• 08.04.2014, 09:19:32
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Großbrand in Absam: Bundesminister Rupprechter dankt den Helfern und stellt nachhaltiges Schutzwaldprojekt vor

Sanierung des zerstörten Schutzwaldes beginnt sofort, drei Millionen Euro werden investiert

Utl.: Sanierung des zerstörten Schutzwaldes beginnt sofort, drei
Millionen Euro werden investiert =

Tirol (OTS) - Bundesminister Andrä Rupprechter traf Montag Abend in
Absam, Tirol mit mehr als 500 Feuerwehrleuten, Bundesheersoldaten,
Bergrettern, Polizisten und Rot-Kreuz-Helfern zusammen, die beim
verheerenden Waldbrand im März im Einsatz waren, um ihnen für ihren
gefährlichen und kräfteraubenden Einsatz zu danken.

Bei dem Großbrand am Absamer Vorberg wurde eine große
Schutzwaldfläche zerstört. Die Sanierung muss so rasch wie möglich
erfolgen, um den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.

Rupprechter präsentierte am Montag bei einer
Informationsveranstaltung zur Bürgerbeteiligung das neue
Schutzwaldprojekt für den Absamer Vorberg. Die Schutzbauten werden
wieder aufgebaut und die Fläche wird so rasch wie möglich wieder
bewaldet. "Österreich muss bestmöglich vor Naturgefahren geschützt
werden, denn vorbeugen ist besser als reparieren. Dazu müssen wir
unsere Schutzwälder nachhaltig sichern und verbessern", betont der
Minister.

Rasche Maßnahmen für gefährdeten Standort

Die Sanierung der betroffenen Fläche erfordert eine Kombination von
forstlich-biologischen und technischen Schutzmaßnahmen gegen
Bodenerosion und Schneegleiten. Ziel ist die rasche Wiederherstellung
der Schutzfunktion des Waldes.
Als Sofortmaßnahme ist die Begrünung mit standortgerechten Grassamen,
die Sicherung neuralgischer Stellen mit Kokosmatten sowie die
Errichtung von Holzstützwerken, Gleitschneeböcken und
Runsenverbauungen geplant. Langfristig soll im Projektgebiet ein Wald
mit verschiedenen Baumarten entstehen.

Das Projekt wird - je nach Witterungsbedingungen - noch im April
gestartet. Die Leitung übernimmt der Tiroler Landesforstdienst, in
Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Nach Schätzung der Experten fallen Gesamtkosten von rund drei
Millionen Euro an. Mehr als 60 Prozent der Kosten übernimmt das
Bundesministerium, den Rest übernehmen das Land Tirol und die
Gemeinde Absam.

Die Waldbrandbekämpfungskosten werden den Feuerwehren bzw. der
Gemeinde vom Bund rückerstattet. Hier liegen derzeit noch keine
ersten Kostenabschätzungen vor.

Das Projektgebiet umfasst eine Fläche von rund 117 Hektar und besteht
zu 96 Prozent aus Objekt- und Standortschutzwald. Ein Großteil der
Fläche ist Natura 2000 Gebiet und liegt fast zur Gänze im
Landschaftsschutzgebiet Nordkette. Im nördlichen Bereich schließt das
Naturschutzgebiet Karwendel an.

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