• 31.03.2014, 12:35:23
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Delogierungsprävention: Erfolgreiches Netzwerk gegen Wohnungsverlust

Wohnraumsicherung gelang in 86 Prozent aller behandelten Fälle

Utl.: Wohnraumsicherung gelang in 86 Prozent aller behandelten Fälle =

Bregenz (OTS/VLK) - Im Rahmen der ifs-Delogierungsprävention
erhielten im vergangenen Jahr 289 Haushalte, die vom Wohnungsverlust
bedroht waren, Unterstützung. "In 86 Prozent aller Fälle gelang es,
den Wohnraum zu sichern bzw. einen adäquaten neuen Wohnraum zu
finden", sagte Landesrätin Greti Schmid im heutigen (Montag, 31.
März) Pressegespräch.

Diese Zahl liegt deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt
und ist vor allem auf die erfolgreiche Kooperation zwischen ifs
Koordinationsstelle Delogierungsprävention, Gemeinden, gemeinnützigen
Wohnbauträgern, Caritas, Dowas und Kaplan Bonetti zurückzuführen.
"Die Delogierungsprävention stellt ein Angebot dar, das aus der
Vorarlberger Soziallandschaft nicht mehr wegzudenken ist",
bekräftigte die Landesrätin.
Gemeinsam verfolgen das Land Vorarlberg und Gemeinden, die
Koordinationsstelle, die gemeinnützigen Wohnbauträger und andere
Sozialeinrichtungen das Ziel, Betroffene so früh wie möglich zu
erreichen, um den Wohnungsverlust und damit einhergehendes Leid zu
verhindern. Denn je früher Hilfe angeboten wird, desto größer sind
die Chancen auf Erhaltung der Wohnung.

Mietrückstände als häufigster Grund für drohenden Wohnungsverlust

"Der häufigste Grund für den drohenden Wohnungsverlust sind
Mietrückstände", erklärte Heidi Lorenzi, Leiterin der ifs
Koordinationsstelle Delogierungsprävention. "Diese Mietrückstände
haben unterschiedlichste Ursachen wie z.B. Verschuldung,
Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit oder auch nicht
Inanspruchnahme von öffentlichen Unterstützungen", so Lorenzi. Stolz
zeigt sich Lorenzi angesichts der Tatsache, dass 2013 in Vorarlberg
"nur" 731 Räumungsverfahren bei Gericht eingebracht wurden. Dazu
kommen noch 119 Fälle, die nicht gerichtsanhängig waren. "Diese 119
Haushalte sind als großer Erfolg unserer breiten Vernetzungsarbeit zu
verbuchen", so Lorenzi, "denn es bedeutet, dass wir zu einem sehr
frühen Zeitpunkt verständigt werden und somit frühestmöglich
tatkräftig unterstützen können." Dabei umfasst die Unterstützung
unterschiedlichste Leistungen: von der Klärung der rechtlichen
Situation über Hilfestellungen bei der Beantragung von
Sozialleistungen bis hin zu Begleitung bei Verhandlungen mit
Vermietern oder auch Unterstützung bei der Erstellung eines
sinnvollen Finanzierungsplans.

Kostenersparnis für alle Beteiligten

Auch die gemeinnützigen Wohnbauträger beurteilen die Vernetzung
aller involvierten Partner als äußerst wichtig. "Die Zusammenarbeit
mit der Koordinationsstelle Delogierungsprävention funktioniert sehr
gut", betonte VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz
stellvertretend für alle gemeinnützigen Wohnbauträger in Vorarlberg.
"Uns liegt in erster Linie sehr viel daran, das Leid, das mit einer
Delogierung verbunden ist, zu verhindern. Und nicht zuletzt bedeutet
Delogierungsprävention eine Kostenersparnis für alle Beteiligten."

Die anfängliche Skepsis gegenüber der Delogierungsprävention ist
heute kein Thema mehr. "Es hat sich deutlich gezeigt, dass
Delogierungsprävention nicht nur in Akutsituationen, sondern vor
allem auch nachhaltig wirkt", so Lorenz. "Die Betroffenen werden
umfassend unterstützt, sodass sie über einen langen Zeitraum hinweg
nicht erneut Mietrückstände produzieren. Und das ist der eigentliche
Erfolg von Delogierungsprävention."

Ursachen für die Entstehung von Mietschulden:
- Relation von Einkommen und Wohnkosten sind nicht stimmig
- Haushaltsverschuldung
- Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit und/oder Karenz
- Scheidung bzw. Trennung
- Prekäre Beschäftigungsverhältnisse für Frauen (niedriges Einkommen,
geringfügige Beschäftigungsverhältnisse..)
- Informationsmangel bzgl. Sozialleistungen
- Nichtinanspruchnahme von Sozialleistungen und öffentlichen
Unterstützungen

ifs Koordinationsstelle Delogierungsprävention
Interpark Focus 1
6832 Röthis
T 05-1755-500
E [email protected]
www.ifs.at

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