- 09.04.2014, 12:15:35
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ÖAMTC: Ausbildung für Schülertransport-Fahrer könnte Unfälle verhindern
Trainings für sichere Fahrweise, Gefahren beim Ein- und Aussteigen
Utl.: Trainings für sichere Fahrweise, Gefahren beim Ein- und
Aussteigen =
Wien (OTS) - Eine verbesserte Ausbildung, Alkoholverbot und
Pilotversuche mit Alkolocks wurden heute von Bundesministerin Doris
Bures als Maßnahmen eines Verkehrssicherheitspakets für
Schülertransport-Fahrer vorgestellt. Der ÖAMTC begrüßt die
vorgeschlagenen Maßnahmen. "Mit einer entsprechenden Aus- und
Weiterbildung könnte man Lenker von Schülertransporten bis 3,5 t
höchstzulässigem Gesamtgewicht, die man mit Führerschein B lenken
darf, auf ihre Aufgabe vorbereiten und den Schulweg noch sicherer
machen", sind sich Gerhard Blümel, Leiter der Berufsfahrer Akademie
der ÖAMTC Fahrtechnik, und ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion
Seidenberger einig. Derzeit ist für Lenker von Schülertransporten mit
Führerschein B bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht keine Aus-
und Weiterbildung vorgeschrieben. "Es gab und gibt aber Trainings auf
freiwilliger Basis", weiß Blümel. Der Fahrtechnik-Profi würde eine
Aus- und Weiterbildung für Schulbuslenker durchaus begrüßen.
"Ein wesentlicher Bestandteil einer Schulung ist das Aufzeigen von
potenziellen Gefahrenmomenten in realen Straßensituationen, und zwar
in und rund um den Bus, wenn die Kinder aus- und einsteigen", erklärt
ÖAMTC-Psychologin Seidenberger. Im Bus geht es neben der
entsprechenden Fahrweise des Lenkers auch um die richtige Sicherung
der Kinder und um die sichere Unterbringung der Schultaschen und
sonstigen Utensilien. "Bedenken sollte der Lenker auch, dass Kinder
im Bus tratschen, toben und mit dem Handy spielen - Thema Ablenkung!
Und auch beim Verlassen des Busses funktioniert ihr
Gefahrenbewusstsein und ihr Sicherheits-Verhalten leider nicht auf
Knopfdruck", so Seidenberger.
ÖAMTC Fahrtechnik-Konzept für Ausbildung von Schulbus-Lenkern
Die ÖAMTC Fahrtechnik führt bereits jetzt freiwillige Trainings
für Schülertransport-Fahrer durch und hat ein eigenes
Ausbildungskonzept dafür entwickelt. "Die ganztägigen Kurse enthalten
theoretische und praktische Anteile - unterteilt in die Bereiche
'Gesetzliche Bestimmungen' mit zwei Übungseinheiten,
'Verkehrspsychologie' mit ebenfalls zwei Übungseinheiten und
'Praxis' mit vier Übungseinheiten", erklärt Blümel. Diese Ausbildung
ist als Grundschulung zu sehen. Der Fahrtechnik-Profi empfiehlt eine
kontinuierliche Weiterbildung in periodischen Abständen von zwei
Jahren.
Bereits aktive Schülertransport-Fahrer sollten diese Ausbildung
mit den zukünftigen Lenkern gemeinsam durchlaufen. "Einerseits können
neue Schulbuslenker aus den Erfahrungen der bereits aktiven Lenker
profitieren, andererseits erreicht man dadurch einen österreichweiten
einheitlichen Ausbildungsstand, um die Sicherheit auf den Schulwegen
noch zu erhöhen", erklärt der Leiter der Berufsfahrer Akademie der
ÖAMTC Fahrtechnik abschließend.
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