Einbruch und Pleite fingiert, zwei Niederösterreicher verurteilt!

Schuldsprüche am Landesgericht Wiener Neustadt gegen Bankenvorstand und Pfandhausbetreiber sowie Notstandsbezieher.

Bezirk Neunkirchen/NÖ (OTS) - Andrängende Gläubiger, Drittschuldneranfragen und zahlreiche Exekutionsanträge prallten an dem Schwarzataler Pfandhausbetreiber und Bankenvorstand Heimo H. ab, als einer seiner Mitarbeiter, der beschäftigungslose Schottwiener Reinhard P., bei ihm deutlich mehr verdiente, als angemeldet wurde. Die Gläubiger fielen somit um, wurden geschmälert. Nach vier Verhandlungstagen und 14 Zeugeneinvernahmen endete das Verfahren vergangenen Freitag am Landesgericht Wiener Neustadt nun mit Schuldsprüchen. Die vorsitzende Richterin Karina Matkovits schenkte denen vom LKA NÖ bei Hausdurchsuchungen sichergestellten Schwarzabrechnungen mehr Glauben als der leugnenden Verantwortung beider Angeklagten.

Weiterer Verhandlungsgegenstand war ein fingierter Einbruchsdiebstahl in Schottwien. P., der zuvor bereits wegen eines solchen Vergehens rechtskräftig verurteilt worden war, gab seiner Haushaltsversicherung an, ihm sei eine teure Ziehharmonika gestohlen worden, erlangte so Schadenersatz von 8.000 Euro. Völlig zu Unrecht, wie das Gericht nun feststellte: Ein fingierter Kaufvertrag, ein aufgebrochenes Vorhängeschloss und eine Anzeigebestätigung täuschte die Versicherungsgesellschaft, der P. nun die herausgelockte Leistung zurückzahlen muss.

Es setzte (nicht rechtskräftige) Schuldsprüche von 28 Monaten Freiheitsstrafe, davon 18 Monate für den Schottwiener und 10 Monate für den Pfandhausbetreiber und Bankenvorstand, jeweils auf Bewährung. Schwerer Betrug, falsche Beweisaussage, Vortäuschung einer Straftat, Anstiftung zur falschen Zeugenaussage und betrügerische Krida setzte es im Urteil gegen P., der Pfandhausbetreiber H. wurde schließlich wegen Beihilfe zur betrügerischen Krida und Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen schuldig gesprochen.

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