• 30.03.2014, 11:00:35
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Wenn Essen nicht gut tut

Falsche Ernährung macht krank: Drei von zehn Frauen über 40 leiden an Gallen-steinen

Utl.: Falsche Ernährung macht krank: Drei von zehn Frauen über 40
leiden an Gallen-steinen =

Wien (OTS) - Nahrungsmittelintoleranzen sind unangenehm und sie
können mitunter zur Entstehung von Erkrankungen wie Osteoporose
beitragen. Neue Broschüren des Krankenhauses der Barmherzigen
Schwestern Wien zeigen, wie sich Menschen, die an solchen
Intoleranzen leiden, abwechslungsreich ernähren können.

Nicht immer tut "gesundes" Essen gut: Gar nicht so wenige Menschen
leiden nach dem Verzehr eines Apfels oder dem Trinken warmer Milch an
Blähungen, manchmal sogar an Durchfall oder Übelkeit. Ursache solcher
Beschwerden sind meist Nahrungsmittelintoleranzen. Im
Magen-Darm-Trakt der Betroffenen fehlen Enzyme und andere für die
Verdauung dieser Lebensmittel notwendige Stoffe. Solche Intoleranzen
betreffen sehr häufig die Zuckerarten Fruktose und Laktose, die sich
in Obst oder Milchprodukten und in vielen anderen Lebensmitteln
finden.

Die damit zusammenhängenden Beschwerden sind für die Betroffenen
unangenehm. Langfristig führen Intoleranzen mitunter sogar zu ernsten
Problemen. Eine Laktoseintoleranz beispielsweise hat oft eine
Unterversorgung an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zur
Folge, die wiederum zur Entstehung von Erkrankungen wie Osteoporose
beitragen kann. Aber solche Auswirkungen lassen sich verhindern: Das
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien bietet mit seiner
fächerübergreifenden Kompetenz für Magen- und Darmerkrankungen ein
umfassendes Abklärungs-und Therapieangebot. Die Besonderheit ist,
dass Expertinnen und Experten aus Interner Medizin,
Gastroenterologie, Radiologie, Chirurgie, Diätologie, Psychologie und
Pflege dabei eng zusammenarbeiten.

"Bei Beschwerden, die in Richtung Intoleranz weisen, führen wir im
Spital einen H2-Atemtest durch", erzählt die leitende Diätologin
Heidi Szepannek in der neuen Ausgabe des Vinzenz Magazins über die
Diagnose von Intoleranzen. Ein Leben ohne Beschwerden bringt bei
positivem Befund nur ein konsequenter Verzicht auf fruktose- und
laktosereiche Lebensmittel. Dass sich trotzdem gut essen lässt zeigen
zwei neue Broschüren des Krankenhauses auf. Sie enthalten viele
praktische Tipps zum Thema Fruktose und Laktoseintoleranz und zeigen
zahlreiche gesunde und schmackhafte Alternativen auf. Denn
schließlich soll der Speiseplan trotz des weitgehenden Verzichts auf
bestimmte Lebensmittel abwechslungsreich sein und das Essen
schmecken.

Mit Ernährung hat auch ein weiteres Thema des neuen Vinzenz Magazins
zu tun: Gallensteine. Jedes Jahr bekommen rund 30.000
Österreicherinnen und Österreicher Probleme mit der Galle. Meist sind
Gallenblasensteine der Grund. Wesentlich zum Entstehen dieser
Erkrankung tragen fettreiche Ernährung sowie wenig Bewegung und
Übergewicht bei. Aber nicht allein die Lebensweise spielt eine Rolle,
sondern auch genetische Einflüsse und Hormone: Frauen über 40 sind
von Gallensteine doppelt so oft betroffen wie Männer dieser
Altersgruppe.
Wenn sich die Steine in der Galle schmerzhaft bemerkbar machen, heißt
es so rasch wie möglich ins Spital, erläutert Primar Dr. Günther
Zeidler, Leiter der Chirurgischen Abteilung am Krankenhaus der
Barmherzigen Schwestern in Ried, im Vinzenz Magazin. Denn eine
Entzündung der Gallenblase hat lebensbedrohliche Folgen. "Das kann
binnen Tagen zu schwersten Krankheitsbildern führen, vor allem wenn
die Entzündung auf die Leber oder die Bauchspeicheldrüse übergreift",
warnt der erfahrene Chirurg.

Mit Röntgen- bzw. Magnetresonanz-Darstellung lässt sich im Spital
feststellen, ob Gallengänge durch Steine verlegt sind. Bei Vorliegen
von Gallengangssteinen wird eine ERCP, die sogenannte endoskopische
retrograde Cholangio-Pancreaticographie, durchgeführt. Dabei kommt
ein Endoskop zum Einsatz, mit dessen Hilfe auch eingeklemmte Steine
sofort entfernt werden können.
Danach ist die Therapie der Wahl die komplette Entfernung der
Gallenblase sagt Primar Dr. Günther Zeidler. "Nur so ist dauerhaft
gewährleistet, dass sich keine neuen Steine bilden." Der Eingriff
erfolgt fast immer laparoskopisch, wodurch nur drei bis vier
millimeterkleine Schnitte erforderlich sind. Nach der Entfernung der
Gallenblase sind vier Wochen Schonung angesagt, heißt es in der neuen
Ausgabe des Vinzenz Magazins. Danach bleiben mehr als 95 Prozent der
Patientinnen und Patienten vollkommen beschwerdefrei.

Nicht nur medizinische Themen finden sich im neuen Vinzenz Magazin.
Im Zeichen von Ostern und im Zeichen der Hilfe für Frauen in Rumänien
steht ein Bericht über den Verkauf von kunstvoll bemalten Ostereiern
an einem Stand im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz.
Die Schwestern Benildis Wimbauer und Ingrid Sturm organisieren diese
Aktion.

Die Ostereier stammen aus Transsilvanien, wo noch einige wenige
Frauen diese ganz spezielle Art der Eierbemalung beherrschen. Der
Erlös der Aktion - jedes Ei ist ein Unikat und kostet drei Euro -
kommt den Frauen und Bedürftigen in der Bukowina zugute. Dort wird
solche Hilfe dringend benötigt: "Viele alte Leute leben in
Bretterhäuschen, sie haben kein Warmwasser und können sich das Heizen
nicht leisten. Pro Monat stehen ihnen nur 35,- Euro zur Verfügung",
erzählt Schwester Benildis über die Situation vor Ort. Dank der
Ostereier-Aktion und anderen Aktivitäten der Barmherzigen Schwestern
kann die Not der Menschen gelindert werden.

Die neueste Ausgabe des Vinzenz Magazin mit diesen und vielen
weiteren interessanten Beiträgen steht ab sofort unter
www.vinzenzgruppe.at zum kostenlosen Download im pdf-Format bereit.

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