• 02.04.2014, 11:28:37
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ÖAMTC-Expertengespräch: "Migrationshintergrund & Alltagsmobilität"

Studie bestätigt: Migrationshintergrund beeinflusst Verkehrsmittelwahl

Utl.: Studie bestätigt: Migrationshintergrund beeinflusst
Verkehrsmittelwahl =

Wien (OTS) - Am heutigen Mittwoch präsentierte der ÖAMTC eine Studie
zum Thema "Migrationshintergrund & Alltagsmobilität" und diskutierte
die Ergebnisse anschließend im Kreis von Experten.

Die Bevölkerung des Großraums Wien wächst durch Zuzug ständig.
Schon heute haben rund 40 Prozent der Wiener Bevölkerung
Migrationshintergrund. Bis zum Jahr 2030 wird etwa eine halbe Million
Menschen mehr mit uns in diesem Großraum leben. Der ÖAMTC hat sich
die Frage gestellt, ob Migranten anders mobil sind und welche
Unterschiede zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund vorhanden
sein könnten. Daher wurde im Rahmen einer Studie untersucht, welche
Verkehrsmittel Migranten wählen und wie oft sie diese nutzen.

"Durch den Zuzug verändert sich unsere Gesellschaft - und ihre
Bedürfnisse. Aber trifft das auch auf die Mobilität zu? Die vom ÖAMTC
in Auftrag gegebene Expertise setzt einen ersten wissenschaftlich
fundierten Schritt, um die Mobilitätsbedürfnisse von Migranten zu
verstehen und als Mobilitätsverein besser darauf eingehen zu können",
erklärt Christoph Mondl, stellvertretender ÖAMTC-Verbandsdirektor.
"Wir haben den Nachholbedarf in Bezug auf das Mobilitätsverhalten von
Migranten erkannt und wollen diesem Verhalten auf den Grund gehen,
weil Mobilität ein wesentlicher Bestandteil für eine gelungene
Integration ist".

Migranten haben höhere Nutzungsaffinität gegenüber
öffentlichem Nahverkehr

Die Autoren der Studie, Heinz Fassmann, Professor für Angewandte
Geographie, Raumforschung und Raumordnung, und Ursula Reeger,
Migrationsforscherin, stellen ein wesentliches Ergebnis vor:
Migranten nutzen häufiger die öffentlichen Verkehrsmittel - auch im
urbanen Raum. Die Studie belegt, dass der Migrationshintergrund das
Mobilitätsverhalten beeinflusst. So senkt der Migrationshintergrund
die Wahrscheinlichkeit der Autobenutzung als Lenker und Beifahrer -
zugunsten der Nutzungsintensität des öffentlichen Nahverkehrs. Nur 23
Prozent der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund nutzen täglich
oder mehrmals wöchentlich den öffentlichen Nahverkehr, hingegen 36
Prozent der Personen mit Migrationshintergrund.

Studie ist Zeichen intensivierter Auseinandersetzung mit
Mobilität von Migranten

Im Vorjahr fanden die ersten Expertengespräche zum Thema
Mobilitätsverhalten von Migranten statt. Der Club intensivierte seine
Bemühungen zur Thematik und ist nun in der Lage, erste
wissenschaftlich fundierte Aussagen vorzulegen. "Wir werden diese
Studie als Basis für weitere Forschungen nutzen und das Thema weiter
vorantreiben. Spätestens nächstes Jahr werden wir mehr wissen",
kündigt der stellvertretende ÖAMTC-Verbandsdirektor an.
Das Repertoire an Veranstaltungen und Workshops wird kontinuierlich
weiterentwickelt - so startet der Club in diesem Jahr ein
Pilotprojekt mit Fahrradkursen speziell für Migrantinnen. Das Ziel
des ÖAMTC ist es, die Mobilität aller Menschen zu unterstützen und
für Verkehrssicherheit zu sensibilisieren. "Als größter
Mobilitätsclub Österreichs sind wir uns der gesellschaftlichen
Verantwortung bewusst und werden ihr durch diese Aktivitäten
gerecht", so Mondl abschließend.

Aviso an die Redaktionen:

Den ausführlichen Bericht zur Studie findet man unter:
www.oeamtc.at/expertengespraech-migration. Bildmaterial zu dieser
Aussendung ist ab Mittag im ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc/presse
abrufbar.

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