Großbrand in Absam: Bundesminister Rupprechter dankt den Helfern und stellt nachhaltiges Schutzwaldprojekt vor

Sanierung des zerstörten Schutzwaldes beginnt sofort, drei Millionen Euro werden investiert

Tirol (OTS) - Bundesminister Andrä Rupprechter traf Montag Abend in Absam, Tirol mit mehr als 500 Feuerwehrleuten, Bundesheersoldaten, Bergrettern, Polizisten und Rot-Kreuz-Helfern zusammen, die beim verheerenden Waldbrand im März im Einsatz waren, um ihnen für ihren gefährlichen und kräfteraubenden Einsatz zu danken.

Bei dem Großbrand am Absamer Vorberg wurde eine große Schutzwaldfläche zerstört. Die Sanierung muss so rasch wie möglich erfolgen, um den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.

Rupprechter präsentierte am Montag bei einer Informationsveranstaltung zur Bürgerbeteiligung das neue Schutzwaldprojekt für den Absamer Vorberg. Die Schutzbauten werden wieder aufgebaut und die Fläche wird so rasch wie möglich wieder bewaldet. "Österreich muss bestmöglich vor Naturgefahren geschützt werden, denn vorbeugen ist besser als reparieren. Dazu müssen wir unsere Schutzwälder nachhaltig sichern und verbessern", betont der Minister.

Rasche Maßnahmen für gefährdeten Standort

Die Sanierung der betroffenen Fläche erfordert eine Kombination von forstlich-biologischen und technischen Schutzmaßnahmen gegen Bodenerosion und Schneegleiten. Ziel ist die rasche Wiederherstellung der Schutzfunktion des Waldes.
Als Sofortmaßnahme ist die Begrünung mit standortgerechten Grassamen, die Sicherung neuralgischer Stellen mit Kokosmatten sowie die Errichtung von Holzstützwerken, Gleitschneeböcken und Runsenverbauungen geplant. Langfristig soll im Projektgebiet ein Wald mit verschiedenen Baumarten entstehen.

Das Projekt wird - je nach Witterungsbedingungen - noch im April gestartet. Die Leitung übernimmt der Tiroler Landesforstdienst, in Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Nach Schätzung der Experten fallen Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro an. Mehr als 60 Prozent der Kosten übernimmt das Bundesministerium, den Rest übernehmen das Land Tirol und die Gemeinde Absam.

Die Waldbrandbekämpfungskosten werden den Feuerwehren bzw. der Gemeinde vom Bund rückerstattet. Hier liegen derzeit noch keine ersten Kostenabschätzungen vor.

Das Projektgebiet umfasst eine Fläche von rund 117 Hektar und besteht zu 96 Prozent aus Objekt- und Standortschutzwald. Ein Großteil der Fläche ist Natura 2000 Gebiet und liegt fast zur Gänze im Landschaftsschutzgebiet Nordkette. Im nördlichen Bereich schließt das Naturschutzgebiet Karwendel an.

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