Ein Drittel aller Mietwohnungen in Wien kosten mehr als 1.000 Euro

Teuerste Miete über 77-mal höher als Günstigste

Wien (OTS/IMMOBILIEN.NET) - Steigende Mietpreise, politische Grabenkämpfe um Preisobergrenzen und eine ständig wachsende Bevölkerung. Scheinbar schlechte Vorzeichen für Mieter in der Bundeshauptstadt. Doch trotz all dieser unvorteilhaften Bedingungen ist der Wiener Mietwohnungsmarkt erstaunlich ausgeglichen. Das zeigt eine aktuelle Studie von IMMOBILIEN.NET über den freien Mietwohnungsmarkt in Wien*. Etwa ein Drittel des Angebots, 31,7 Prozent, fällt in den günstigen Bereich bis 600 Euro pro Monat. Bei den mittleren Mietpreisen, zwischen 600 und 1.000 Euro, liegt das größte Angebot mit 37,9 Prozent vor. Das höherpreisige Segment, mit Mieten über 1.000 Euro, beträgt 30,4 Prozent. "Auf dem Wiener Mietwohnungsmarkt gibt es Angebote für alle Einkommensschichten. Unsere Analyse zeigt, dass es eine relativ gleichmäßige Verteilung der unterschiedlichen Miethöhen gibt. Von günstigen Starter-Appartments über erschwingliche Familienwohnungen bis hin zum Luxussegment ist alles vorhanden", erklärt Alexander Ertler, Immobilienexperte von IMMOBILIEN.NET, die Dreiteilung des Wiener Mietmarktes.

Überhang teurer Mietwohnungen in den Innenstadtbezirken

Betrachtet man einzelne Stadtregionen genauer, zeigt sich jedoch eine deutliche Preissteigerung Richtung Stadtzentrum. Je näher man an die Wiener City herankommt, desto weniger Angebot im Niedrigpreissektor gibt es. Dasselbe gilt für die traditionellen Wiener Nobelbezirke Döbling und Hietzing. Die Top-Platzierung hat dabei die Wiener Innenstadt. Mehr als drei Viertel aller Mietwohnungen, 76,1 Prozent, kosten hier über 1.000 Euro. Über die Hälfte der Wohnungen, 56,7 Prozent, sogar mehr als 1.500 Euro im Monat. Danach folgen Döbling mit 45,2 Prozent Anteil am Angebot bei Mietwohnungen, die über 1.000 Euro monatlich kosten, vor Neubau mit 43,3 Prozent, Hietzing mit 41,1 und der Josefstadt mit 39,9 Prozent. Am anderen Ende der Skala stehen die ehemaligen Arbeiterbezirke Simmering und Favoriten. Über 1.000 Euro pro Monat muss man nur in jeweils etwa 5 Prozent der Fälle bezahlen. In den beiden südlichen Bezirken gibt es auch das größte Angebot an günstigen Mietobjekten auf dem freien Markt. Sowohl im 10. als auch im 11. Bezirk zahlt man in zwei Drittel aller Mietwohnungen, 62,4 bzw. 64,7 Prozent, weniger als 600 Euro pro Monat.

Teuerste Miete über 77-mal höher als Günstigste

Die aktuell teuerste Wohnung in Wien liegt zentral gelegen im 4. Bezirk. Es handelt sich dabei um eine prächtige Stilaltbauwohnung mit Sternparkettböden und Kamin in einem Palais mit 480 Quadratmetern, die auf 10 Zimmer aufgeteilt sind. Monatlicher Mietpreis: 15.900 Euro ohne Betriebskosten oder Steuer. Wer es lieber etwas günstiger mag, sollte es im 15. Bezirk versuchen. Dort befindet sich aktuell die günstigste Mietwohnung auf dem freien Markt. Die Angebotsnettomiete kostet in der sanierten 32 Quadratmeter großen 1-Zimmer-Wohnung 205 Euro pro Monat. Betrachtet man nur die Netto-Kaltmiete, könnte man für den monatlichen Preis der teuersten Wiener Mietwohnung 77 Monate, oder sechseinhalb Jahre lang wohnen.

* Für die Analyse wurden sämtliche Angebotsnettomieten (ohne Betriebskosten und USt.), die in den vergangenen 6 Monaten auf www.immobilien.net inseriert waren, herangezogen. Es handelt sich dabei um Mietobjekte des freien Marktes. Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen sind nicht inkludiert. Objektanzahl: 11.400.

Grafiken und Tabellen zur Analyse finden Sie unter www.immobilien.net/presse

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