ÖAMTC: Ausbildung für Schülertransport-Fahrer könnte Unfälle verhindern

Trainings für sichere Fahrweise, Gefahren beim Ein- und Aussteigen

Wien (OTS) - Eine verbesserte Ausbildung, Alkoholverbot und Pilotversuche mit Alkolocks wurden heute von Bundesministerin Doris Bures als Maßnahmen eines Verkehrssicherheitspakets für Schülertransport-Fahrer vorgestellt. Der ÖAMTC begrüßt die vorgeschlagenen Maßnahmen. "Mit einer entsprechenden Aus- und Weiterbildung könnte man Lenker von Schülertransporten bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht, die man mit Führerschein B lenken darf, auf ihre Aufgabe vorbereiten und den Schulweg noch sicherer machen", sind sich Gerhard Blümel, Leiter der Berufsfahrer Akademie der ÖAMTC Fahrtechnik, und ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger einig. Derzeit ist für Lenker von Schülertransporten mit Führerschein B bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht keine Aus-und Weiterbildung vorgeschrieben. "Es gab und gibt aber Trainings auf freiwilliger Basis", weiß Blümel. Der Fahrtechnik-Profi würde eine Aus- und Weiterbildung für Schulbuslenker durchaus begrüßen.

"Ein wesentlicher Bestandteil einer Schulung ist das Aufzeigen von potenziellen Gefahrenmomenten in realen Straßensituationen, und zwar in und rund um den Bus, wenn die Kinder aus- und einsteigen", erklärt ÖAMTC-Psychologin Seidenberger. Im Bus geht es neben der entsprechenden Fahrweise des Lenkers auch um die richtige Sicherung der Kinder und um die sichere Unterbringung der Schultaschen und sonstigen Utensilien. "Bedenken sollte der Lenker auch, dass Kinder im Bus tratschen, toben und mit dem Handy spielen - Thema Ablenkung! Und auch beim Verlassen des Busses funktioniert ihr Gefahrenbewusstsein und ihr Sicherheits-Verhalten leider nicht auf Knopfdruck", so Seidenberger.

ÖAMTC Fahrtechnik-Konzept für Ausbildung von Schulbus-Lenkern

Die ÖAMTC Fahrtechnik führt bereits jetzt freiwillige Trainings für Schülertransport-Fahrer durch und hat ein eigenes Ausbildungskonzept dafür entwickelt. "Die ganztägigen Kurse enthalten theoretische und praktische Anteile - unterteilt in die Bereiche 'Gesetzliche Bestimmungen' mit zwei Übungseinheiten, 'Verkehrspsychologie' mit ebenfalls zwei Übungseinheiten und 'Praxis' mit vier Übungseinheiten", erklärt Blümel. Diese Ausbildung ist als Grundschulung zu sehen. Der Fahrtechnik-Profi empfiehlt eine kontinuierliche Weiterbildung in periodischen Abständen von zwei Jahren.

Bereits aktive Schülertransport-Fahrer sollten diese Ausbildung mit den zukünftigen Lenkern gemeinsam durchlaufen. "Einerseits können neue Schulbuslenker aus den Erfahrungen der bereits aktiven Lenker profitieren, andererseits erreicht man dadurch einen österreichweiten einheitlichen Ausbildungsstand, um die Sicherheit auf den Schulwegen noch zu erhöhen", erklärt der Leiter der Berufsfahrer Akademie der ÖAMTC Fahrtechnik abschließend.

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