- 04.04.2014, 11:06:31
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"Orientierung" am 6. April: "Reichtum ohne Sünde?" - Von Arm und Reich in Österreich
Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin
"Orientierung" am Sonntag, dem 6. April 2014, um 12.30 Uhr in ORF 2
folgende Beiträge:
"Reichtum ohne Sünde?" - Von Arm und Reich in Österreich
24 Euro-Milliardäre und 78.000 Millionäre leben in Österreich -
Tendenz steigend. Andererseits ist auch die Zahl der Armen,
Armutsgefährdeten und "Working Poor" im reichen Österreich relativ
hoch. Eineinhalb Millionen Menschen sind derzeit manifest arm oder
von Armut und Ausgrenzung bedroht. Das ist dem "Handbuch Armut in
Österreich", einem umfangreichen Sammelband über aktuelle Ergebnisse
der Armutsforschung, zu entnehmen. Der Altabt des Stiftes
Heiligenkreuz, Gregor Henckel-Donnersmarck, hat hingegen ein Buch
über den Reichtum geschrieben: "Reich werden auf die gute Art" lautet
der Titel seiner "Vermögenstipps eines Geistlichen". Der ehemalige
Manager eines Logistikdienstleisters möchte jungen Leuten Mut machen,
Vermögen zu erwirtschaften und Gewinn nicht als Sünde zu verstehen.
Es komme vielmehr darauf an, sein Geld verantwortungsvoll
einzusetzen. Das Buch empfiehlt Tugenden wie Demut und Gehorsam, die
sich laut Henckel-Donnersmarck auch ökonomisch bezahlt machten. Das
"Handbuch" wiederum zweifelt schon im Vorwort, ob die schöne
Vorstellung des durch Arbeit erwirtschafteten Reichtums der Realität
entspricht. "Man arbeitet sich nicht reich, man wird reich geboren",
heißt es da. Bericht: Christian Rathner.
Im "Orientierung"-Studio diskutiert Moderator Christoph Riedl mit
Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck (zugeschaltet aus dem
ORF-Landesstudio in Klagenfurt) und Martin Schenk von der Diakonie
Österreich, einem der Herausgeber des "Handbuchs Armut in
Österreich".
Kampf gegen soziale Krise: Caritas Österreich hilft in der Ostukraine
Die Ukraine wird in diesen Monaten nicht nur durch eine heftige
politische, sondern auch durch eine tiefe soziale und wirtschaftliche
Krise erschüttert. Vor allem die russisch geprägten Landkreise der
Ost- und Südukraine sind davon betroffen. Dazu zählt auch der Kreis
Lugansk. Ein Drittel der etwa 2,3 Millionen Einwohner/innen dieser
krisengeschüttelten Bergbauregion sind Pensionistinnen und
Pensionisten - deren Durchschnittsalter gerade einmal 50 Jahre
beträgt. In vielen Fällen reichen die staatlichen Pensionszahlungen
nicht zum Überleben. Hilfe kommt da von der Caritas Österreich: Seit
15 Jahren betreuen Helferinnen und Helfer im Auftrag der Caritas alte
Menschen, aber auch Familien mit behinderten Kindern. Kaum eine
soziale Rolle spielen hingegen die v. a. orthodoxen Kirchen. Ein
Lokalaugenschein in der Ostukraine: bei der kleinen
griechisch-katholischen Kirche, der einflussreichen
ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats und bei
Pensionisten und einer Familie mit einem behinderten Kind, die von
der Caritas betreut werden. Ein Bericht von Christian Wehrschütz.
Stein des Anstoßes: Was wird aus der "Moschee-Kathedrale" von
Cordoba?
Ein Symbol der Verständigung und religiösen Toleranz steht im
Mittelpunkt eines Streits, der Probleme im Zusammenleben der
Konfessionen erwarten lässt: Die "Mezquita" von Cordoba, die Symbiose
einer Moschee aus dem 11. Jahrhundert und einer 500 Jahre später
errichteten Kathedrale, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Eine
Bürgerinitiative fordert nun die Enteignung der Kirche, um sie "der
Öffentlichkeit zugänglich" zu machen. Die Bedeutung der ehemaligen
Moschee für Muslime und Musliminnen heute und die Argumente der
Streitparteien schildert der aktuelle "Orientierung"-Beitrag von
Josef Manola.
Die Sendung ist auf der Video-Plattform ORF-TVthek
(http://TVthek.ORF.at) als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung
sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.
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