• 01.04.2014, 15:46:51
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Arbeitsmarktzahlen: AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert mehr Unterstützung beim Wiedereinstieg

Arbeitslosigkeit bei Frauen um 12 Prozent gestiegen, bei Älteren um 16 Prozent

Utl.: Arbeitslosigkeit bei Frauen um 12 Prozent gestiegen, bei
Älteren um 16 Prozent =

Wien (OTS/AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Markus Wieser zeigt sich besorgt
über den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich. Ende März
waren fast 54.000 Menschen auf Arbeitssuche, das sind um fünf Prozent
mehr als im März 2013. Bei den Frauen ist ein Anstieg von knapp 12
Prozent zu verzeichnen. Angesichts dieser Entwicklung fordert der
AKNÖ-Präsident, frauenpolitische Maßnahmen zu forcieren.

Ein Blick in die niederösterreichischen Arbeitsmarktdaten von Ende
März macht deutlich, warum arbeitsmarktpolitisches Engagement für
Frauen besonders wichtig ist: Die Arbeitslosigkeit bei Frauen ist im
Vergleich zum März des Vorjahres um knapp 12 Prozent auf 22.313
gestiegen, bei Männern hingegen um 0,6 Prozent. "Diese Entwicklung
zeigt einmal mehr, dass frauenfördernde Maßnahmen am Arbeitsmarkt
dringend notwendig sind", sagt AKNÖ-Präsident Markus Wieser. Denn
obwohl Frauen immer besser ausgebildet sind, können sie ihr Wissen
und ihre Talente am Arbeitsmarkt nicht voll entfalten. Hier sind die
ArbeitgeberInnen gefordert, Frauen entsprechend ihrer Qualifikation
einzusetzen und zu entlohnen. Die NÖ Arbeiterkammer ortet gerade beim
Wiedereinstieg in die Berufswelt Hindernisse für Frauen.
Ungleichbehandlung in Form von Versetzungen auf Grund von Karenz oder
Elternteilzeit sind noch immer eine gängige Praxis. "Als
Arbeiterkammer ist es unsere Aufgabe, Frauen über ihre Rechte und
Möglichkeiten zu informieren und sie mit diesem Wissen beim
Wiedereinstieg in den Beruf zu unterstützen. Allerdings müssen auch
Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit der Wiedereinstieg und die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert werden, etwa durch
den raschen Ausbau von bedarfsorientierten Kinderbetreuungsangeboten.
Um zukünftig ein Ansteigen der Frauenarbeitslosigkeit zu verhindern
ist auch die Wirtschaft gefordert, mehr Familienfreundlichkeit an
den Tag zu legen, beispielsweise durch moderne Arbeitszeitmodelle.
Es kann nicht sein, dass es Flexibilisierung immer nur aufseiten der
ArbeitnehmerInnen gibt", so der AKNÖ-Präsident.

Auch Ältere betroffen
Der jüngste Anstieg betrifft auch Über-50-Jährige. Die
Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe ist im Vergleich zum Vorjahr
um fast 16 Prozent gestiegen, so stark wie in keiner anderen
Altersgruppe. Das müsste nicht so sein, sagt Wieser: "Die
Sozialpartner haben sich bereits 2011 auf ein Bonus-Malus-System
verständigt. Das soll aber laut Regierungsabkommen erst 2017
eingeführt werden." Notwendig seien parallel auch Programme, die
Betriebe mehr motivieren, eine betriebliche Gesundheitsförderung
einzuführen.

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