- 04.04.2014, 09:00:42
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Kommendes Wochenende in Maishofen: 7. "Dairy Grand Prix"
Anonymer Hinweis spricht von "tagelangen Tierquälereien"
Utl.: Anonymer Hinweis spricht von "tagelangen Tierquälereien" =
Laaben (OTS) - Nicht nur die allherbstlichen Fohlenauktionen in
Maishofen (Sbg.), wo Hunderte Pferdekinder versteigert und danach
meist nach Italien zum Schlachten gekarrt werden, sind regelmäßiger
Kritik von Tierschützern, aber vermehrt auch von Züchtern ausgesetzt.
Gestern erhielt die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT ein anonymes
Schreiben von "Salzburger Rinderbauern" mit dem Hinweis auf den am 5.
und 6. April bereits zum 7. Mal stattfindenden "Dairy Grand Prix" in
Maishofen. Der Dairy GP ist die größte Schau für Milchrassen in
Österreich. Ausgestellt werden rund 300 Tiere der Rassen Fleckvieh,
Braunvieh, Holstein, Grauvieh, Pinzgauer und Jersey. Im Folgenden ein
Auszug aus dem Wortlaut, an deren Wahrheitsgehalt kaum zu zweifeln
ist, wenn man schon auf derartigen "Tierschauen" anwesend war:
"Wir sind ein Gruppe von Bauern, die sich an Sie wenden, da es so
einfach nicht mehr weitergehen kann. Die Schauen im Zuchtbereich
haben eine Dimension erreicht, die auf keiner Kuhhaut mehr Platz hat.
Die Kühe werden bei den Vorbereitungen für solche Veranstaltungen
tagelang gequält und immer wieder durch kalte Duschen angeregt,
möglichst viel zu fressen. Die Milch wird nur teilweise abgemolken,
damit die Euter immer prall gefüllt sind. Teilweise werden auch
Elektroschocks verabreicht, damit die Milchvenen möglichst gut zur
Geltung kommen. All diese Auswüchse haben wir bei den letzten großen
Tierschauen beobachten können. Das Traurige daran ist, daß niemand
etwas tut und nur alle zusehen bzw. hinten herum schimpfen. Auch der
Amtstierarzt schaut zu und die verantwortlichen Verbände sowie die
ZAR (Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter),
die ja groß daran verdienen, sowieso.
Als aktive Bauern beobachten wir diese Entwicklung mit großer
Sorge. Die Züchter können hier tun und machen was sie wollen, die
Kühe entsprechend "präparieren" und ihnen Schmerzen zufügen. Es wird
auch immer wieder gemunkelt, daß bei solchen Schauen eine 6-stellige
Förderungssumme vom Bund locker gemacht wird - allen Sparpaketen und
Hypo-Milliardengräbern zum Trotz. Auf der anderen Seite werden wir
Bauern überall gekürzt - aber für solche "Tierquäler-Veranstaltungen"
ist Geld genug da?"
Soweit die Ausführungen der kritischen Landwirte, die
offensichtlich bereits mehrmals Augenzeugen dieser
tierausbeuterischen "Tierschauen" waren. Tierarzt Dr. Franz-Joseph
Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT, ergänzt: "Ich zweifle keineswegs an
den Beobachtungen dieser Bauern, denn ich habe in meiner mehr als
25-jährigen "Karriere" als Tierschützer bereits des öfteren ähnliche
Brutalitäten an unschuldigen und wehrlosen Lebewesen feststellen und
beobachten müssen: in schrecklichen Massentierhaltungen, auf
Tiertransportern, auf Dutzenden von Tier-Auktionen und natürlich in
den himmelschreienden Schlachthöfen. Überall wo mit unseren
Mitgeschöpfen Profit gemacht wird, hört sich das Mitleid - so es
jemals vorhanden gewesen sein sollte - auf. Tierschutzgesetze sind
weitgehend zahnlos, Amtstierärzte und sonstige Exekutivorgane
großteils untätig und für die Politiker sind die alltäglichen
Tierquälereinen soundso kein Thema."
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