"Töchter ohne Väter"

Wien (OTS) - Dies war der Titel der dritten Podiumsdiskussion, die die Bürgerinitiative Kinderrechte in Kooperation mit dem Weltmuseum am 26.3.2014 durchführte. 170.000 allein erziehenden Müttern stehen in Österreich nur 19.000 allein erziehende Väter gegenüber. Kinder, Töchter (aber auch Söhne), denen Väter durch Trennung entzogen werden, haben mit Nachteilen im Leben zu rechnen (erhöhte Rate psychischer Krankheiten und Suchtgefahr, instabilere zukünftige Beziehungen, unter Umständen Neigung zur Kriminalität). Claudia Aschenbrenner als Betroffene schildert, wie sich die Frage nach ihrem Vater ab ihrer späten Kindheit wie ein roter Faden durch ihr Leben zog. Sie rebellierte und fertigte den späteren Partner ihrer Mutter mit den Worten ab: "Du hast mir gar nichts zu sagen! Du bist nicht mein Vater!". Rechtsanwalt Dr. Alexander Krasser streicht die unheilvolle Rolle der Jugendwohlfahrt in zahlreichen Fällen hervor. Eltern stehen unter hohem wirtschaftlichem und psychischem Druck, vergleichbar mit "kriegsähnlichen Zuständen", sodass Familie und Kinder als deren schwächstes Glied auf der Strecke bleiben. Prof. Dr. Missliwetz referiert PAS (parental alienation - Syndrom) und fordert Gesetzgeber und Rechtsprechung auf, aktiv Entfremdung zu bekämpfen. In der Einschränkung des Kindesrechtes auf Umgang und Kontakt verortet er eine Menschenrechtsverletzung. Nach lebhafter Diskussion der Zuhörer - wie bei den vorangegangenen Veranstaltungen von Dr. Johann Berger moderiert - klingt der Abend beim anschließenden Buffet aus.

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