• 31.03.2014, 10:44:01
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Nördliches Wiener Umland plant gemeinsame Zukunft

Pernkopf: Gelungene Partnerschaft von Gemeinden und Land durch regionale Leitplanung

Utl.: Pernkopf: Gelungene Partnerschaft von Gemeinden und Land durch
regionale Leitplanung =

St. Pölten (OTS/NLK) - Der Raum entlang von A22, S1 und A5 im
nördlichen Wiener Umland zählt zu den stärksten Wachstumsräumen
Österreichs, Bevölkerungsprognosen sagen bis 2025 einen weiteren
Zuwachs von 15.000 Personen vorher, das entspricht einem Plus von 14
Prozent. Gute Infrastrukturausstattung und Erreichbarkeit der
Arbeitsplätze bei gleichzeitig attraktiver Landschaft zeichnen die
Region aus. In der "Regionalen Leitplanung" haben 25 Gemeinden
gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und Experten der TU Wien ihre
Zukunft geplant, die Ergebnisse liegen nun vor.

"Die Region soll auch in den nächsten Jahren eine positive
Entwicklung verzeichnen. Um die Chancen bestmöglich zu nutzen und mit
den Herausforderungen verantwortungsvoll umzugehen, arbeiten das Land
und die 25 Gemeinden seit 2012 in einem bisher einzigartigen
Pilotprojekt verstärkt zusammen", informiert dazu Landesrat Dr.
Stephan Pernkopf, der auch betont: "Die Herangehensweise, Raumplanung
über die Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam anzugehen, war anfangs
sicherlich für alle Teilnehmer eine neue Herausforderung. Rasch war
aber allen der große Mehrwert klar: eine abgestimmte Vorgehensweise
stärkt die gesamte Region, erhöht die Effizienz von Planungsvorhaben
und schafft frühzeitig Akzeptanz bei allen Beteiligten."

Beim Dialogforum in Stockerau wurden diese Ergebnisse kürzlich in
einer gemeinsamen Deklaration veröffentlicht. Gemeinden und Land
haben sich im Leitbild auf die Schwerpunktthemen Wohnen, Wirtschaft
und Natur geeinigt. Dabei soll der Mehrheit der Bevölkerung eine gute
Nahversorgung und Anbindung an den Öffentlichen Verkehr zu Gute
kommen. Das Wachstum soll daher vorrangig in definierte regionale
Schwerpunkt- und Ergänzungszentren gelenkt werden. In diesem
Zusammenhang spielt die Sicherstellung eines attraktiven und
vielfältigen Wohnraumangebots eine wesentliche Rolle. Als
Schwerpunktgemeinden, sogenannte regionale Entwicklungszentren,
wurden Mistelbach, Stockerau, Korneuburg, Langenzersdorf und
Wolkersdorf definiert.

Großflächige Betriebsansiedelungen sollen in den festgelegten,
regionalen Standorträumen (Mistelbach-Wilfersdorf, Wolkersdorf,
Gerasdorf-Hagenbrunn-Großebersdorf, Leobendorf-Korneuburg-Stetten,
Langenzersdorf und Stockerau) erfolgen und durch die interkommunale
Abstimmung die Konkurrenz unter den Gemeinden weiter gemindert
werden. Die attraktive Landschaft ist der Garant für die hohe
Lebensqualität in der Region, die durch die Festlegung von regionalen
Grünzonen sowie erhaltenswerten Landschaftsteilen in allen 25
Gemeinden gesichert wird.

Bereits seit 2012 haben die 25 Gemeinden gemeinsam mit dem Land
Niederösterreich und Experten der TU Wien an gemeinsamen
Fragestellungen gearbeitet. In zahlreichen Abstimmungsrunden,
Workshops und Gemeindegesprächen wurden Problemstellungen erkannt und
Lösungswege erarbeitet. Eine aktive Steuerung des
Bevölkerungswachstums bei gleichzeitiger Vermeidung möglicher
negativer Folgen wie Verkehrsprobleme, ausufernder
Siedlungsentwicklung und damit verbundenem Verlust von Grünflächen
war das generelle Ziel der Leitplanung.

Mit der Unterzeichnung der Deklaration "Regionale Leitplanung
Nordraum Wien" durch Landesrat Pernkopf und Vertretern der Region
wurden nun die Ergebnisse präsentiert und gleichzeitig die
Fortführung des Dialogs und die weitere Zusammenarbeit in Fragen der
Raumentwicklung bekräftigt. Die Ergebnisse werden nun zum einen von
den Gemeinden in ihrer Ortsplanung berücksichtigt und zum anderen
auch vom Land in einer Neugestaltung des Regionalen
Raumordnungsprogramms umgesetzt. Das neue Modell der Leitplanung soll
nun auch in anderen Regionen umgesetzt werden.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-13324, e-mail [email protected], bzw. Regionalmanagement
Niederösterreich, DI Doris Fried, Telefon 0676/81 22 05 61, e-mail
[email protected].

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