- 03.04.2014, 11:21:03
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Die Angewandte ist die erfolgreichste künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsuniversität in Österreich
Wien (OTS) - Seit 2009 konnte die Angewandte ihre
Gesamtbewilligungssumme beim FWF um den Faktor 3,5 steigern. Mit
einer Bewilligungssumme von 2,1 Mio Euro ist sie heute die
erfolgreichste künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsuniversität
Österreichs. Nach dem gestern präsentierten FWF-Jahresbericht sind
das im Verhältnis zum Jahresbudget der Angewandten für 2013 6,4 % on
top gesicherte Mittel. Damit rangiert die Angewandte unter den gesamt
gelisteten österreichischen universitären Forschungsstätten an
bemerkenswerter 10ter Stelle. Konsequente Bottom-up-Strategie,
Unabhängigkeit, Internationalität, Transparenz und Fairness lohnen
sich, der FWF misst mit gleichem Maß. Dieser Erfolg beruht auf dem
außergewöhnlichen Qualitätsanspruch und der besonderen
Engagementbereitschaft der künstlerisch und wissenschaftlich
Forschenden an der Angewandten und in deren Umfeld.
Diese Erfolge sind Anlass zur Freude, sie sind auch Auftrag, denn
wie die Angewandte eine Forschungsstätte ist, ist sie vor allem auch
ein Ort der Lehre, jener Lehre, die zukünftige Möglichkeiten
entwickelt. Lehre und Forschung treffen sich in einem Ideal einer
Praxis, in der Grenzen zwischen Holen und Geben verschwimmen, so wird
die Community bottom up grundlegend gefördert und gefordert, ganz so
wie es auch der FWF tut. Daher erwartet die Angewandte auch die
Sicherung des FWF als Auftrag an die Bundesregierung für die Zukunft.
Aktuell laufen insgesamt dreizehn FWF/PEEK Projekte an der
Angewandten, sowie fünf FWF/Einzelprojekte. ProjektleiterInnen der
wissenschaftlichen FWF/Einzelprojekte sind Klaus Bollinger, Alison
Clarke, Roman Horak, Gabriela Krist und Liane Lefaivre. Die 2013
bewilligten fünf neuen künstlerischen FWF/PEEK Projekte werden von
Arno Böhler, Nikolaus Gansterer, Georg Glaeser und Ebru Kurbak
geleitet. Die Arbeit in diesen Projekten startet aktuell, ebenso das
Projekt von Gerhard Eckel (Kunstuniversität Graz) und seinem
Forschungspartner an der Angewandten Michael Schwab. Wie schon
exemplarisch in der Ausstellung "Out of the Box. 10 Fragen an
künstlerische Forschung" gezeigt, steht im Kern die künstlerische
Forschungspraxis in PEEK die jeweilige künstlerische Arbeit.
Kurzbeschreibungen für alle Projekte sind in der Datenbank des FWF
verfügbar.
Exemplarische Beschreibungen der FWF/PEEK Projekte bis 2013:
Zeitgenössische Praktiken des Porträtierens werden in dem Projekt
"Features: Wiener Gesichtsprojekt / Labor der Sinne" für den
medizinischen Heilungsprozess bei der chirurgischen Wiederherstellung
des Gesichts erschlossen. "THIS BABY DOLL WILL BE A JUNKIE"
thematisiert Chancengleichheit in der Gesellschaft und stellt in
einem internationalen Vergleich Barrieren sozialer Mobilität in
Frage. "Liquid Things" erforscht Eigenschaften von Materialien,
kombiniert sie neu und gesteht ihnen dabei eine aktive Rolle zu. Die
Projekte "Biornametics" und "GrAB" analysieren natürliche Strukturen
und übersetzen diese Erkenntnisse durch den Einsatz technischer
Mittel in den menschlichen Lebensraum. "Artistic Technology
Research"eignet sich Medien an, um Machtverhältnisse aufzuzeigen und
alternative Strategien zu dokumentieren. In dem Projekt "NO ISBN"
wird die Krise des "Verschwinden-Könnens" thematisiert. In
Auseinandersetzung mit dem weltweiten Boom an selbst- produzierten
Büchern wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese als Publikation
zu verstehen sind. Durch den Einsatz von neuen Medien wird in
"Digital Synesthesia" die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher
sinnlicher Wahrnehmungen erfahrbar. Basierend auf Oral-History macht
"Eden's Edge" die Strategie des Drehbuchschreibens für
LandschaftsdesignerInnen produktiv. Die Visualisierung von Phänomenen
der Quantenphysik und die Erzeugung mehrdimensionaler Wirklichkeiten
stehen im Zentrum von "Quantum Cinema - A Digital Vision", dieses und
das Projekt "Biornametics" sind abgeschlossen.
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