Kleinwasserkraft an BM Mitterlehner: Wir sind marktbereit!

Fossile und atomare Energieformen sind nicht marktkonform

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Pressekonferenz von BM Reinhold Mitterlehner mit der IEA - Direktorin Maria van der Hoeven betont Kleinwasserkraftpräsident Christoph Wagner: "Die günstigste Ökostromform, die Kleinwasserkraft, ist bereits marktkonform, die Atomkraft und die fossilen Energien sind es nicht!" Minister Mitterlehner meinte bei der Pressekonferenz, dass auch die Kleinwasserkraft auf Dauer ihr Auslangen mit dem "Marktpreis" zu finden habe.

Ein echter Marktpreis für Strom ist erst dann erreicht wenn auch die Umweltfolgekosten von Kohle- und Atomstrom eingerechnet werden. Der Verein Kleinwasserkraft Österreich kritisiert deshalb die Reduktion oder Einschränkung der Förderung für Kleinwasserkraftwerke durch das neue EU-Beihilfenrecht und fordert deutlich höhere CO2-Preise und eine volle Atomhaftung im europäischen Strommarkt.

Als Alternative bleibt weiterhin nur der Ausgleich mittels Einspeisetarifen oder Prämien, auch für bestehende Kleinwasserkraftwerke, die den ökologischen Mehrwert von Strom aus Kleinwasserkraft abbilden. Der "Marktpreis" der Strombörsen ist extrem verzerrt, weil die Umweltfolgekosten nicht eingerechnet sind und kann daher nicht als Maßstab für den Preis von sauberer Energie aus Kleinwasserkraft heran gezogen werden.

Wie sehr die Atomkraftwerksbetreiber "auf Dauer" Unterstützung brauchen zeigt der Fall des britischen AKW Hinkley Point C, das einen Einspeisetarif von 11 Cent pro kWh auf 35 Jahre wertgesichert erhalten soll. Auch bei der CCS-Technologie, der Kohlendioxidabscheidung und Endlagerung, schreibt die Kommission selbst, dass der bestehende CO2-Preis von 3-5 Euro/t CO2 für einen Investitionsimpuls nicht ausreicht und daher entweder höhere CO2-Preise oder weiterhin Beihilfen für CCS notwendig sind. "Angesichts dieser extremen Bevorzugung der alten und gefährlichen Stromproduktion ist die Kleinwasserkraft in Österreich massiv gefährdet und muss unterstützt werden. 3,6 Cent pro kWh sind dafür nicht ausreichend", schließt Wagner.

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