Gruber, Sabine M. Gruber, Harald Gsaller, Norbert Gstrein, Erich Hackl, Josef Hader, Angelika Hager / Polly Adler, Christine Haidegger, Peter Hajek, Elfriede Hammerl, Josef Haslinger, Silke Hassler, Markus Hatzer, Monika Helfer, Peter Henisch, Wolfgang Hermann, Adolf Holl, Alois Hotschnig, Barbara Hundegger, Frido Hütter, Hermann Jandl, Elfriede Jelinek, Nils Jensen, Jochen Jung, Peter Stephan Jungk, Andreas Jungwirth, Gloria Kaiser, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Walter Kappacher, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Ilse Kilic, Anna Kim, Harald Klauhs, Radek Knapp, Annette Knoch, Astrid Koblanck, Gabriele Kögl, Michael Köhlmeier, Alfred Komarek, Franz Krahberger, Margret Kreidl, Erika Kronabitter, Hans Kumpfmüller, Jürgen Lagger, Ludwig Laher, Konrad Paul Liessmann, Erhard Löcker, Gabriel Loidolt, Alexander Lotschak, Leo Lukas, Sepp Mall, Mike Markart, Mieze Medusa, Lydia Mischkulnig, Anna Mitgutsch, Kurt Mitterndorfer, Christian Lorenz Müller, Petra Nagenkögel, Barbara Neuwirth, Herbert Ohrlinger, Rudolf Palla, Kurt Palm, Ludwig Paulmichl, Anton Pelinka, Helmut Peschina, Peter Pessl, Gabriele Petricek, Dine Petrik, Eberhard Petschinka, Wilhelm Pevny, Alexander Potyka, Teresa Präauer, Martin Prinz, Doron Rabinovici, Hans Raimund, Peter Rauch, Angelika Reitzer, E.A. Richter, Erwin Riess, Michael Ritter, Peter Rosei, Eva Rossmann, Gerhard Roth, Gerhard Ruiss, Susanne Schaber, Gerda Schaffelhofer, Martin Scheriau, Robert Schindel, Evelyn Schlag, Renata Schmidtkunz, Werner Schneyder, Sabine Scholl, Raoul Schrott, Franz Schuh, Carolina Schutti, Mathilde Schwabeneder, Heinz Schwarzinger, Josef Schweikhardt, Bernhard Seiter, Gerti Senger, Brigitte Sinhuber-Harenberg, Erich Wolfgang Skwara, Stefan Slupetzky, Dieter Sperl, Zeno Stanek, Thomas Stangl, Michael Stavaric, Susanne Stein, Dirk Stermann, Linda Stift, Marlene Streeruwitz, Maria Teuchmann, Ilse Tielsch, Cornelia Travnicek, Peter Turrini, Vladimir Vertlib, Martin G. Wanko, Peter Waterhouse, Andreas Weber, Anna Weidenholzer, Bernhard Widder, Fritz Widhalm, Alexander Widner, Vanessa Wieser, Herbert Josef Wimmer, Peter Paul Wiplinger, Walter Wippersberg, Heinz Wittmann, Robert Woelfl, Karl Woisetschläger, Gerhard Zeillinger, O.P. Zier, Astrid Zimmermann, Joseph Zoderer.

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Literar-Mechana
Dr Sandra Csillag
Tel: 587 21 61-14
csillag@literar.at

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